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Corona in NRW: Bewegungsradius in Hotspots eingeschränkt - immer mehr Regionen über kritischem Wert

In NRW sind Corona-Regeln im Lockdown verschärft worden. Sinken die Zahlen? Alle wichtigen News rund um die Coronavirus-Pandemie in Nordrhein-Westfalen.

  • Wegen des Coronavirus gelten in NRW auch im Januar strenge Lockdown-Beschränkungen.
  • Neben der Verlängerung des Lockdowns soll es bei der Bund-Länder-Konferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet auch neue Corona-Regeln für Hotspots geben.
  • Bis Mitte Februar sollen 600.000 Menschen in NRW geimpft sein. (News zum Coronavirus)

+++ Dieser News-Ticker ist beendet. Alle Informationen zum Coronavirus in NRW lesen Sie in unserem neuen Ticker.+++

Update vom 12. Januar, 10.36 Uhr: Die neue Corona-Regionalverordnung in NRW zur Einschränkung des Bewegungsradius in Hotspots ist aus Sicht der SPD „halbherzig und schlecht gemacht“. Die am späten Montagabend veröffentlichte Regelung schaffe „mehr Verwirrung als Klarheit“, kritisierte SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty im Morgenecho von WDR 5.

Corona in NRW: Bewegungsradius in Hotspots eingeschränkt - immer mehr Regionen über kritischem Wert

Update vom 12. Januar, 9.30 Uhr: In NRW wächst die Zahl der Regionen mit mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Am Dienstag wies das Robert Koch-Institut (RKI) zusätzlich Mettmann (216,2) in dieser Risikogruppe aus, neben dem Oberbergischen Kreis (239,7), Bielefeld (238,8), Gelsenkirchen (238) sowie den Kreisen Höxter (233,2), Minden-Lübbecke (217,8) und Recklinghausen (212,7) und Bottrop (211,8). Herne, Oberhausen und der Kreis Güterloh lagen mit Werten oberhalb 194 ebenfalls nah an der Schwelle.

Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 2301. Die Gesamtzahl der in NRW registrierten Corona-Fälle erhöhte sich damit auf fast 432.000. Zudem stieg die Zahl der Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, um 203 auf 8181.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz blieb mit 148,6 weit entfernt von der Zielmarke von maximal 50. Im Vergleich zur Vorwoche verschlechterte sich die Neuinfektionsrate. Am Dienstag vergangener Woche hatte sie bei 117 gelegen. Eine Interpretation der Daten bleibt aber schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Corona in NRW: Bewegungsradius-Regel beschlossen - für diese Hotspots

Update vom 11. Januar, 21.46 Uhr: Das Gesundheitsministerium hat die Bewegungsradius-Regel für NRW beschlossen. Die neue Maßnahme gilt am morgen, 12. Januar, in den jetzigen Hotspots: Kreis Höxter, Kreis Minden-Lübbecke, Oberbergischer Kreis und Kreis Recklinghausen.

Warum die zunächst ebenfalls aufgeführten Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Bielefeld nun nicht mehr von der sogenannten „Corona-Leine“ betroffen sind, ist derzeit noch unklar. In einem früheren Entwurf der Verordnung, der wa.de vorliegt, waren sie noch genannt.

In der Regionalverordnung schreibt das Gesundheitsministerium fest, dass die Bewohner die betroffenen Regionen nicht weiter als in einem Umkreis von 15 Kilometern verlassen dürfen. Außerdem dürfen Besucher nicht in die Hotspots reisen (wenn sie weiter als 15 Kilometer von diesen entfernt wohnen).

Update vom 11. Januar, 21.06 Uhr: Die Diskussionen um die sogenannte Corona-Leine nehmen nicht ab. Der WDR meldet jetzt, dass die NRW-Landesregierung über den Bewegungsradius mit den betroffenen Kommunen entscheiden will.

Auf die Regel hatten sich Bund und Länder eigentlich bei der Verschärfung des Lockdowns geeinigt, in der Corona-Schutzverordnung von Nordrhein-Westfalen steht sie allerdings nicht. Die Corona-Leine bedeutet: In Hotspots (Inzidenz von über 200) sollen sich die Bewohner nur noch 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen, außer sie haben einen triftigen Grund (Arztbesuch, Arbeit, Lebensmitteleinkauf) weiter zufahren. Die Regel stieß auf starke Kritik, auch weil sie je nach Wohnort ganz unterschiedliche Auswirkungen hätte.

In der Sendung Aktuelle Stunde sagt der WDR, dass das NRW-Gesundheitsministerium eine Regionalverordnung veröffentlichen wolle, in der neue Regeln für Hotspots stehen - darunter auch die Einschränkung des Bewegungsradius.

Update vom 11. Januar, 15.04 Uhr: Die hoch ansteckende Coronavirus-Mutation aus Südafrika wurde erstmals im Ruhrgebiet nachgewiesen. Die Stadt Bottrop teilte auf ihrer Internetseite mit, dass sich ein Mann bei einer Dienstreise in Südafrika vor Weihnachten mit der neuartigen Virusvariante angesteckt hat. Ein erster PCR-Test am Flughafen Frankfurt sei negativ gewesen. Als der Bottroper kurz darauf die typischen Krankheitssymptome zeigte, wurde ein zweiter Test durchgeführt, der ein positives Ergebnis zeigte.

Der Infizierte befand sich seit seiner Rückkehr in häuslicher Quarantäne, steckte aber seine Familienmitglieder an. Das Gesundheitsamt der Stadt Bottrop schickte die PCR-Abstriche der Familie zur Charité nach Berlin. Dort bestätigte sich der Verdacht, dass es sich um die neue Coronavirus-Mutation handelt. Der Mann ist laut Stadt Bottrop wieder genesen. Auch der Familie gehe es gut.

Corona in NRW: Anti-Lockdown-Kampagne „Wir machen auf“

Update vom 11. Januar, 14 Uhr: Einer der Initiatoren der bundesweiten Kampagne #Wirmachenauf hat seinen Laden am Montag geschlossen gelassen. „Er hat nicht aufgemacht, ein Eingreifen war nicht notwendig“, sagte ein Sprecher der Stadt Krefeld, die mit ihrem Ordnungsdienst am Ort war. Die Corona-Schutzverordnung sei nicht verletzt worden. Der Kosmetiker hatte via Telegram-Kanal Ladeninhaber bundesweit aufgerufen, ihm zu folgen und ihre Läden zu öffnen. Die Stadt Krefeld hatte gewarnt: Verbotswidrige Geschäftsöffnungen würden mit 2500 Euro Bußgeld geahndet.

Der Krefelder Kosmetiker hatte seinen Aufruf damit begründet, dass er keine andere Wahl habe als zu öffnen, weil er andernfalls zum Monatsende insolvent sei. Die staatlichen Hilfen seien nicht ausreichend.
Verbände von Handel und Gastronomie hatten sich von der Aktion distanziert: Sie sei rechtswidrig. Auf Social-Media-Kanälen wie Twitter hatte sich eine Gegenbewegung gebildet: Unter dem Hashtag #WirmachenEuchDicht riefen Befürworter der Maßnahmen auf, bei illegalen Geschäftsöffnungen sofort Strafanzeige zu erstatten.

Corona in NRW: Sieben Regionen über Inzidenz von 200

Update vom 11. Januar, 8.46 Uhr: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegen weiterhin sieben Regionen über der Schwelle von 200 Corona-Neuninfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Den höchsten Inzidenz-Wert unter den 53 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW weist der Kreis Höxter mit 261 (Stand Montag) auf. Dahinter liegen der Oberbergische Kreis mit 244,8, der Kreis Recklinghausen (228,5), die Städte Gelsenkirchen (227,2) und Bottrop (225,4), sowie der Kreis Minden-Lübbecke (223,9) und die Stadt Bielefeld (211,6).

Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 1.796. Die Gesamtzahl der in NRW registrierten Corona-Fälle erhöhte sich damit auf 429.506. Zudem stieg die Zahl der Todesfälle an oder mit Corona um 36 auf 7.978. Die Kreise und kreisfreien Städte, in denen die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner über der Marke 200 liegt, können im Einvernehmen mit dem NRW-Gesundheitsministerium zusätzliche Schutzmaßnahmen anordnen. Im Landesdurchschnitt lag die Sieben-Tage-Inzidenz unverändert bei 150. Den niedrigsten Wert wies der Kreis Coesfeld mit 73,9 aus.

Corona in NRW: Verschärfte Regeln ab Montag in Kraft

Update vom 10. Januar, 19.57 Uhr: Der verschärfte Lockdown beginnt in NRW am Montag. Er bringt vor allem drastische Einschränkungen für Familien mit: Schulen gehen komplett in den Distanzunterricht und Kitas betreuen nur noch in reduziertem Umfang. Außerdem gelten bei den Kontaktbeschränkungen noch strengere Regeln. Menschen aus einem Haushalt dürfen sich im öffentlichen Raum grundsätzlich nur noch mit einer weiteren Person treffen. Anders als von Bund und Ländern ursprünglich vereinbart, werden zu betreuende Kinder dabei aber nicht mitgerechnet.

In NRW sind am Montag, 11. Januar, die verschärften Corona-Regeln in Kraft getreten.

Auch beim Vorgehen in extremen Corona-Hotspots weicht NRW von den Beschlüssen ab. Die eigentlich vorgesehene Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer ist in der neuen Corona-Schutzverordnung nicht enthalten. Das Land werde am Montag darüber entscheiden, sagte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums am Sonntag.

Update vom 10. Januar: Die Zoos in NRW haben durch die Corona-Schließungen und Besucherbegrenzungen im vergangenen Jahr Millionen an Einnahmen eingebüßt und leben derzeit von ihren Rücklagen. Angesichts des bis mindestens Ende Januar verlängerten Lockdowns sehen sie schwierige Zeiten anbrechen. „Die Kosten laufen weiter - allein 50.000 Euro pro Monat für Futter“, sagte etwa der Sprecher des Duisburger Zoos, Christian Schreiner. „Irgendwann ist bei jedem Zoo der Ofen aus. Eintrittsgelder sind eine Haupteinnahmequelle“, sagt der Direktor des Naturzoos Rheine, Achim Johann. Der bundesweite Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) drängt angesichts der kritischen Situation auf staatliche Hilfe.

Corona in NRW: Fünf Regionen mit Inzidenz höher als 200

Update vom 9. Januar, 10.12 Uhr: Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) liegen in Nordrhein-Westfalen mittlerweile fünf Regionen über der Schwelle von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen - sie gelten als Corona-Hotspots. Den höchsten Wert unter den 53 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW wies am Samstag mit 250,7 die Stadt Gelsenkirchen auf, wie aus den RKI-Zahlen hervorgeht. Dahinter lagen der Oberbergische Kreis mit 242,6, der Kreis Höxter (240,3) sowie die Stadt Bielefeld (204,1) und der Kreis Recklinghausen (203,7).

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag am Samstag bei 4302. Zudem übermittelten die Gesundheitsämter dem RKI 160 weitere Todesfälle.

Corona in NRW: Neue Corona-Schutzverordnung überrascht - Streit über Ausgangssperre am OVG

Update vom 8. Januar, 22.37 Uhr: Im Kreis Höxter gelten von diesem Montag an enge Beschränkungen für soziale Kontakte auch in den Privatwohnungen der Menschen. In dem ostwestfälischen Kreis ist der Corona-Lockdown damit noch strenger als vom Land NRW vorgegeben. „Das Gebot der Stunde lautet: Die persönlichen Kontakte müssen auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Das muss im öffentlichen Raum ebenso gelten wie in den eigenen vier Wänden“, teilte Landrat Michael Stickeln (CDU) am Freitag mit. Das Gesundheitsministerium habe den Sonderweg des Kreises genehmigt.

Die landesweit gültige nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung begrenzt soziale Kontakte lediglich im öffentlichen Raum: Etwa auf Plätzen, Straßen oder Spielplätzen sind Treffen von diesem Montag an nur zwischen den Angehörigen eines Haushaltes und einer weiteren Person zulässig. Zwischen Bund und Ländern war eigentlich vereinbart, dass diese Beschränkungen auch im privaten Bereich gelten sollen.

Corona in NRW: Kreis Höxter übt Kritik an Coronaschutzverordnung des Landes

Update vom 8. Januar, 17.46 Uhr: Der Leiter des Krisenstabes im Kreis Höxter übt Kritik an der ab Montag geltenden Coronaschutzverordnung des Landes NRW. „Wir hätten uns vom Land einheitliche Vorgaben erhofft“, sagt Matthias Kämpfer laut Mitteilung von Freitag. Damit spielt er wie auch der zuständige Landrat Michael Stickeln auf fehlende Regelungen für den privaten Bereich an. „Wir sehen im Kreis Höxter sehr deutlich, dass sich viele Infektionen durch private Kontakte verbreiten. Deshalb bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger nochmals eindringlich: Verzichten sie schon jetzt komplett auf Besuche bei Freunden oder Verwandten, auch wenn es ihnen schwerfällt“, sagte Stickeln.

Die persönlichen Kontakte müssten im öffentlichen Raum ebenso reduziert werden wie in den eigenen vier Wänden. Die ab Montag gültige Coronaschutzverordnung sieht das nicht vor. Im Kreis Höxter liegt der Wert der Neuinfektionen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner derzeit bei über 200. Der Kreis will deshalb auch private Treffen in der Wohnung per Allgemeinverfügung ab Montag (11. Januar) einschränken. Das Land muss dem Plan aber noch zustimmen.

Corona in NRW: Opposition wirft Laschet Wortbruch bei Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse vor

Update vom 8. Januar, 14.07 Uhr: Gibt es bald eine Sondersitzung wegen der neuen Corona-Schutzverordnung? Die SPD-Opposition hat jedenfalls für die kommende Woche eine Sondersitzung des NRW-Landtags beantragt. Grund sei ein vermeintlicher Wortbruch bei der Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse in der Coronaschutzverordnung für NRW. Ministerpräsident Laschet habe versprochen, diese Verschärfungen im Januar-Lockdown „eins zu eins“ umzusetzen, so SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty. Die nun veröffentlichte Verordnung mitsamt neuer Corona-Regeln weiche jedoch davon ab.

Update vom 8. Januar, 12.15 Uhr: Ein Streit um die nächtliche Ausgangssperre im Kreis Lippe hat inzwischen das NRW-Oberverwaltungsgericht (OVG) erreicht. Aufgrund der hohen Corona-Zahlen hatte der Kreis im Dezember eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 6 Uhr angeordnet. In einzelnen Gemeinden wurden zusätzlich verschärfte Kontaktbeschränkungen auch für den privaten Bereich angeordnet. Ein Bürger aus Detmold hatte sich erfolglos gegen die Allgemeinverfügung des Kreises an das Verwaltungsgericht Minden gewandt und ist nun vor das OVG in Münster gezogen.

