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Corona in NRW: Inzidenz stabil aber hoch - Impf-Kampagne wird ausgeweitet

In NRW sind die Corona-Regeln im Lockdown so scharf wie nie, vor allem für Hotspots. Sinken die Zahlen? Alle wichtigen News rund um die Coronavirus-Pandemie in Nordrhein-Westfalen hier im Ticker.

  • Wegen des Coronavirus gelten in NRW auch im Januar strenge Lockdown-Beschränkungen.
  • Neben der Verlängerung des Lockdowns gab es bei der Bund-Länder-Konferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet auch neue Corona-Regeln für Hotspots.
  • Bis Mitte Februar sollen 600.000 Menschen in NRW geimpft sein. (News zum Coronavirus)

Update vom 17. Januar, 17.56 Uhr: Die Corona-Impfkampagne wird am kommenden Montag (18. Januar) in NRW ausgeweitet. Fortan soll auch das Krankenhauspersonal mit einbezogen werden. In einem ersten Schritt können sich zunächst 90.000 Beschäftigte aus den besonders von Corona betroffenen Krankenhausbereichen impfen lassen. Dazu gehört etwa das Personal von Isolier- oder Intensivstationen oder Notaufnahmen. Unterdessen rückt auch der Start der Impfkampagne in den Impfzentren näher. In den kommenden Tagen sollen alle über 80-Jährigen, die zu Hause leben, ein Informationsschreiben bekommen, in dem sie über den Ablauf informiert werden - von der Terminvereinbarung bis hin zur eigentlichen Impfung im jeweiligen Impfzentrum.

BundeslandNRW
Bevölkerung17,93 Millionen
Gründung23. August 1946
HauptstadtDüsseldorf

Update vom 17. Januar, 16.15 Uhr: Bei Kontrollen der sogenannten 15-Kilometer-Regel haben die Behörden im Oberbergischen Kreis am Wochenende mehrere Verstöße bemerkt. So kontrollierten Ordnungsamt und Polizei etwa in Reichshof bei Gummersbach an gesperrten Zufahrten zu einem Skigebiet. Rund zwei Dutzend Auswärtige, die von der Autobahn kamen, habe man wieder zurückgeschickt, teilten die Beamten am Sonntag mit.

Update vom 17. Januar, 11.45 Uhr: Am Sonntag bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW stabil - aber auf einem hohen Niveau. Das RKI gibt den wichtigen Wert aktuell mit 123,0 Fällen pro 100.000 Einwohnern an. Am Samstag lag er mit 122,1 nur geringfügig niedriger. Nur noch Bielefeld (284,0) und Bottrop (230,5) liegen laut RKI über der 200er-Schwelle. Am Mittwoch waren das noch acht Kreise und kreisfreie Städte.

Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, betrug 3228 und war damit ähnlich hoch wie am Samstag. Zudem wurden weitere 58 Todesfälle von Menschen verzeichnet, die in NRW an oder mit dem Coronavirus gestorben sind. Die Gesamtzahl erreichte 9091. An Wochenenden werden allerdings oft weniger Fälle registriert als an Werktagen.

Update vom 16. Januar, 12 Uhr: Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert ist in NRW am Samstag leicht gesunken. Die Zahl, die angibt, wie viele Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen erfasst wurden, liegt bei 122,1. Das geht aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts hervor. Am Freitag lag der Wert noch bei 128, vor einer Woche bei 142,4. Nur noch zwei NRW-Städte liegen laut RKI über der 200er-Schwelle: Bielefeld (279,5) und Bottrop (223,7). Noch am Mittwoch hatten acht Kreise und kreisfreien Städte über dem kristischen Wert gelegen. Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 3334 - und damit um mehr als 1000 Fälle niedriger als am Freitag. Die Zahl der Menschen, die in NRW an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg um 195 auf 9033.

