Neue Regelung

Corona-Tests kostenpflichtig: Diese Personen müssen dank Ausnahme-Regel nicht zahlen

Corona-Tests sind nicht mehr kostenlos. Doch nicht jeder muss für einen Schnelltest zahlen. Für manche Gruppen gelten Ausnahmen von der Regel.

Hamm - Deutschland steht vor dem zweiten Herbst der Coronavirus-Pandemie - mit neuen Regelungen für Bürgertests und einem ausgedünnten Teststellennetz. Seit dem 11. Oktober (Montag) sind Corona-Tests nicht mehr kostenlos. Wer zahlen muss - und für wen es Ausnahmen gibt. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Corona-Test seit 11. Oktober nicht mehr kostenlos - doch es gibt Ausnahmen

Der 11. Oktober war eine Zäsur in der Corona-Krise. Fast genau sieben Monate nach der Einführung der kostenlosen Corona-Tests in Deutschland und Nordrhein-Westfalen am 8. März sind sie nun wieder abgeschafft - allerdings nicht für alle Gruppen.

Der Grund für die Änderung der Gratis-Regel ist der Impf-Fortschritt seit dem Frühjahr. Der könnte nach dem Aus für kostenlose Corona-Tests zudem noch einmal an Fahrt aufnehmen. Das Kalkül: Ungeimpfte, die künftig etwa vor jedem Friseurbesuch einen Test organisieren und bezahlen müssen, werden ihre Abwehrhaltung überdenken.

Seit dem 11. Oktober werden die Schnelltests für die meisten Bürger kostenpflichtig. „Menschen ohne Corona-spezifische Symptome, die keinen anderweitigen Anspruch aus der Coronavirus-Testverordnung haben, müssen die Testkosten damit grundsätzlich selber tragen“, heißt es von der Verbraucherzentrale NRW.

Die Kosten für einen Corona-Test bestimmen die Anbieter selbst. In NRW gibt es erste Preise. Sicher ist aber: Die Kosten liegen deutlich unter denen für einen PCR-Test. Der teure PCR-Test ist in NRW für Club-Besuche seit Oktober nicht mehr Pflicht - er kann durch einen kurzfristigen Schnelltest ersetzt werden.

Ende der kostenlosen Corona-Tests: Ausnahmen für drei Gruppen

Für drei Gruppen gibt es eine Ausnahme. Für sie bleiben die Corona-Tests kostenlos:

  • Kinder und Jugendliche bis 12 Jahren (bei den 13- bis 17-Jährigen jedoch nur bis zum 31. Dezember),
  • Schwangere (auch nur noch bis zum 31. Dezember),
  • Personen, die zum Beenden einer Quarantäne wegen einer Corona-Infektion einen Test brauchen,
  • Personen, für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt oder die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können,
  • Studierende, bei denen eine Schutzimpfung mit anderen als denen in Deutschland zugelassenen Impfstoffen erfolgt ist* (nur noch bis zum 31. Dezember),
  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Corona-Impfstoffen teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben.

Der Nachweis eines Antigen-Schnelltests, wie er im Rahmen der 3G-Regel benötigt wird, wird künftig nicht nur Kosten verursachen. Er wird außerhalb der Ballungszentren zunehmend schwieriger zu bekommen sein.

Bereits in den vergangenen Wochen sank die Zahl der Corona-Testzentren in NRW von mehr als 9000 im Mai auf aktuell nur noch etwa 7500. Der Rückgang wird sich fortsetzen.

Rubriklistenbild: © Martin Schutt/dpa

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