Update vom 8. Januar, 11.16 Uhr: Das Land NRW will jeden Lehrer im Präsenzunterricht mit zwei FFP2-Masken pro Tag ausstatten. Es würden entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt, um das bis zu den Osterferien zu gewährleisten, so das Bildungsministerium in einer Email an alle Schulen. In dem Schreiben wurde am Donnerstag auch klargestellt, dass die angekündigten Gratis-Corona-Tests für Lehrer bis Ende Januar nur in Anspruch genommen werden können, wenn die Personen „in dieser Zeit tatsächlich einen Präsenzdienst in den Schulen leisten.“

Corona in NRW: Neue Corona-Schutzverordnung überrascht - drei Hotspots in Nordrhein-Westfalen

Update vom 8. Januar, 9.23 Uhr: Die Gesundheitsämter Nordrhein-Westfalens haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 5150 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden kamen 199 neue Todesfälle hinzu, wie das RKI am Freitagmorgen meldete.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner lag am Freitag im Landesdurchschnitt bei 127,7. Die 7-Tage-Inzidenz ist demnach am höchsten in Gelsenkirchen (220,7), im Kreis Höxter (209,6) und im Oberbergischen Kreis (207,3). Diese Orte gelten als Corona-Hotspots. Am niedrigsten ist diese Kennziffer im Kreis Coesfeld mit 54,6 Fällen.

Corona in NRW: Neue Corona-Schutzverordnung ab Montag überrascht bei 15-Kilometer-Regel

Update vom 8. Januar, 8.31 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen hat in der Nacht auf Freitag die ab Montag (11. Januar) gültige neue Coronaschutzverordnung für NRW veröffentlicht mit den neuen Corona-Regeln. Bund und Länder hatten sich wegen der anhaltend hohen Corona-Neuinfektionen auf strengere Regeln zur Bekämpfung der Pandemie geeinigt.

Demnach dürfen sich Menschen aus einem Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen. Ausgenommen sind zu betreuende Kinder. Arbeitgeber werden dazu aufgerufen, Möglichkeiten zum Homeoffice weiter auszubauen. Außerdem bleiben Betriebskantinen und Mensen überwiegend geschlossen. Ebenfalls ab Montag gilt eine neue Corona-Betreuungsverordnung. Beide Verordnungen sind befristet bis zum 31. Januar. 

Eine Überraschung hab es beim Bewegungsradius: Die 15-Kilometer-Regel für Einwohner in Corona-Hotspots mit einer Inzidenz von über 200, wie sie Bund und Länder beschlossen hatten, ist nicht in der neuen Verordnung zu finden. Nach Angaben eines Sprechers des NRW-Gesundheitsministeriums müssen die betroffenen Kreise dies in eigenen Verfügungen regeln. 

Corona in NRW: Kreis Minden-Lübbecke setzt Ausgangssperre aus

Update vom 7. Januar, 17.43 Uhr: Der Kreis Minden-Lübbecke hat die nächtliche Ausgangssperre ab Freitag bis auf Weiteres ausgesetzt. In einigen anderen Gebieten in Nordrhein-Westfalen gelten Regelungen zur Ausgangsbeschränkung allerdings zumindest bis Sonntag weiter.

„Da der Inzidenzwert des Kreises Minden-Lübbecke nachhaltig, das heißt in den letzten sieben aufeinanderfolgenden Tagen, unter den Wert von 200 gefallen ist, wird die Ausgangsbeschränkung bis auf Weiteres ausgesetzt“, erklärte eine Sprecherin des Kreises. Diese Änderung trete an diesem Freitag in Kraft. In Oberhausen gilt bis einschließlich Sonntag weiterhin eine Ausgangsbeschränkung von 21 Uhr bis 5 Uhr, sagte ein Sprecher. Das sei am Donnerstag mit dem NRW-Gesundheitsministerium abgestimmt worden. Die Stadt warte die neue Coronaschutzverordnung des Landes NRW ab.

Corona in NRW: Altenheime laut Gesundheitsminister Laumann fast durchgeimpft

Update vom 7. Januar, 14.56 Uhr: Bis zum Samstag werden nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) rund 140.000 Menschen in Altenheimen in NRW gegen das Coronavirus geimpft sein. In den kommenden acht Wochen würden wöchentlich 85.000 Menschen im Land geimpft, sagte Laumann am Donnerstag in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses des Landtags. Die Dosen pro Ampulle könnten zudem von fünf auf sechs erhöht werden. In den Altenheimen in NRW leben rund 175.000 Menschen. Ab dem 18. Januar bietet das Land Corona-Schutzimpfungen auch für rund 90.000 Beschäftigte in Krankenhäusern an.

Corona in NRW: Ministerin informiert über Unterricht im Lockdown - Debatte um Kita-Gebühren

Update vom 7. Januar, 14.33 Uhr: Der Corona-Lockdown macht auch vor Schulen und Kitas nicht halt. In Kindergärten und Kindertagesstätten ist der den Betreuungsumfang durch die Beschlüsse des NRW-Kabinetts deutlich reduziert. Das heizt auch die Debatte um eine Erstattung der Kita-Gebühren an.

Update vom 7. Januar, 13.36 Uhr: Nach dem Bund-Länder-Gipfel am Dienstag zum verlängerten Corona-Lockdown wird eine neue Regel besonders kontrovers diskutiert: die Einschränkung des Bewegungsradius in Hotspots auf 15 Kilometer rund um den Wohnort. Wie soll diese Maßnahme in NRW umgesetzt werden? Dazu hat sich Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) geäußert

Update vom 7. Januar, 13 Uhr: Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, hat in einem Interview jetzt aber Hoffnung für etwas normaleren Unterricht an den Schulen in NRW gemacht. Der Präsenzunterricht könnte eher kommen, als die Landesregierung erst am Mitwoch verkündet hat.

Corona in NRW: Erster Hotspot gemeldet - 15-Kilometer-Regel gilt ab Montag

Update vom 7. Januar, 12.32 Uhr: Die 15-Kilometer-Regel für Einwohner in extremen Corona-Hotspots gilt voraussichtlich ab Montag. Bund und Länder hatten sich am Dienstag auf eine Einschränkung des Bewegungsradius in Hotspots aber einem Inzidenzwert von 200 geeinigt. Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz werden in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes umgesetzt, wie ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Donnerstag auf Anfrage sagte. Die aktuelle Verordnung trete mit Ablauf des Sonntags außer Kraft. Sie ist noch nicht veröffentlicht worden.

Update vom 7. Januar, 11.18 Uhr: Der Kreis Höxter hat am Donnerstag die Inzidenz-Marke 200 überschritten. Laut RKI hat der Landkreis mit 201,8 Fällen die höchste 7-Tage-Inzidenz in NRW. Am niedrigsten ist diese Kennziffer im Kreis Coesfeld mit 68,5 Fällen. Für ganz Nordrhein-Westfalen hat das RKI heute 6043 Corona-Neuinfektionen und 261 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Die 7-Tage-Inzident somit im Landesdurchschnitt bei 116,6.

Corona in NRW: Unternehmerverbände wollen Lockerungen

Update vom 6. Januar, 22.39 Uhr: Die Unternehmerverbände in NRW verlangen eine Entschärfung des Corona-Lockdowns spätestens zum Ende des Monats. „Die Politik muss ab sofort einen Plan erarbeiten, der deutliche Lockerungen spätestens ab Ende Januar ermöglicht“, forderte Arndt Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände in NRW am Mittwoch. Die aktuellen Beschlüsse würden die Wirtschaft hart beeinträchtigen.

Update vom 6. Januar, 16.45 Uhr: Eine mögliche weitere Verbreitung der aus Großbritannien bekannten Coronavirus-Mutation in NRW kann nach Angaben des Landes-Gesundheitsministeriums mangels ausreichender Erkenntnisse noch nicht beurteilt werden. Daher würden weitere Untersuchungen durchgeführt, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Beteiligt seien an den bundesweiten Analysen zur Verbreitung von SARS-CoV-2-Varianten Labore, das Virologische Institut an der Charité und ein Pilotprojekt des Robert Koch-Instiuts (RKI). Nach dem ersten Nachweis der mutierten Coronavirus-Variante B.1.1.7 bei einer Person im Kreis Viersen habe es in Nordrhein-Westfalen keine weiteren Nachweise gegeben.