Corona in NRW: Rund ein Drittel der Kinder noch in Kita

Update vom 16. Januar, 08.26 Uhr: Nur noch etwas mehr als sein Drittel der Kinder in NRW wird derzeit in einer Kindertagesstätte betreut. Das teilte das NRW-Familienministerium der Rheinischen Post mit. Familienminister Joachim Stamp (FDP) hatte bei den Kitas auf ein Betretungsverbot verzichtet und an die Eltern appelliert, ihre Kinder wenn möglich zuhause zu betreuen.

Update vom 15. Januar, 17.10 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich gegen vorgezogene Bund-Länder-Gespräche zum Corona-Lockdown ausgesprochen. „Ich finde nicht, wir sollten als Politiker immer dann, wenn ein neuer Lockdown in Kraft getreten ist, schon nach wenigen Tagen über die Frage reden: Wie geht es denn weiter?“, sagte Laumann am Freitag dem WDR-Magazin „Westpol“.

Laumann will erst die Entwicklung der täglichen Infektionszahlen abwarten. „Und ich würde sagen, diese Entscheidung sollte man um den 25. Januar treffen, aber nicht vorher“, sagte Laumann. Am Dienstag werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten zu Beratungen zusammenkommen. Eine weitere Verschärfung des Lockdowns ist offenbar geplant.

Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz gesunken

Update vom 15. Januar, 9.03 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ist in Nordrhein-Westfalen etwas gesunken. Stand Freitag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz landesweit bei 128, wie aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorging. Am Donnerstag hatte dieser Wert bei 131,2 gelegen, am Mittwoch bei 141,8. Deutschlandweit lag die Inzidenz am Freitag bei 146,1.

Zwei Städte und ein Kreis in NRW lagen den RKI-Zahlen zufolge über der 200er-Schwelle: Bielefeld (287), Bottrop (212,6) und der Oberbergische Kreis (202,5). Am Donnerstag hatte auch noch der Kreis Recklinghausen diese Schwelle übertroffen, nun lag er aber mit 182,7 darunter. Am Mittwoch hatten sogar acht Kreise und kreisfreie Städte in NRW über der 200er-Marke gelegen.

Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 4551 - und damit leicht höher als Donnerstag. Die Zahl der Menschen, die in NRW an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg um 253 auf 8838. Am Donnerstag waren 183 neue Todesfälle verzeichnet worden.

Corona in NRW: Schon mehr als 215.000 Menschen geimpft

Update vom 14. Januar, 18.10 Uhr: Die Verdopplung der Kinderkrankentage für Eltern begrüßt NRW-Familienminister Joachim Stamp, (FDP), doch er sieht auch Verbesserungsbedarf. Die Regelung müsse auch für die Kindertagespflege gelten, sagte Stamp am Donnerstag. Dies habe Bundesministerin Franziska Giffey (SPD) ausdrücklich zugesagt.

Kritisch sehe er auch, dass Beamte, Selbstständige und Freiberufler in der Regelung der Bundesregierung „leider nicht berücksichtigt“ seien. Die NRW-Landesregierung suche daher derzeit nach Lösungen, damit alle erwerbstätigen Eltern von betreuungspflichtigen Kita- und Schulkindern entlastet würden.

Update vom 14. Januar, 16.08 Uhr: 215 587 Menschen sind in NRW gegen das Coronavirus geimpft.  Diese Zahl mit dem Datenstand 13. Januar nannte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums am Donnerstag auf Anfrage der dpa. Die vergleichsweise niedrigen Zahlen für NRW in der Länderübersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) erklärte sie mit einem Meldeverzug. Die Impfungen erfolgten zurzeit ausschließlich durch mobile Impfteams in den Pflegeeinrichtungen des Landes. „Hier kommt es zurzeit noch zu Meldeverzügen, bis die Zahl der täglich geimpften Menschen mit dem dazu erforderlichen Datensatz an das RKI übertragen werden kann.“

