1. come-on.de
  2. Nordrhein-Westfalen

Corona-Schutzverordnung in NRW: Welche neuen Regeln ab sofort gelten

Erstellt:

Von: Hannah Decke

Kommentare

Seit Kurzem gilt eine neue Corona-Schutzverordnung in NRW. Darin wird auch die Teststrategie für Kitas und Schulen erläutert.

Hamm - Lange war es still um die Corona-Maßnahmen. Viele Monate lang konnten wir den Alltag nahezu ohne Beschränkungen genießen. Jetzt geht es auf den Herbst zu und Millionen Kinder kehren in die Schulen und Kitas in Nordrhein-Westfalen zurück. Seit Montag (8. August 2022) gilt deshalb eine neue Corona-Schutzverordnung in NRW.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Neue Corona-Schutzverordnung in NRW: Regeln für Tests in Schulen und Kitas

Masken und Tests? Oder alles wie vor der Pandemie, so ganz ohne Corona-Regeln? Beim Thema Schule und Kita wird der neuen NRW-Landesregierung in diesem Jahr besonders auf die Finger geschaut, vor allem Schulministerin Dorothee Feller (CDU), die bereits auf der Schulpressekonferenz über die neuen Regeln an Schulen informiert hat.

Schon am 10. August 2022 müssen Schüler und Lehrer wieder den Gang zur Schule antreten. Auch die Kitas kehren aus dem Ferienmodus zurück. Welche Corona-Regeln in den Einrichtungen gelten, ist in der neuen Corona-Schutzverordnung (gültig seit 8. August) festgelegt.

Neue Corona-Schutzverordnung in NRW: Teststrategie an Schulen - keine Maskenpflicht

Grundsätzlich sollen Eltern über Kitas und Schulen Corona-Schnelltests gestellt bekommen, um ihre Kinder anlassbezogen und freiwillig zu Hause testen zu können. Am ersten Schultag nach den Sommerferien - also am 10. August oder einen Tag später für Erstklässler - erhalten alle Schüler die Möglichkeit, sich in der Schule selbst zu testen, wie Ministerin Dorothee Feller (CDU) angekündigt hatte.

Zur Schule heißt es in der neuen Verordnung weiter, dass bei Unterrichtsveranstaltungen und Betreuungsangeboten die verantwortliche Lehr- oder Betreuungsperson „die weitere Teilnahme von Schülerinnen und Schülern, die offenkundig typische Symptome einer Atemwegsinfektion aufweisen, vom negativen Ergebnis eines unter Aufsicht durchgeführten Coronaschnelltests abhängig“ mache.

Falls hingegen ein zu Hause gemachter Negativtest vom selben Tag vorgelegt werde, werde darauf verzichtet. Eine entsprechende Bestätigung müsse bei minderjährigen Schülern von mindestens einem Sorgeberechtigten kommen. „Nur bei einer offenkundigen, deutlichen Verstärkung der Symptome erfolgt eine neue Testung in der Schule“, stellt die zunächst bis zum 25. August geltende Verordnung klar.

In den Schulen in NRW wird es keine Maskenpflicht geben. Empfohlen wird jedoch, eine FFP2-Maske oder eine medizinische Maske in Innenräumen zu tragen. Masken werden von den Schulträgern weiterhin bereitgestellt.

Neue Corona-Schutzverordnung in NRW: „Kranke Kinder gehören nicht in die Kita“

Eltern von Kita-Kindern erhalten künftig pro Woche zwei Tests, die sie zu Hause bei typischen Corona-Symptomen ihrer Kinder einsetzen können. Diese Regelung soll zunächst bis zu den Herbstferien gelten. Flächendeckende Tests soll es nicht geben.

Ähnlich wie bei der Schule können auch Betreuer oder Träger von Kitas die Anwesenheit eines Kindes mit einschlägigen Anzeichen einer Atemwegserkrankung in der Einrichtung von einem tagesaktuellen Negativtest abhängig machen.  „Kranke Kinder gehören nicht in die Kita“, sagte die NRW-Familienministerin Josefine Paul.

Das Gesundheitsministerium hält zudem seine Empfehlungen für die bekannten Hygiene- und Infektionsschutzempfehlungen für Privatpersonen, Unternehmen und Veranstaltungen aufrecht: Dazu zählen Impfen, 1,5 Meter Mindestabstand zu fremden Personen, Maske in Innenräumen, wo kein Abstand eingehalten werden kann, und gründliches Händewaschen.

Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz sollen die Grundlagen für die Corona-Regeln im Herbst und Winter geschaffen werden. Welche Maßnahmen führt NRW ein? Die Landesregierung prüft die Änderung der Maßnahmen.

Auch interessant

Kommentare