Update vom 6. Januar, 15 Uhr: Wie geht es in den Schulen in NRW nach den Weihnachtsferien weiter? Im Lockdown wird der Präsenzunterricht in Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Januar 2021 ausgesetzt. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) verkündete heute den Corona-Plan für die Schulen in NRW. Und auch wie es in den Kitas in NRW weitergehen wird, ist jetzt klar.

Corona in NRW: So hoch ist die aktuelle Inzidenz - Kreis Gütersloh nah an Hotspot-Grenze

Update vom 6. Januar, 8.59 Uhr: Laut RKI haben die NRW-Gesundheitsämter 4511 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 236 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie dpa berichtet. Die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner lag am Mittwochmorgen im Landesdurchschnitt bei 115,3. Die 7-Tage-Inzidenz ist demnach am höchsten im Kreis Gütersloh mit 179,5 Fällen. Am niedrigsten ist diese Infektionskennziffer im Hochsauerlandkreis mit 62,7 Fällen.

Nach den jüngsten RKI-Daten liegt somit zwar kein Kreis und keine kreisfreie Stadt in Nordrhein-Westfalen über der Marke von 200 bei der 7-Tage-Inzidenz. Bei einer höheren Inzidenz würde die betroffene Region als Hotspot gelten und die neuen verschärften Corona-Regeln würden greifen. Eine Interpretation der Daten bleibt aber schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußert sich zum Impfen

Update vom 5. Januar, 20.59 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat das gemeinsame Vorgehen der 27 EU-Länder beim Einkauf des Corona-Impfstoffes gerechtfertigt. „Wir halten den europäischen Weg für richtig“, sagte Laschet, der sich auch um den CDU-Bundesvorsitz bewirbt, am Dienstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen zur weiteren Strategie im Kampf gegen das Coronavirus. „Ein Impfwettbewerb“ zwischen einzelnen EU-Mitgliedstaaten mit gegenseitigen Überbietungswettbewerben auf den Märkten hätte für Deutschland und andere Staaten negative Konsequenzen bedeutet.“

Das US-Unternehmen Pfizer, das zusammen mit dem deutschen Unternehmen Biontech den jetzt als ersten in der EU zugelassenen Impfstoff entwickelt habe, habe in Brüssel einen Haftungsausschluss verlangt, kritisierte Laschet. „Dieser starken Marktmacht kann Europa nur gemeinsam entgegentreten.“ Deshalb sei es wichtig gewesen, dass die EU-Kommission für 450 Millionen Einwohner verhandelt habe. Dieser Weg sei auch am Dienstag von den Ministerpräsidenten bestätigt worden. „Es war richtig, für 27 EU-Länder Impfstoff zu sichern.“

Genauso richtig sei es gewesen, nicht auf Notzulassungen von Impfstoffen zu setzen, um schneller mit den Impfungen beginnen zu können. In dem Fall wären die Testverfahren noch nicht abgeschlossen gewesen, sagte Laschet. Die gründliche Prüfung habe im Vordergrund gestanden. Nur so sei Vertrauen bei den Menschen zu erreichen.
Natürlich werde man potenzielle Fehler im Vergabeverfahren untersuchen müssen, sagte Laschet. Es gebe berechtigte Fragen, etwa ob es die richtigen Mengen gab, die aufgeklärt werden müssten. „Aber der Weg war dennoch richtig.“

Corona in NRW: Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum

Update vom 5. Januar, 20.09 Uhr: Die drastischen Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gelten in NRW im öffentlichen Raum und auch in den eigenen vier Wänden. Das machte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen deutlich. Künftig sind laut Bund-Länder-Beschluss private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.

Wie aber auch schon zu Weihnachten, werde im privaten Bereich nicht kontrolliert, sagte Laschet. „Wir haben Weihnachten die sehr gute Erfahrung gemacht, dass die Menschen sich daran gehalten haben, ohne dass die Polizei unter dem Weihnachtsbaum nachgezählt hat, wie viele Mitglieder da saßen.“

Die neue Kontaktregel bedeutet, dass etwa eine dreiköpfige Familie nicht gemeinsam die Großeltern besuchen darf. Und pflegebedürftige Eltern dürften nur von einem nicht zum Hausstand gehörenden Angehörigen besucht werden, sagte Laschet. Für private Zusammenkünfte gelte „ein Hausstand und eine weitere Person“.

Armin Laschet kündigte für Mittwoch eine Sondersitzung des NRW-Kabinetts an, in der es um den weiteren Weg der Schulen und Kitas in der Corona-Situation gehen soll.

Corona in NRW: Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten verlängern Lockdown

Update vom 5. Januar, 15.08 Uhr: Seit etwa 14.15 Uhr beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs um NRW-Ministerpräsident Armin Laschet über eine Verlängerung wie auch Verschärfung des Lockdowns. Zuletzt hatte sich zwar bereits angedeutet, dass das öffentliche Leben wegen hoher Corona-Infektionszahlen noch nicht wieder hochgefahren und der Lockdown wohl um drei Wochen bis Ende Januar verlängert wird.

Kontrovers wurde indes die Frage diskutiert, ob es in Kreisen mit einer hohen Neuansteckungsrate Einschränkungen des erlaubten Bewegungsradius um den Wohnort geben soll. Zwei Bundesländer hätten sich wohl dagegen ausgesprochen - darunter Nordrhein-Westfalen und Länderchef Armin Laschet.

Über die Maßnahmen, die die NRW-Landesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nach den Beratungen mit Merkel ergreifen wird, wird Armin Laschet im Anschluss der Bund-Länder-Konferenz live in einer Pressekonferenz informieren.

Corona in NRW: RKI meldet sehr hohe Zahl an Todesfällen

Update vom 5. Januar, 7.49 Uhr: Eine traurige Zahl übermittelte das Robert-Koch-Institut (RKI) für NRW am Dienstag: 190 Todesfällen nach einer Corona-Infektion sind in den vergangenen 24 Stunden registriert worden. Damit stieg die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Coronavirus gestorben sind, im bevölkerungsreichsten Bundesland auf über 7000. Insgesamt wurden den Gesundheitsämtern im Vergleich zum Vortag 1969 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche bei 117 - ein leichter Rückgang zum Vortag (120). Auch heute gilt: Inwieweit die Zahlen den tatsächlichen Infektionsstand wiedergeben, ist derzeit noch offen. Das RKI verwies erneut darauf, dass um Weihnachten und den Jahreswechsel weniger getestet wurde und die Gesundheitsämter weniger Meldungen an das RKI übermittelten.

Corona in NRW: Heute Treffen der Länder-Chefs mit Angela Merkel - Entscheidung über Lockdown

Update vom 5. Januar, 07.19 Uhr: Heute steht das nächste Bund-Länder-Treffen an. Kanzlerin Angela Merkel, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und die anderen Länder-Chefs beraten über die Corona-Lage und das weitere Vorgehen. Vor der Konferenz ist klar: Der Lockdown wird verlängert.

Update vom 4. Januar, 13.29 Uhr: Ab 18. Januar sollen sich alle Krankenhaus-Mitarbeiter in NRW, die Kontakt mit Covid-19-Patienten haben, gegen Corona impfen lassen können. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Montag an. Ein weiteres Impfangebot werde es ab Februar für über 80-Jährige geben, die nicht in einem Pflege- oder Altenheim leben. Die Personen werden in den kommenden Tagen angeschrieben, sagte Laumann.

Corona in NRW: 600.000 Impfungen bis Mitte Februar

Bis zum Ende dieser Woche sollen alle vorhandenen Dosen in NRW verimpft werden. Damit hätten 140.000 Menschen einen Schutz gegen das Coronavirus erhalten. Bis Mitte Februar soll die Zahl auf 600.000 steigen. Priorität haben in diesen Tagen aber erst Bewohner in Alten- und Pflegeheimen.