In der jüngsten Übersicht des RKI werden für NRW mit Meldestand 13. Januar hingegen nur 142.066 Impfungen ausgewiesen. Pro 1000 Einwohner sind das demnach 7,9. Nur für Thüringen (6,6) und Baden-Württemberg werden (7,4) niedrigere Werte ausgewiesen. Das ist deutlich unter dem errechneten Bundesdurchschnitt von 10,1 Impfungen je 1000 Einwohner. Rund zweieinhalb Wochen nach dem Start der Corona-Impfkampagne haben demnach über ein Prozent der Einwohner in Deutschland die erste Dosis erhalten. „Wir gehen jedoch davon aus, dass mit der Aufnahme der Arbeit in den stationären Impfzentren der Meldeverzug deutlich abgebaut werden kann“, ergänzte die Sprecherin des NRW-Ministeriums.

Update vom 14. Januar, 14.22 Uhr: Die Stadt Köln hat Weiberfastnacht (11. Februar), Rosenmontag (15. Februar) und Karnevalsdienstag (16. Februar) für ihre Mitarbeiter zu regulären Arbeitstagen erklärt.  „Ohne die Brauchtumsfeierlichkeiten an Rosenmontag entfällt der Grund für eine Dienstbefreiung bei der Stadtverwaltung“, erklärte die Stadt am Donnerstag. Als öffentliche Arbeitgeberin wolle man zudem den „Respekt gegenüber den massiven Einschränkungen, Einschnitten und Sorgen zum Ausdruck bringen, von denen Arbeitnehmende und Unternehmen in Köln betroffen sind.“ Um die Leistungen der Mitarbeiter in der Pandemie anzuerkennen, führe man aber Gespräche über einen Ausgleichstag, so die Stadt. Bereits am Dienstag hatte die Landesregierung entschieden, dass es in NRW-Landesbehörden an Rosenmontag kein dienstfrei geben wird.

Corona in NRW: Impfung von Pflegekräften kann früher beginnen

Update vom 14. Januar, 14.19 Uhr: Die Impfung von Ärzten und Pflegern in den Krankenhäusern kann Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums früher beginnen. Die eingetroffene erste Lieferung des Corona-Impfstoffes der Firma Moderna solle zeitnah für Impfungen genutzt werden, erklärte eine Ministeriumssprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Daher habe man sich dazu entschieden, die Unikliniken anzuschreiben und ein Impfangebot bereits vor dem 18. Januar zu machen, sofern diese bereits dazu organisatorisch vorbereitet sind. Für den großflächigen Impfstart in den besonders von Covid-19 betroffenen Bereichen der Krankenhäuser sei weiterhin der Montag vorgesehen.

Update vom 14. Januar, 12.27 Uhr: 55 Mitarbeiter eines fleischverarbeitenden Betriebes in Frechen bei Köln haben sich mit Corona infiziert. Am 28. Dezember sei bei einer der Mitarbeiterinnen eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen worden, teilte der Rhein-Erft-Kreis am Donnerstag mit. Daraufhin seien die Mitbewohner in einer Gemeinschaftsunterkunft getestet worden. Bisher wurden bei diesen Tests 55 Infektionen nachgewiesen. Das Gesundheitsamt hat für alle in der Produktion arbeitenden Beschäftigten eine Quarantäne angeordnet.

Update vom 14. Januar, 10.50 Uhr: Nachdem Bayern verkündet hatte, eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken einzuführen, schossen bei einigen Onlinehändlern, etwa auf Amazon, die Preise für solche Masken in die Höhe. Ein Experte für E-Commerce und der Apothekerverband Westfalen-Lippe geben jeweils eine Einschätzung, ob es wegen erhöhter Nachfrage jetzt zum Preis-Schock für Verbraucher kommt.

