Regeln und Ausnahmen

Freitesten nach Corona-Quarantäne - die aktuellen Regeln in NRW

Fällt der Corona-Test positiv aus, muss man in Quarantäne oder Isolation. Aber ab wann und wie kann man sich freitesten? Diese Regeln gelten in NRW.

Hamm - Auch wenn die Corona-Zahlen zuletzt deutlich gesunken sind, gibt es in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland nach wie vor viele Infizierte. Entsprechend befinden sich weiterhin unzählige Menschen in Isolation bzw. Quarantäne. Aber wie lange muss man sich eigentlich isolieren? Und ab wann darf man sich freitesten? In NRW gelten neue Regeln.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Corona: Freitesten nach Quarantäne - Übersicht der Regeln in NRW

Zuletzt galt: Infizierte und deren enge Kontaktpersonen müssen zehn Tage lang in Quarantäne. Das waren immerhin schon vier Tage weniger als zu Beginn der Pandemie. Doch die Corona-Test-und-Quarantäne-Verordnung für NRW räumte Infizierten die Möglichkeit ein, sich vorzeitig aus der Isolation freizutesten. Wer keine Symptome mehr hatte und ein negatives Testergebnis nachweisen kann, konnte bereits nach sieben Tagen das Haus wieder verlassen.

Jetzt hat die Landesregierung diesen Zeitraum aber noch einmal verkürzt. Nach einem Beschluss von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und seinen Länderkollegen kann die Isolation in NRW ab dem 5. Mai nach fünf Tagen vorzeitig beendet werden.

Neue Corona-Regeln: NRW hält am Freitesten fest - schon nach fünf Tagen möglich

Während dafür in anderen Bundesländern aber kein negativer Corona-Test mehr nötig ist, hält Nordrhein-Westfalen am Freitesten fest. Das heißt: Wer nach fünf Tagen die Isolation beenden will, benötigt einen offiziellen negativen Testnachweis - also einen Bürgertest oder einen PCR-Test. Bei letzterem reicht es auch aus, wenn der CT-Wert über 30 liegt. Die Isolierungszeit beginnt übrigens am Tag der ersten Symptome oder des positiven Testergebnisses. Ohne Freitesten endet die Isolation weiterhin nach zehn Tagen automatisch und ohne weiteren Test.

Etwas strengere Regeln gelten für Mitarbeiter von Krankenhäusern, Pflegeheimen oder anderen „vulnerablen Einrichtungen“: Wenn sie mit Corona infiziert sind, gilt für sie ein Tätigkeitsverbot. Bevor sie wieder zur Arbeit zurückkehren und sich freitesten, müssen sie mindestens 48 Stunden lang ohne jegliche Symptome sein. Zudem müssen sie ihrem Arbeitgeber ein negatives Ergebnis eines Bürger- oder PCR-Tests (CT-Wert über 30) vorlegen.

Freitesten in NRW: Kontaktpersonen müssen nicht mehr in Quarantäne

Weiterhin gilt: Eine behördliche Anordnung für den Beginn bzw. das Ende der Isolation ist nicht erforderlich. Bei einem positiven Test muss das Gesundheitsamt also Infizierte nicht erst offiziell in Quarantäne schicken. Ebenso wenig muss es das mögliche Freitesten überwachen.

Mit einem negativen Corona-Test kann man sich aus der Quarantäne freitesten. Dafür gibt es feste Regeln.

Neu ist aber, dass enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten in NRW nicht mehr zwangsläufig in Quarantäne müssen. Die entsprechende Pflicht entfällt mit der neuen Verordnung. Stattdessen sollen diese Personen gemäß einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts eigenverantwortlich ihre Kontakte reduzieren und nach Möglichkeit im Homeoffice arbeiten. Geimpfte oder genesene Beschäftigte aus der Pflege müssen sich als enge Kontaktperson von Corona-Infizierten zudem fünf Tage lang täglich vor Dienstbeginn testen.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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