Update vom 4. Januar, 12.41 Uhr: Der Oppositionsführer im NRW-Landtag, Thomas Kutschaty (SPD), geht davon aus, dass die coronabedingten Einschränkungen mindestens bis Monatsende verlängert werden müssen. „Alles Andere wäre eine Überraschung“, sagte er am Montag in Düsseldorf. Tatsächlich sind sich Bund und Länder vor dem Treffen am Dienstag über die Verlängerung des Lockdowns weitgehend einig. Kutschaty erwarte vom Treffen aber auch Signale für eine langfristige Perspektive.

Update vom 4. Januar, 9.24 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt in NRW weiter auf hohem Niveau. Insgesamt seien den Gesundheitsämtern in den vergangenen 24 Stunden 1925 Neuinfektionen gemeldet worden, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag mit. Außerdem wurden 69 neue Todesfälle bekannt. Die Zahl der binnen 7 Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 120. Am Vortag lag der Wert noch bei 123. Die Spanne in NRW reichte von 200 in Herne bis 63 im Hochsauerlandkreis.

Eine Interpretation der Daten ist allerdings schwierig, weil während der Feiertage und um den Jahreswechsel herum wahrscheinlich weniger Menschen getestet werden und möglicherweise nicht alle Ämter ihre Daten übermitteln. Dadurch kann es laut RKI in den Folgetagen zu Nachmeldungen kommen.

Corona in NRW: Polizei warnt vor Betrugsmasche mit der Corona-Impfung

Update vom 4. Januar, 9.15 Uhr: Die Polizei Hagen warnt im Zusammenhang mit dem Coronavirus vor einer neuen Betrugsmasche. Im Hinblick auf die Corona-Impfungen versuchen Kriminelle die Angst und Unsicherheit der Bevölkerung auszunutzen und begehen Straftaten. „Ein kurzer Anruf und eine freundliche Stimme am Telefon bietet beispielsweise die Corona-Schutzimpfung eines bekannten Herstellers zum Kauf an“, teilt die Polizei mit.

Die Täter würden bei den Gesprächen gezielt psychologische Mittel einsetzen, um sich skrupellos zu bereichern. „Sie versprechen ihren Opfern unter anderem früher geimpft zu werden, wenn ein Geldbetrag fließt“, so die Polizei weiter. Bei Anrufen aus einer angeblichen Arztpraxis wird den Opfern erklärt, dass ein Arzt bei ihnen vorbeikommt, um die Corona-Impfung durchzuführen. Die Polizei Hagen warnt ausdrücklich vor solchen Betrugsmaschen.

Corona in NRW: Niedrige Infektionszahlen - Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern aufgelöst

Update vom 3. Januar, 9.22 Uhr: In einer Freikirche im ostwestfälischen Herford hat die Polizei mitten in der Corona-Pandemie einen Gottesdienst mit mehr als 100 Teilnehmern aufgelöst. Bei der Messe am Samstagabend trugen die Gläubigen keine Mund-Nasen-Bedeckung und sangen, wie ein Sprecher am Sonntagmorgen mitteilte. Die Gäste und den Veranstalter erwarteten nun Anzeigen wegen Verstoßes gegen die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie, hieß es.  

Update vom 2. Januar, 17.21 Uhr: Trotz eindringlicher Bitten von der Polizei haben Schnee-Touristen auch am Samstag wieder das Sauerland gestürmt. Vor allem Winterberg hat es mal erneut stark getroffen. Nach Angaben der Stadt wurden Anzeigen wegen zahlreicher Verstöße gegen die Coronaschutzmaßnahmen geschrieben.

Update vom 1. Januar, 9.46 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat an Neujahr 3696 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 80 neue Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Freitagmorgen bekannt machte. Damit stieg die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, in Nordrhein-Westfalen auf 6631, so berichtet dpa.

Damit sinkt die Inzidenz in NRW von 126,8 an Silvester auf 126 an Neujahr. Die Spanne in NRW reicht von 72,4 im Hochsauerlandkreis bis 204,1 im Landkreis Viersen. Aber Achtung: Während der Feiertage werden durchschnittlich weniger Menschen getestet und auch nicht alle Ämter übermitteln ihre Daten. Deswegen sind in den nächsten Tagen Nachmeldungen zu erwarten.

Corona in NRW: Versammlungsverbot gekippt

Update vom 1. Januar, 9.16 Uhr: Noch an Silvesterabend hat das OVG in Münster das Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr gekippt. Damit - so stellt die Polizei im MK klar - waren jedoch keine Partys oder Ansammlungen von Menschen zum Feiern gemeint, sondern nur bei der Polizei angemeldete Versammlungen.

In den sozialen Medien habe es Verwirrung über das gekippte Verbot gegeben, so die Polizei. Ordnungsamt und Polizei kontrollierten deswegen weiterhin streng.

Update vom 31. Dezember, 14.56 Uhr: In NRW sind bis zum Jahreswechsel nach Angaben des Gesundheitsministeriums 55.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Zehntausende weitere Impfdosen seien noch auf Lager, sagte ein Sprecher am Donnerstag. In den ersten Januar-Tagen würden damit weitere Bewohner und Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen geimpft.

NRW habe bis zum Jahreswechsel wie erwartet rund 270.000 Impfdosen geliefert bekommen, sagte der Ministeriumssprecher. Weil jeder Mensch zweimal gegen das Coronavirus geimpft werden muss, werde etwa die Hälfte der Impfdosen zurückgehalten. Mit den restlichen Dosen könne die großangelegte Impf-Aktion in den ersten Januar-Tagen weitergehen.

Die nächste Lieferung mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Biontech erwartet das Land am 8. Januar. Um diesen Termin hatte es zuvor bundesweit Debatten gegeben. Mehrere Bundesländer hatten vor einer kurzfristig drohenden Lieferlücke in der ersten Kalenderwoche 2021 gewarnt. Daraufhin hatte das Bundesgesundheitsministerium mit Biontech vereinbart, dass die nächste Charge an die Länder am 8. Januar ausgeliefert werden soll.

Corona in NRW: Betrüger wollen „Corona-Impfstoffpaket“ verkaufen - LKA warnt

Update vom 31. Dezember, 8.35 Uhr: Betrüger nutzen den Beginn der Impfungen gegen das Coronavirus: Das Landeskriminalamt (LKA) warnt vor Kriminellen, die die Situation für ihre Zwecke ausnutzen könnten. „Solche Täter stellen sich schnell auf neue Gegebenheiten ein - das können jetzt zum Beispiel die Impfungen sein“, sagte ein LKA-Sprecher in Düsseldorf. Bisher seien der Polizei erst wenige Fälle in NRW bekannt. Bürger sollten wachsam sein und die Polizei alarmieren, wenn ihnen am Telefon, per E-Mail oder gar an der Haustür Impfstoff gegen Bezahlung angeboten werde. In Bonn hatten Telefonbetrüger nach Angaben der Polizei mehrmals bei Senioren angerufen und sich als Mitarbeiter einer Herstellerfirma ausgegeben, um ihnen ein „Corona-Impfstoffpaket“ zu verkaufen. In einem Fall ging eine angerufene Frau zum Schein darauf ein, informierte jedoch die Polizei. 

Update vom 31. Dezember, 8.16 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Nordrhein-Westfalen leicht gesunken. Laut RKI liegt der Wert nun bei 126,8. Zu Wochenbeginn hatte die Inzidenz 147,3 betragen. Allerdings ist die Aussagekraft der Daten nach wie vor gering, weil über die Feiertage weniger getestet wurde. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen gibt das RKI am Donnerstag mit 5748 an, außerdem 101 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion.