Corona in NRW: Flughafen-Flaute

Update vom 14. Januar, 10.08 Uhr: NRWs Flughäfen stecken tief in einer Corona-Flaute. Die Zahl der Fluggäste sank im November 2020 auf 140.000 - im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 1,4 Millionen. Das Passagieraufkommen sank damit wieder auf das Niveau des ersten Lockdowns im April und Mai. Am kleinsten NRW-Airport, Paderborn/Lippstadt, stiegen im November lediglich 91 Passagiere in abfliegende Maschinen. Das waren 99.3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der größte NRW-Flughafen Düsseldorf zählte gut 77 000 abfliegende Passagiere, 90,9 Prozent weniger als im November 2019. Kaum noch Flugverkehr gab es aus NRW zu Zielen im Inland. Zu anderen deutschen Flughäfen starteten nur rund 23.500 Passagiere, ins Ausland waren es gut 116.000.

Update vom 14. Januar, 9.20 Uhr: Laut RKI weisen noch vier Kommunen und Landkreise in NRW am Donnerstag einen Inzidenzwert über 200 aus: Bielefeld (291,4), Bottrop (212,6), der Oberbergischen Kreis (209,9) und der Kreis Recklinghausen (207,3) verzeichnen demnach mehr als 200 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Mittwoch hatten noch acht Städte und Kreise über der kritischen Schwelle gelegen. Landesweit ging der Sieben-Tage-Wert auf 131,2 zurück (Vortag: 141,8). Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 4.144. Zudem stieg die Zahl der Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, um 183 auf 8.585.

Corona in NRW: Laschet rechnet mit längerem Lockdown

Update vom 14. Januar, 8.05 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) stimmt die Bevölkerung auf einen längeren Corona-Lockdown ein. „Völlig klar: Die Lage ist sehr ernst. Es wäre falsch, jetzt etwas auszuschließen“, sagte der Bewerber für den CDU-Bundesvorsitz dem Kölner Stadt-Anzeiger auf die Frage, ob die Einschränkungen schlimmstenfalls bis Ostern gelten. Ob das denkbar ist, dazu hatte sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits recht drastisch geäußert.

Frühestens ab Sonntag (17. Januar) werde es laut Laschet ein „realistisches Bild“ von den Corona-Infektionszahlen geben, womit auch das Geschehen der Feiertage abgebildet werde. Derzeit sei auch noch nicht bekannt, wie sich das mutierte Virus aus Großbritannien auf die Infektionslage auswirke.

Laschet appellierte zugleich an das Personal von Kliniken und Pflegeheimen, sich impfen zu lassen. „Die Impfbereitschaft gerade bei Pflegekräften ist noch zu niedrig. Das muss deutlich besser werden.“

Corona in NRW: Einschränkung des Bewegungsradius stößt auf Kritik - Eilantrag vor Oberverwaltungsgericht

Update vom 13. Januar, 18.58 Uhr: Die Einschränkung des Bewegungsradius für Menschen in Corona-Hotspots stößt auf heftige Kritik. Jetzt muss sich ein NRW-Gericht mit der 15-km-Regel befassen. Ein Bewohner des betroffenen Kreises Recklinghausen hat einen Eilantrag vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gestellt.

Update vom 13. Januar, 15.47 Uhr: Biontech wird den Corona-Impfstoff demnächst auch in NRW produzieren. Der US-Pharmakonzern Baxter habe einen entsprechenden Auftrag für sein Werk in Halle in Westfalen erhalten, sagte der Personalchef des Werks, Jürgen Fleischer, am Mittwoch auf Anfrage. Der Produktionsstart werde voraussichtlich im März sein.

Baxter stellt in Halle vor allem Krebsmedikamente her. Eine Produktionslinie werde auf die Produktion von Impfstoffen umgestellt. Die Zahl der Impfdosen, die in Halle produziert werden soll, nannte Fleischer nicht. Auch eine Biontech-Sprecherin machte dazu keine Angaben. In dem Werk in Halle sind rund 800 Mitarbeiter beschäftigt. Dort soll künftig noch ein weiterer Corona-Impfstoff produziert werden, und zwar vom US-Unternehmen Novavax. Dieser Impfstoff sei aber noch nicht zugelassen, sagte Fleischer.

