Aktuelle Planungen

Corona-Impfzentren in NRW: Massenimpfung ab Mitte 2021 - so ist der Plan

Zahlreiche Impfzentren soll es in NRW 2021 geben. Doch wo genau werden sie sein? Und welche organisatorischen Aufgaben müssen noch geklärt werden, bevor die Spritze angesetzt werden kann?

Update vom 26. November, 14.33 Uhr: Insgesamt soll es in NRW bald 53 Impfzentren geben, in denen Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. In jeder Stadt und jedem Kreis soll demnach ein Impfzentrum entstehen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist inzwischen klar: Die Größe des Impfzentrums soll von der Einwohnerzahl der Kommune oder des Kreises abhängen. Je 100.000 Einwohner sollen in der Anfangsphase monatlich 10.000 Impfungen möglich sein. Köln dient als anschauliches Beispiel, da die Metropole knapp über eine Million Einwohner hat. Dort würde es demnach zu gut 100.000 Impfungen im Monat kommen. Da die Massenimpfung Mitte 2021 starten soll, wären die Impfungen in NRW nach diesem Schema erst im Frühjahr 2022 abgeschlossen. Doch müssen folgende Aspekte beachtet werden: Erstens werden auch Krankenhäuser und mobile Teams Impfungen durchführen. Zudem ist nicht klar, ob nach der Anfangsphase der Impf-Rhythmus geändert wird und ob überhaupt jeder sich impfen lässt. (News zum Coronavirus in NRW)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Einwohner17.947.221 (Dezember 2019)

Impfzentren in NRW: Hoffnung auf schnellen Start - Das ist der Plan

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet machte im Landtag zuletzt Hoffnungen auf einen raschen Start der Impfungen. „Wir sind auf der Zielgeraden“, sagte der CDU-Politiker. Der erste Impfstoff könnte noch in diesem Jahr zugelassen werden. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) spricht von einer „riesigen logistische Aufgabe.“

Das Gesundheitsministerium in NRW hat inzwischen auch einen genauen Plan vorgestellt, wie die Massenimpfung ablaufen soll. Die Lösung sei ein Einbahnsystem durch sogenannte Impfstraßen. Demnach müssten die Menschen eine dreiteilige Struktur durchlaufen, ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen. Zu den drei Bereichen zählen die Anmeldung, bei der die Berechtigung überprüft wird, die Impfstelle selbst und ein Weg Richtung Ausgang. Zudem müssen die „Impfstraßen“ an Orten entstehen, die für parkende Autos leicht zugänglich sind.

Impfzentren in NRW: Zahlreiche Standorte im Kampf gegen Corona - Wo geimpft werden soll

Hamm - Mit dem Vorpreschen der Unternehmen Biontech und Pfizer in der Frage nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus nährt sich die Hoffnung aller, die sich nach einem schnellen Ende der Corona-Pandemie sehnen. Doch bevor jeder einfach so geimpft werden kann, müssen noch viele Schritte bedacht werden. Dem Land NRW wird dabei eine große Verantwortung zuteil.

Corona-Impfzentren in NRW und die geplanten Standorte: Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern

Während Angela Merkel und die einzelnen Ministerpräsidenten der einzelnen Länder beim Corona-Gipfel am Mittwoch, 25. November, über weitere Corona-Maßnahmen abstimmen, machen zumindest die medizinischen Zwischenergebnisse Mut, dass es mit der Corona-Krise bald vorbei sein könnte. Nicht zuletzt meldete das Mainzer Unternehmen Biontech, das mit dem US-amerikanischen Pharmakonzern Pfizer zusammenarbeitet, eine Wirksamkeit von 95 Prozent bei dem gemeinsam entwickelten Impfstoff.

Doch bis der Impfstoff zugelassen wird und in weite Teile der Bevölkerung durchdringt, sind noch einige Weichen zu stellen. Während der Bund dafür verantwortlich ist, den Impfstoff letztlich zuzulassen und bereitzustellen, kommen auf das Land andere organisatorische Aufgaben zu. Nach bisherigen Absprachen soll sich das Land NRW um Impfzubehör sowie die Logistik kümmern. Dazu zählt letztlich auch der Aufbau von Impfzentren, den neben dem Land auch die gesetzlichen Krankenkassen mitfinanzieren sollen.

Eine wichtige Frage bleibt jedoch zu klären: Wo sollen die Standorte der Impfzentren sein? Dabei spricht die Kassenärztliche Vereinigung von einer bevorstehenden „Mammutaufgabe.“ Und auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ist sich der Herausforderung bewusst: Das breit angelegte Impfen werde eine „sehr große Aufgabe“ werden, betonte der Minister.

Ein Impfstoff ist in Aussicht. Doch die Frage nach den Impfzentren bleibt zunächst offen. Es handelt sich um eine logistische Herausforderung für das Land NRW.

Corona-Impfzentren in NRW: Mindestens 53 Standorte - Organisation in den Landräten

Demnach soll es in jedem Kreis und in jeder kreisfreien Stadt ein Impfzentrum geben. Da das Land NRW in insgesamt 31 Kreise sowie 22 kreisfreie Städte untergliedert ist, entspricht das mindestens 53 Impfzentren. In größeren Städten wie Köln könnte es dagegen sogar mehrere Standorte geben.

Die Organisation würden laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann jedoch die Landräte und Oberbürgermeister übernehmen. „Das sind auch die einzigen, die es können“, erklärte Laumann. „Man muss ja auch vor Ort die Liegenschaften kennen.“ Der Minister hofft zudem, dass die Impfzentren schon Mitte Dezember stehen werden. Über die Planung der Impfzentren in NRW* und die Standorte berichtet auch Ruhr24.de.

Die Pläne des Landes NRW sind schon vorangeschritten. Eine Vereinbarung mit einem Logistik-Unternehmen scheint getroffen worden zu sein, und auch das Zubehör ist auf dem Weg. Bis dato habe das Gesundheitsministerium in NRW rund 2,2 Millionen Spritzen und circa 8,8 Millionen Kanülen bestellt. Außerdem sei eine Bestellung weiterer rund 18 Millionen Spritzen einschließlich Kanülen fest vereinbart.

Corona-Impfzentren in NRW: Mobile Teams für Menschen aus Pflegeheimen

Zusätzlich zu den Impfzentren will das Land NRW auf mobile Teams setzen. Diese sollen sich vor allem an Risikopatienten richten oder solche, denen ein Erscheinen bei einem Impfzentrum nicht möglich ist. Das trifft zum Beispiel aus Bewohnern von Alters- oder Pflegeheimen zu. Auch Krankenhäusern sollen den Corona-Impfstoff bekommen.

In größeren Städten könnte ein Impfzentrum womöglich nicht ausreichen. Einem Bericht der Rheinischen Post zufolge könnten in Köln - der größten NRW-Stadt - die geplanten Standorte der Impfzentren möglicherweise am Hauptbahnhof und am Flughafen entstehen. In Düsseldorf werden die Veranstaltungshalle ISS Dome und die Messe als mögliche Standorte vpn Impfzentren genannt. .

Was viele noch skeptisch stimmt, sind zudem die noch wenig erforschten Nebenwirkungen eines Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer. Tatsächlich haben sich die Firmen jetzt zu jenen Nebenwirkungen geäußert, die wirklich auftreten können. Doch für genauere Erkenntnisse sind Langzeitstudien notwendig. - *Ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch / dpa

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