Update vom 30. Dezember, 18 Uhr: Das Verwaltungsgericht Minden hat einen Eilantrag gegen die nächtliche Ausgangsbeschränkung im Kreis Gütersloh abgelehnt. Das Gericht sei der Argumentation des Antragsstellers nicht gefolgt, teilte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mit. Im Kreis Gütersloh gilt seit Montag wegen hoher Corona-Infektionszahlen, dass von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens das Haus nur aus triftigen Gründen verlassen werden darf. Dagegen hatte sich der Antragsteller aus Rietberg gewandt: Zur Eindämmung der Infektionen seien die allgemeinen Kontaktbeschränkungen ausreichend.

Corona in NRW: Laschet rechnet mit Lockdown-Verlängerung

Update vom 30. Dezember, 16.01 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) rechnet auch über den 10. Januar hinaus mit einer Verlängerung des Lockdowns. „Die Erwartung, dass nächste Woche alles zu Ende ist mit dem Lockdown, die muss man - glaube ich - den Menschen nehmen. Wir werden noch eine längere Zeit durchhalten müssen“, sagte Laschet am Mittwoch. Seine Erwartung, dass der Corona-Lockdown sich weiter ziehen wird, stütze sich auch auf die Todeszahlen, die „einen absoluten Höhepunkt“ erreicht haben.

Update vom 29. Dezember, 22.39 Uhr: Der Corona-Lockdown endet vorerst am 10. Januar 2021. Kommen dann Lockerungen? NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sieht kein schnelles Ende des Lockdowns. „Wir müssen ehrlich und realistisch bleiben. Diese Hoffnung kann niemand seriös wecken“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es sei aktuell nicht zu erkennen, dass die Infektionszahlen auf ein deutlich niedrigeres Niveau gesunken seien. „Wir wissen auch noch nicht, wie sich die Weihnachtsbegegnungen der Familien ausgewirkt haben. Das wird man erst in ein paar Tagen sehen“, sagte Laschet. Auch aus Berlin und anderen Bundesländern kamen bereits Prognosen zum Lockdown-Ende im Januar.

Corona in NRW: Britische Mutation erstmals nachgewiesen

Update vom 29. Dezember, 17.44 Uhr: Die Coronavirus-Mutation aus Großbritannien ist jetzt erstmals in NRW nachgewiesen worden. „Das Landeszentrum Gesundheit ist gestern Nachmittag vom RKI telefonisch darüber informiert worden, dass die aus Großbritannien bekannte Mutation des Coronavirus bei einer Person aus dem Kreis Viersen und damit erstmals auch in NRW nachgewiesen worden ist“, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage mit. Das örtliche Gesundheitsamt gehe dem Fall mit der neuen Zusatzinformation nun weiter nach. Zuvor hatte die Rheinische Post berichtet.

Wie der Kreis Viersen mitteilte, handelte es sich bei dem Infizierten um einen 58-Jährigen, der Anfang Dezember erkrankt und inzwischen bereits wieder genesen sei. Der Mann habe sich nicht in Großbritannien, sondern bei einem Kollegen aus Tschechien angesteckt.

Update vom 29. Dezember, 16.29 Uhr: Silvester wird in diesem Jahr ruhig. Sehr ruhig. Kein Feuerwerk, keine Partys. Wenige Tage vor der Feier ins neue Jahr hat die Landesregierung noch einmal an die Bürger in NRW appelliert, die Regeln zu Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit auch im privaten Bereich einzuhalten. Zwar werde es wie auch an Weihnachten keine beliebigen Kontrollen zu Hause geben. „Wenn man aber meint, er oder sie müssten mit großer Party über die Stränge schlagen, dann werden wir eingreifen“, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU).

Corona in NRW: Wieder Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten

Update vom 29. Dezember, 15.55 Uhr: Das Land NRW hat für Einreisende aus ausländischen Risikogebieten wieder eine Testpflicht beschlossen. Sie gilt für alle, die aus einem Risikogebiet auf dem Land-, See- oder Luftweg nach NRW einreisen. Sie müssen höchstens 24 Stunden vor ihrer Einreise oder unmittelbar danach einen Schnell- oder PCR-Test auf das Coronavirus machen(Einreisetestung). Die Testkosten müssen dabei selbst getragen werden.

„An den Flughäfen müssen für Passagiere von Tourismus- und Linienflügen spätestens ab dem 1. Januar 2021 Testangebote vorgehalten werden“, informiert die Landesregierung. Der Flughafen Dortmund hat bereits reagiert: Am 1.1.2021 wird dort ein Testzentrum in Betrieb gehen. Neben Passagieren sollen sich auch Bürger aus der Region auf das Coronavirus testen lassen können.

Corona in NRW: Viele Selbstständige beantragten Hartz IV

Update vom 29. Dezember, 12.20 Uhr: In und zum Teil wegen der Corona-Krise haben bislang 13.500 Solo-Selbstständige und Künstler in NRW Hartz IV beantragt. Das berichtete die NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. „Eine Überbrückung mit der Grundsicherung kann ein guter Weg sein, um in der Zeit danach wieder durchzustarten“, sagte der Chef der Regionaldirektion, Torsten Withake, gegenüber der Rheinischen Post. Betroffene sollten deshalb keine Scheu haben, Hartz IV zu beantragen. Wegen der Corona-Krise biete die Bundesagentur für Arbeit (BA) zudem nun auch eine Online-Arbeitslosmeldung an.

Update vom 28. Dezember, 17.03 Uhr: Die Auftragsvergabe zur Fertigung von Corona-Masken für die Polizei in NRW an die Modefirma van Laack wird rückabgewickelt und im gleichen Zuge neu ausgeschrieben. Es gehe um einen Auftrag von 1,25 Millionen Masken zum Preis von 1,9 Millionen Euro, erklärte ein Sprecher der NRW-Landesregierung. Nach der EU-weiten Neuausschreibung könne es demnach noch bis März 2021 dauern, bis die Vergabe abgeschlossen sei. Knappe Vorräte befürchte man allerdings nicht

Das Unternehmen van Laack hatte zu Beginn der Corona-Pandemie mehrere Aufträge für Schutzausrüstung erhalten. Vor allem die Bestellung von zehn Millionen Schutzkitteln sorgte für Debatten, weil bekannt wurde, dass Johannes „Joe“ Laschet, der Sohn von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), den Kontakt zu der Firma hergestellt hatte*. Neben den Kitteln hatte die Textilfirma auch zwei Aufträge der NRW-Polizei über je 1,25 Millionen sogenannter Alltagsmasken bekommen, von denen einer nun rückabgewickelt wird.

Update vom 28. Dezember, 11.50 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Der Impfstoff sei die einzige Möglichkeit, „dieses verdammte Virus“ so im Zaum zu halten, „dass wir vielleicht so im Herbst nächsten Jahres wieder leben können, wie wir gelebt haben“, sagte Laumann auf WDR 2. Nach dem Start der Impfaktion am Sonntag sollten fast 132.000 weitere Impfdosen nach dpa-Informationen am Montagmorgen im geheimen Zentrallager eintreffen. Insgesamt erwartet NRW bis Jahresende mehr als 270 000 Impfdosen. Die Hälfte des Impfstoffs kann nach Angaben Laumanns sofort gespritzt werden, die andere Hälfte muss für die zweite Impfung nach etwa vier Wochen zurückgelegt werden.

Update vom 28. Dezember, 10.15 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Montag in NRW bei 147,3 - und damit immer noch so hoch wie vor einem Monate. Den Bundesdurchschnitt gibt das Robert-Koch-Institut mit 157,8 an. In den letzten 24 Stunden haben nach offiziellen Angaben 2.382 Menschen den Nachweis einer Corona-Infektion erhalten. 102 Todesfälle wurden neu erfasst. Damit liegt der Wert der an oder mit dem Virus verstorbenen Menschen in Nordrhein-Westfalen bei 6066 - binnen eines Monats hat sich dieser Wert fast verdoppelt.