Corona in NRW: Bewegungsradius in vier Hotspot-Regionen eingeschränkt - Zahlen auf hohem Niveau

Update vom 13. Januar, 12.54 Uhr: Die Corona-Mutation aus Südafrika ist erstmals in NRW nachgewiesen worden. Betroffen sei eine Familie aus Bottrop, wie die Stadt bereits am Montag mitgeteilt hatte. Nach Angaben einer Sprecherin vom Mittwoch hatte das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) die Stadt am Sonntag darüber informiert, dass die vier Familienmitglieder - Vater, Mutter und zwei Kinder - nachweislich mit der Virusvariante infiziert seien, die zuerst ist Südafrika nachgewiesen worden war. Inzwischen gehe es allen wieder gut.

Nach Angaben der Stadt war der Vater vor Weihnachten aus beruflichen Gründen in Südafrika. Nach seiner Rückkehr habe er sich am Frankfurter Flughafen auf das Coronavirus testen lassen - mit negativem Ergebnis. Als er kurz darauf jedoch typische Krankheitssymptome entwickelte, sei ein zweiter Corona-Test gemacht worden, der positiv ausgefallen sei. Der Mann, der sich nach seiner Rückkehr in häusliche Quarantäne begeben habe, habe auch seine Familie angesteckt. Das Gesundheitsamt habe PCR-Abstriche der Familie in einem Referenzlabor des RKI überprüfen lassen, wo dann die Virusvariante nachgewiesen worden sei.

Corona in NRW: Bewegungsradius in vier Hotspot-Regionen eingeschränkt

Update vom 12. Januar, 8.18 Uhr: Die Zahl der NRW-Kommunen mit Inzidenzen über 200 liegt auch am Mittwoch bei acht. Das Robert-Koch-Institut zählt am Morgen  Bielefeld (283,1), den Kreis Höxter (221,7), den Oberbergischen Kreis (219,1), Bottrop (212,6), die Kreise Mettmann (212,5) und Minden-Lübbecke (209,4), Gelsenkirchen (202,6) sowie Recklinghausen (202,4) als Hotspots. Vier betroffene Landkreise wenden seit Dienstag die 15-Kilometer-Regel an.

Auch für ganz NRW blieb die wichtige Kennziffer für Corona-Neuinfektionen auf hohem Niveau stabil. Mit Stand vom Mittwoch gab es 141,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, wie aus den RKI-Zahlen hervorging. Der Wert lag nur geringfügig unter dem des Vortags, der 148,6 betragen hatte. Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 3657. Zudem stieg die Zahl der Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, um 221 auf 8402.

Update vom 12. Januar, 19.42 Uhr: In Deutschland und Nordrhein-Westfalen gelten seit Wochen harte Regeln im Alltag, doch das Coronavirus lässt sich kaum eindämmen. Im Gegenteil: Es wächst bereits die Sorge vor einem Lockdown bis Ostern. Um die Corona-Pandemie einzudämmen, verpflichtet Bayern nun seine Bewohner zum Tragen von FFP2-Masken da, wo es besonders eng zugeht: im öffentlichen Nahverkehr und im Supermarkt. Wird FFP2 bald auch in NRW zur Pflicht

Corona in NRW: Moderna-Impfstoff eingetroffen

Update vom 12. Januar, 18.19 Uhr: Die erste Lieferung des Impfstoffs von Moderna ist in NRW eingetroffen. Es handelt sich um 13.200 Impfdosen mit denen zunächst 6.600 Personen geimpft werden können (es ist eine zweite Impfung nötig, sodass die Impfdosen zur Hälfte zurückgehalten werden müssen).

