Feiern, Hochzeiten, Schule

Corona-Regeln in NRW: Was ist aktuell erlaubt? Regeln für Feiern, Gastronomie und mehr

In Nordrhein-Westfalen gelten gelten neue Corona-Regeln. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet mahnt dazu, soziale Kontakte zu beschränken. Die Regeln und Maßnahmen im Überblick.

Hamm - Die Coronavirus-Lage im Land verschärft sich immer weiter. Die Zahlen steigen, viele Städte und Gemeinden reagieren mit entsprechenden Maßnahmen, um die Ausbreitung von Covid-19 zu bremsen.

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Nun will das Land Nordrhein-Westfalen sogar mit schärferen Kontaktbeschränkungen als von Bund und Ländern gegen den sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionen kämpfen. Die Maßnahmen und Corona-Regeln stellte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am 16. Oktober, vor. Elf Tage später, am 27. Oktober, legte er mit Forderungen noch einmal nach.

Corona-Regeln in NRW: Sperrstunde und Einschränkung sozialer Kontakte

So führte NRW etwa für die Gastronomie in allen Kommunen mit hohen Neuinfektionszahlen eine Sperrstunde zwischen 23 Uhr und 6 Uhr ein. Die neuen Corona-Regeln traten am Samstag, 17. Oktober, in Kraft und gelten zunächst bis Ende Oktober.

„Der Schlüssel zum Erfolg gegen die zweite Welle ist die deutliche Reduzierung von sozialen Kontakten“, erklärte NRW-Ministerpräsident Laschet. Der CDU-Politiker warnte eindringlich vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus. „Im Umgang mit der Corona-Pandemie geht es auch in diesen Tagen ums Ganze.“

Welche Corona-Regeln hat NRW nun beschlossen, die ab 17. Oktober in Kraft treten? Ein Überblick.

Corona-Regeln in NRW im Privatvereich

In den privaten Raum – also das eigene Haus samt Garten oder die eigene Wohnung – greift die Landesregierung um CDU und FDP nach wie vor nicht ein. Sie empfiehlt aber dringend, Kontakte und private Feiern zu reduzieren und möglichst infektionssicher zu gestalten.

Corona-Regeln in NRW: Sperrstunde

Die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr gilt in Kommunen mit 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb sieben Tagen. In der Zeit müssen alle gastronomischen Betriebe schließen. Alkohol darf dann auch an Tankstellen und Kiosken nicht mehr verkauft werden. Die Großstädte Düsseldorf und Köln hatten in dieser Woche bereits Sperrstunden zwischen 1 und 6 Uhr morgens eingeführt.

In Abstimmung mit dem Landeszentrum Gesundheit, dem Gesundheitsministerium und der Bezirksregierung können die Kommunen auch bei einer Inzidenz unter 50 eine Sperrstunde für gastronomische Einrichtungen oder auch anderen Maßnahmen bzw. Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus anordnen

NRW setzt mit dem Kabinettsbeschluss landesweit eine Bund-Länder-Einigung um, die die Ministerpräsidenten in dieser Woche mit der Bundeskanzlerin erzielt hatten. In Köln klagt jetzt ein Gastwirt gegen die Sperrstunde, wie eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts sagte.

Corona-Regeln in NRW für Feste

Bei einer Inzidenz von 35 oder mehr Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen dürfen an Festen aus herausragendem Anlass außerhalb der eigenen vier Wände höchstens 25 Personen teilnehmen. Das gilt ab Montag, 19. Oktober. Bei einer Inzidenz von 50 sind nur noch höchstens zehn Teilnehmer erlaubt.

Corona-Regeln für Veranstaltungen

Veranstaltungen und Versammlungen sowie Kongresse mit mehr als 1000 Personen sind bei einer Inzident von 35 oder mehr Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen unzulässig. Liegt die 7-Tages-Inzidenz über 50 und die „Gefährdungsstufe 2“ ist erreicht, sind bei Veranstaltungen innen und außen maximal 100 Personen zulässig. Eine Ausnahme kann die zuständige Behörde auf Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zulassen.

Corona-Regeln in NRW: Maskenpflicht

Ab dem Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gilt - sofern das Infektionsgeschehen nicht auf bestimmte Einrichtungen einzugrenzen ist - nach Angaben der Landesregierung eine Maskenpflicht „in regelmäßig stark frequentierten Außenbereichen“. Gemeint sind zum Beispiel Fußgängerzonen. Wo genau das vor Ort ist, sollen die Kommunen in ihren eigenen Corona-Regeln festlegen.

Corona-Regeln in NRW: Schulen

Zurückhaltend zeigte sich NRW-Chef Laschet bei der Frage, ob in den Schulen in Nordrhein-Westfalen wieder eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt werde. Noch seien ja Herbstferien, sagte er. Einen Beschluss dazu gebe es noch nicht. „Wir sind noch im Gespräch.“

Rubriklistenbild: © picture alliance/Oliver Berg/dpa

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