Corona in NRW: Ausgangssperre im Kreis Gütersloh verhängt

Update vom 28. Dezember, 8.10 Uhr: Der Kreis Gütersloh hat eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Zunächst bis zum 10. Januar darf zwischen 22 und 5 Uhr das Haus nur aus „triftigem Grund“ verlassen werden. Dazu zählen medizinische und berufliche Notwendigkeiten, aber auch die Versorgung von Tieren. Auch die Kontaktbeschränkungen im Privatbereich fasst der Landkreis strenger und erlässt eine FFP-2-Maskenpflicht in Seniorenheimen, Asylbewerber-, Obdachlosen- und Behinderteneinrichtungen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Kreis Gütersloh am Sonntagmorgen bei 222,8.

Update vom 27. Dezember, 11.30 Uhr: 2391 neue Infektionen in NRW sind dem Robert-Koch-Institut (RKI) heute gemeldet worden. Binnen 24 Stunden wurden zudem 76 neue Todesfälle registriert. Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern insgesamt rechnete. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Sonntag in NRW bei 150,6.

Corona in NRW: Siegenerin als erste Frau in NRW gegen Corona geimpft

Update vom 27. Dezember, 09.50 Uhr: In Siegen ist heute die erste Frau in NRW gegen das Coronavirus geimpft worden. Die 95-jährige Erika Löwer bekam im Marienheim die Impfung. Derweil kam es zu einer Ausnahmesituation in Hamm, wo entgegen der Erwartungen am Sonntag noch nicht geimpft wurde.

Update vom 27. Dezember, 08.55 Uhr: Heute starten in NRW die ersten Impfungen gegen das Coronavirus. Jeder Kreis und jede kreisfreie Stadt bekommt erst einmal 180 Dosen des Impfstoffs für Bewohner und Beschäftigte von Seniorenheimen. Insgesamt sind in NRW am Morgen 9750 Dosen unterwegs. Aus dem geheimen Zentrallager sollen sie bis 12.00 Uhr in den Einrichtungen angekommen sein.

Corona in NRW: Impfstoff geliefert, Start der Impfungen am Sonntag

Update vom 26. Dezember, 12 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat nach dem Eintreffen der ersten Lieferung des Corona-Impfstoffes von einem ganz besonderen Tag für Nordrhein-Westfalen gesprochen. Nur rund zehn Monate nach der Verbreitung des Coronavirus im Kreis Heinsberg sei ein Impfstoff entwickelt und in einer ersten Menge ausgeliefert worden, sagte Laschet. Der Impfstoff biete die Perspektive für ein Zurück ins normale Leben.

Update vom 26. Dezember, 9 Uhr: In Nordrhein-Westfalen ist am Samstag die allererste Lieferung des Corona-Impfstoffs der Firma Biontech eingetroffen. Das sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatskanzlei am frühen Morgen. Zunächst kamen 9750 Impfdosen ins bevölkerungsreichste Bundesland. Sie wurden aus einer Impfstoff-Fabrik in Belgien transportiert und in ein geheimes Zentrallager des Landes NRW gebracht. Der in kleine Fläschchen abgefüllte Impfstoff muss bei minus 70 Grad gelagert werden. In den nächsten Tagen bis zum Jahresende sollen weitere 273.000 Dosen kommen, ab Januar dann wöchentlich 141 375 Dosen. An diesem Sonntag werden vom Zentrallager aus je 180 Impfdosen in alle 53 Kreise und kreisfreien Städte weitergeliefert, um die ersten Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen durch mobile Teams impfen zu lassen.

Update vom 25. Dezember, 19.44 Uhr: Nordrhein-Westfalen eine Corona-Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten ein. Alle Reiserückkehrer aus solchen Gebieten außerhalb Deutschlands unterliegen ab Montag (28. Dezember) einer Corona-Testpflicht. Sie sind verpflichtet, sich höchstens 24 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Ankunft testen zu lassen. Flugreisenden muss am Flughafen eine Testmöglichkeit auf eigene Kosten angeboten werden. Das geht aus einer am Mittwochabend veröffentlichten Corona-Einreiseverordnung des Gesundheitsministeriums hervor. Durchreisende sind von der Regelung nicht betroffen. Ebenfalls ausgenommen sind Grenzpendler und Grenzgänger. Bayern hatte eine Testpflicht bereits vor Weihnachten eingeführt.

Update vom 25. Dezember, 17.30 Uhr: Digital oder mit großen Abstand: Viele Kirchengemeinden haben sich für die Weihnachtstage Alternativen zum Gottesdienst einfallen lassen. Manche verzichteten ganz - vor allem evangelische Kirchenleitungen hatten teilweise solche Empfehlungen ausgegeben. Im Oberbergischen Kreis gilt wegen hoher Corona-Fallzahlen und großer Auslastung mehrerer Krankenhäuser ein Verbot von Präsenzgottesdiensten bis zum 10. Januar. Davon betroffen sind die Kommunen Radevormwald, Gummersbach, Bergneustadt, Nümbrecht und Waldbröl. Der Kreis appelliert an alle anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften im Kreisgebiet, ebenfalls auf entsprechende Präsenzveranstaltungen zu verzichten.

Coronavirus in NRW: Zahlen bleiben auf hohem Niveau

Update vom 25. Dezember, 10.50 Uhr: Auch an Weihnachten bleiben die Corona-Zahlen in NRW auf hohem Niveau. Innerhalb von sieben Tagen wurden 181,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert, meldet das Robert Koch-Instituts (RKI) am 1. Weihnachtstag (Stand 0 Uhr).

An Heiligabend gab es demnach 4240 neu bestätigte Fälle in Nordrhein-Westfalen. Zudem starben laut RKI 57 Menschen am Donnerstag in NRW an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie stieg somit auf 5835 - und die der nachgewiesenen Infektionen insgesamt auf 373 298 Fälle.

In 20 Städten und Kreisen fiel die 7-Tage-Inzidenz mit einem Wert von über 200 sehr hoch aus. Herne kam sogar auf eine Inzidenz von 306,2. Besonders hoch fielen die Corona-Zahlen zudem im Kreis Gütersloh (289,1) sowie in den Kreisen Minden-Lübbecke und Recklinghausen mit jeweils 266,1 aus.

Corona in NRW: Pflegeheim darf Besuch ohne Schnelltest verweigern

Update vom 23. Dezember, 19.55 Uhr: Ein Pflegeheim darf Besucher nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Aachen zurückweisen, wenn diese einen Schnelltest verweigern. Das Gericht gab nach eigenen Angaben vom Mittwoch einem entsprechenden Eilantrag eines Pflegeheims aus Würselen statt. Das Pflegeheim hatte sich mit dem Antrag gegen eine Regelung in der Allgemeinverfügung „Pflege und Besuche“ des NRW-Gesundheitsministeriums gewandt, so dpa.

Nach Angaben des Gerichts sieht die Regelung im Gegensatz zu ihrer bis zum 20. Dezember geltenden Fassung vor, dass einem Besucher, der einen Corona-Schnelltest ablehnt, der Besuch deshalb nicht verweigert werden darf. Das Pflegeheim aus Würselen berief sich darauf, dass nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts eine Testpflicht für Besucher einer Pflegeeinrichtung ausdrücklich empfohlen werde. Werde hierauf verzichtet, führe dies zu einer massiven Verschlechterung des Infektionsschutzes in der Pflegeeinrichtung.

Das Verwaltungsgericht folgte dieser Argumentation. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die Einrichtungsleitungen einerseits ausdrücklich ermächtigt würden, den Besuch des Heims bei Verweigerung eines Kurzscreenings auf Erkältungssymptome zu verbieten, dies aber nicht gelten solle, wenn der Schnelltest verweigert werde.

Corona in NRW: So ist die aktuelle Lage in Nordrhein-Westfalen

Update vom 23. Dezember, 17.39 Uhr:  NRW-Innenminister Herbert Reul begrüßt, dass Polizei- und Ordnungskräfte, soweit sie einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, für die Corona-Schutzimpfungen in die zweithöchste Gruppe hochgestuft worden sind.