Update vom 12. Januar, 17.04 Uhr: Der Kreis Höxter wurde heute von Anfragen aus der Bevölkerung überflutet. Der Grund: die 15-Kilometer-Regel. „Die Regionalverordnung ist so plötzlich und schnell erlassen worden, dass die Bürgerinnen und Bürger bei uns im Kreis keine Möglichkeit hatten, sich rechtzeitig zu informieren und darauf vorzubereiten“, erklärte der Landrat des Kreises Höxter, Michael Stickeln (CDU), am Dienstag. Die Bürger hätten sich verunsichert gezeigt, weil ihnen nicht klar war, was genau erlaubt und verboten ist. Auch der Kreis Minden-Lübbecke berichtete von zahlreichen Anfragen der Bürger.

Corona in NRW: Klage gegen Distanzunterricht

Update vom 12. Januar, 16.07 Uhr: Es gibt eine erste Klage gegen den Distanzunterricht in NRW. Eine Grundschülerin der 4. Klasse aus Köln will nach Angaben des Oberverwaltungsgerichts per Eilverfahren erreichen, dass die entsprechende Passage in der Coronabetreuungsverordnung außer Vollzug gesetzt wird. Begründung: Vereinsamung, fehlender Kontakt zu den Mitschülern und die Qualität des Unterrichts.

Update vom 12. Januar, 15.59 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet hat seinen Corona-Kurs in NRW in einer Sondersitzung des Landtages verteidigt. Vor allem die Opposition hatte jüngst viel Kritik geäußert. Dazu fand Laschet deutliche und auch in Richtung SPD auch scharfe Worte.

Update vom 12. Januar, 10.36 Uhr: Die neue Corona-Regionalverordnung in NRW zur Einschränkung des Bewegungsradius in Hotspots ist aus Sicht der SPD „halbherzig und schlecht gemacht“. Die am späten Montagabend veröffentlichte Regelung schaffe „mehr Verwirrung als Klarheit“, kritisierte SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty im Morgenecho von WDR 5.

Corona in NRW: Bewegungsradius in Hotspots eingeschränkt - immer mehr Regionen über kritischem Wert

Update vom 12. Januar, 9.30 Uhr: In NRW wächst die Zahl der Regionen mit mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Am Dienstag wies das Robert Koch-Institut (RKI) zusätzlich Mettmann (216,2) in dieser Risikogruppe aus, neben dem Oberbergischen Kreis (239,7), Bielefeld (238,8), Gelsenkirchen (238) sowie den Kreisen Höxter (233,2), Minden-Lübbecke (217,8) und Recklinghausen (212,7) und Bottrop (211,8). Herne, Oberhausen und der Kreis Güterloh lagen mit Werten oberhalb 194 ebenfalls nah an der Schwelle.

Die Zahl der Neuinfektionen, die dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet wurden, lag bei 2301. Die Gesamtzahl der in NRW registrierten Corona-Fälle erhöhte sich damit auf fast 432.000. Zudem stieg die Zahl der Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind, um 203 auf 8181.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz blieb mit 148,6 weit entfernt von der Zielmarke von maximal 50. Im Vergleich zur Vorwoche verschlechterte sich die Neuinfektionsrate. Am Dienstag vergangener Woche hatte sie bei 117 gelegen. Eine Interpretation der Daten bleibt aber schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Corona in NRW: Bewegungsradius-Regel beschlossen - für diese Hotspots

Update vom 11. Januar, 21.46 Uhr: Das Gesundheitsministerium hat die Bewegungsradius-Regel für NRW beschlossen. Die neue Maßnahme gilt am morgen, 12. Januar, in den jetzigen Hotspots: Kreis Höxter, Kreis Minden-Lübbecke, Oberbergischer Kreis und Kreis Recklinghausen.

Warum die zunächst ebenfalls aufgeführten Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Bielefeld nun nicht mehr von der sogenannten „Corona-Leine“ betroffen sind, ist derzeit noch unklar. In einem früheren Entwurf der Verordnung, der wa.de vorliegt, waren sie noch genannt.

Unsere vorhergegangene Berichterstattung zu Corona im NRW (bis 11. Januar) finden Sie in diesem News-Ticker. - mit Material der dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd

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