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Hohe Corona-Zahlen bei Jüngeren: Schüler in NRW auf Intensivstation

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Corona trifft vor allem die Ungeimpften. Ein Schulkind in NRW erkrankte jetzt so schwer, dass es auf die Intensivstation musste. Es bestand Lebensgefahr.

Hamm/Duisburg - Nordrhein-Westfalen ist der Corona-Hotspot Deutschlands. Nirgendwo sonst ist die Inzidenz so hoch wie hier. Vor allem Kinder und Jugendliche infizieren sich aktuell mit dem Virus - und erkranken auch daran. Im Ruhrgebiet musste ein Schüler auf die Intensivstation. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen

Duisburg/NRW: Schüler wegen Corona auf Intensivstation

Die Inzidenz in NRW sinkt seit Tagen leicht, bewegt sich aber stabil auf hohem Niveau. Die Corona-Krise verlagert sich immer mehr auf die Ungeimpften, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zuletzt mehrfach betonte. Dem Virus ist es egal, ob sich jemand bewusst gegen eine Impfung entschieden hat oder ob er nicht geimpft werden kann. So wie Kinder bis 12 Jahre, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt.

Spätestens seit dem Beginn des neuen Schuljahres im Präsenzunterricht warnen Experten daher vor einer schleichenden Durchseuchung der Kinder. Die Daten geben ihnen recht: Bei den unter 19-Jährigen liegt die Inzidenz deutlich höher als die Gesamtinzidenz in NRW. Für den Herbst, wenn sich das Leben wieder in enge Innenräume verlagert, lässt das wenig Gutes erahnen.

Corona an Schulen in NRW: Auch Kinder erkranken schwer

Kinder erkranken zwar seltener an der Corona-Krankheit Covid-19, doch aktuelle Zahlen aus Duisburg rufen deutlich in Erinnerung, dass sie bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus größeren Risiken ausgesetzt sind als „nur“ durch Long Covid, wie die Langzeitfolgen genannt werden.

An den Schulen in Duisburg sind in der vierten Woche seit dem Ende der Sommerferien insgesamt 244 Kinder und Jugendliche positiv getestet worden. Laut WAZ ist unter ihnen ein Kind, das auf der Intensivstation eines Krankenhauses betreut werden musste. Eine Vorerkrankung hatte dazu geführt, dass sogar Lebensgefahr bestand. Das Kind sei aber auf dem Wege der Besserung, berichtet die Zeitung unter Berufung auf den Schulleiter.

Corona in NRW: Schleichende Durchseuchung der Kinder

Hinter vorgehaltener Hand werde in Schulkreisen in Duisburg (fast 500.000 Einwohner) von einer bereits laufenden Durchseuchung gesprochen.

Vor diesem Hintergrund muten Teile der Debatte um eine Lockerung der Quarantäne-Regelung an Schulen seltsam an. Nach den Vorstellungen von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) sollen bald nur noch infizierte Schüler in Quarantäne und nicht mehr zusätzlich noch ihre Sitznachbarn. So weit ging die Gesundheitsministerkonferenz am Montag (6. September) bei der Vereinheitlichung der Regeln (noch) nicht.

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