Die neue Impfverordnung wurde am Montag vom Gesundheitsministerium veröffentlicht Sie sieht in der zweiten Welle („Schutzimpfungen mit hoher Priorität“) nun auch Polizei- und Ordnungskräfte vor, die - insbesondere bei Demonstrationen - einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Der NRW-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Michael Mertens, sagte, nur wer selber geschützt sei, könne andere schützen. „Dass die Polizisten, die jeden Tag draußen ihren Dienst versehen, jetzt früher geimpft werden, als zuerst geplant, ist eine gute Nachricht.“

Update vom 23. Dezember, 12.12 Uhr: Das Land NRW will ab sofort eine grundsätzliche Corona-Testpflicht für Einreisende einführen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf an. Da die bisherige Messlatte für Risikogebiete bei über 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner sei, sei „fast jedes Land des Erdballs“ von der Neuregelung betroffen, sagte Laumann. Die Testpflicht werde für Ein- und Rückreisen per Flugzeug, Auto und andere Verkehrsmittel gelten. Er halte es für angemessen, Ein- und Rückreisenden jetzt solche Schnelltests aufzuerlegen. Unter anderem sollten Flughäfen Angebote für Schnelltests bereit halten.

Update vom 23. Dezember, 10.15 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind im November 18.100 Menschen gestorben - das sind etwa sechs Prozent mehr als im November 2019 vor der Corona-Krise. Das teilte das Statistische Landesamt von NRW in Düsseldorf mit. Die Anzahl der Verstorbenen im November des laufenden Jahres auch im Vergleich zu den Novembermonaten der Jahre 2015 bis 2018 erhöht. Angaben zu den Todesursachen seien in der Statistik nicht erfasst, sagte eine Sprecherin auf die Frage nach möglichen Auswirkungen des Coronavirus.

Corona in NRW: Immer mehr Ausgangsbeschränkungen in Städten

Update vom 22. Dezember, 17.59 Uhr: Seit heute gelten in Oberhausen Ausgangsbeschränkungen (Update vom 22. Dezember, 9.32 Uhr). Beim „Vorreiter“ Solingen ist die Ausgangssperre einer Gerichtsentscheidung nach in Ordnung. Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hat die Ausgangsbeschränkung der Stadt Solingen für rechtmäßig erklärt. Die Stadt hatte am 15. Dezember eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für die Zeit zwischen 22 Uhr abends bis 5 Uhr früh am Folgetag angeordnet. Den dagegen gerichteten Eilantrag eines Solingers lehnte das Gericht am Dienstag ab, wie eine Sprecherin mitteilte.

Die Anordnung sei - nach vorläufiger Prüfung im Eilverfahren - zulässig. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Solingen liege seit Wochen oberhalb von 200. Die bisherigen Schutzmaßnahmen hätten nicht dazu geführt, diesen Wert unter 50 zu drücken. Da die Infektionswege nicht eingrenzbar seien, erscheine es nur konsequent, persönliche Kontakte der Menschen auf das absolut notwendige Maß zu beschränken. Gegen den Beschluss kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster eingelegt werden. Auch weitere Städte in NRW könnte eine Ausgangssperre treffen.

Corona in NRW: 2021 kein reguläres Abitur in NRW? Laschet gibt keine Garantie

Update vom 22. Dezember, 17.12 Uhr: Gibt es wegen der Corona-Krise 2021 ein reguläres Abitur in NRW? Ministerpräsident Armin Laschet gibt keine Garantie. Seine Worte lassen aufhorchen.

Update vom 22. Dezember, 15.50 Uhr: Bei der ersten Impfstoff-Lieferung in Nordrhein-Westfalen am kommenden Wochenende soll jeder Kreis und jede kreisfreie Stadt gleich viele Impfdosen erhalten, nämlich 180. Dies teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Dienstag in Düsseldorf auf dpa-Anfrage mit. Sie bestätigte die Angaben vom Montagabend, wonach in NRW bei der allerersten Lieferung am zweiten Weihnachtstag insgesamt 9750 Impfdosen erwartet würden. Am 28. und am 30. Dezember sollten demnach weitere Lieferungen mit insgesamt 273.000 Impfdosen folgen. Im Januar würden dann wöchentlich exakt 141.374 Portionen des Serums erwartet, hatte das Ministerium am Montag berichtet.

Corona in NRW: Köln übt das Impfen mit Darstellern

Update vom 22. Dezember, 13.54 Uhr: Köln probt das Impfen: Die Stadt hat mit Darstellern die Abläufe in seinem neuen Corona-Impfzentrum durchgespielt. Der Test fand heute statt - wenige Tage vor dem geplanten Impfstart. Im Großen und Ganze habe sich gezeigt, dass man nur noch bei Winzigkeiten nachschärfen müsse, erklärte eine Sprecherin. Ansonsten sei Köln gerüstet. Mit dabei waren rund 30 „Impfling-Darsteller“, die verschiedene Stationen durchliefen. Köln hat sein Impfzentrum auf dem örtlichen Messegelände eingerichtet.

Update vom 22. Dezember, 13.04 Uhr: Wirbel um eine große Beerdigung in Dortmund mitten im Corona-Lockdown. Im Stadtteil Eving wurde eine Bestattung mit 300 Personen gemeldet. Die Polizei rückte aus.

Update vom 22. Dezember, 9.32 Uhr: Seit heute gelten Ausgangsbeschränkungen in Oberhausen. Oberhausen erreichte am Dienstag laut Robert Koch-Institut (RKI) mit 341,6 Neuninfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen den höchsten Wert in NRW. Oberhausen ist die erste Stadt im Ruhrgebiet, die Ausgangsbeschränkungen verhängt. Auch Fremde dürfen sich nach 21 Uhr nicht mehr ohne triftigen Grund im Stadtgebiet aufhalten. Im gesamten Stadtgebiet von Oberhausen gilt eine nächtliche Ausgangssperre in der Zeit von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr am Folgetag.

Corona in NRW: Ausgangsbeschränkungen in weiteren Städten und Kreisen

Update vom 22. Dezember, 7.12 Uhr: Der Kreis Euskirchen in NRW verschärft seine Corona-Regeln und verhängt ab heute eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 22 bis 5 Uhr. Das berichten lokale Medien. Die noch geöffneten Geschäfte dürfen nur noch einen Kunden pro 20 Quadratmeter reinlassen. Ursprünglich wollte der Kreis auch Weihnachtsgottesdienste und alle Präsenz-Gottesdienste bis zum 10. Januar verbieten. Da hat die Landesregierung allerdings ein Veto eingelegt und auf die Religionsfreiheit verwiesen, berichtet Radio Euskirchen.

Corona in NRW: Inzidenz steigt - Ersten Impfdosen kommen noch an Weihnachten

Update vom 21. Dezember, 22.35 Uhr: Nordrhein-Westfalen erwartet am zweiten Weihnachtsfeiertag die erste Lieferung mit 9750 Impfdosen gegen das Coronavirus. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit. Am 28. und am 30. Dezember sollen demnach weitere Lieferungen mit insgesamt 273.000 Impfdosen für das einwohnerreichste Bundesland folgen. Darüber hinaus würden im Januar wöchentlich exakt 141.374 Portionen des Serums erwartet.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte auf Twitter, bis Ende dieses Jahres sollten insgesamt mehr als 1,3 Millionen Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert und von diesen an Impfteams verteilt werden. Im Januar würden dann jede Woche mindestens weitere 670.000 Dosen ausgeliefert. Er bekräftigte, dass die Impfungen in Deutschland am 27. Dezember beginnen sollen.

Unsere vorhergegangene Berichterstattung zu Corona im NRW (bis 21. Dezember) finden Sie in diesem News-Ticker. - *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Oliver Berg

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