Server und Hotline überlastet

Probleme bei Terminvergabe für Corona-Impfung: Ärger mit der Telefon-Hotline

Die Terminvergabe für die Corona-Impfung in NRW ist am Montag gestartet. Aber der Ansturm auf die Impftermine ist zu groß - viele Versuche scheitern an Server- und Hotline-Problemen.

NRW - Eine Corona-Impfung in NRW ist im Impfzentrum nur möglich, wenn man einen Termin hat. Die Terminvergabe ist am Montag gestartet. Alle Über-80-Jährigen in Nordrhein-Westfalen wurden in den vergangenen Tagen per Brief informiert, dass sie ab 8 Uhr am 25. Januar online und telefonisch einen Impftermin vereinbaren können. Aber zum Start haperte es gewaltig - auch am Mittwoch haben noch viele Bürger Probleme. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Holpriger Start für Anmeldung zur Corona-Impfung: Server und Telefon-Hotline überlastet

Update vom 28. Januar, 15.31 Uhr: Weil auch uns viele E-Mails über Schwierigkeiten mit der Telefon-Hotline erreichten, hier ein Beispiel aus Mülheim an der Ruhr. Die Stadt hat sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein über Probleme bei der telefonischen Impftermin-Vergabe beschwert. Aus der Bevölkerung habe es „verstörende Rückmeldungen“ über Aussagen von Call Center-Mitarbeitern gegeben, berichtete die Stadt gegenüber dpa. Bürger hätten von Aussagen wie „Mülheim an der Ruhr verweigert sich“ oder „Sie gehören nicht der Zielgruppe an“ berichtet.

Als Kommune bekomme man „den vollen Unmut der Bevölkerung ab“, erklärte Krisenstabsleiter Frank Steinfort. Er forderte die KV Nordrhein zur Abhilfe auf. „Der Schaden, der aus meiner Sicht jetzt schon angerichtet ist, kann nur schwer wieder gut gemacht werden.“ Er betonte, dass die Stadt keinen Einfluss auf die Terminvergabe habe.

Wie Mülheim an der Ruhr weiter berichtete, habe die KV Nordrhein mittlerweile reagiert. „Wir werden alle Maßnahmen einleiten, um diese Punkte abzustellen“, zitierte die Stadt aus einem Schreiben der KV. Man arbeite daran, alle Problemstellungen so schnell wie möglich zu beheben.

Ein Sprecher der KV Nordrhein erklärte auf dpa-Anfrage, dass keine weiteren Fälle vergleichbarer Auskünfte bekannt geworden seien. „In Einzelfällen ergeben sich Nachfragen zu Auskünften, die sich schnell aufklären lassen.“ Das Call Center und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden fortlaufend gebrieft und geschult, damit es nicht zu irritierenden oder missverständlichen Äußerungen komme. Dort landeten derzeit 70.000 Anrufe pro Tag. „Die Terminvergabe läuft reibungslos“, versicherte er.

Nach früheren Angaben der KV Nordrhein ist das Unternehmen Sitel der Betreiber des Call Centers. Es wurde vom Land NRW und von den beiden Kassenärztlichen Vereinigungen beauftragt. Die über 1200 Mitarbeiter arbeiten dabei nicht in Großraumbüros, sondern aus Corona-Sicherheitsgründen im Homeoffice.

Termine für die Corona-Impfung: Leser berichten über Probleme bei der Anmeldung

Update vom 28. Januar, 10.31 Uhr: Noch immer ist der Start zur Terminvergabe holprig: Leser aus ganz NRW melden uns, dass es ihnen noch nicht möglich war, einen Termin zur Corona-Impfung zu buchen. Es tauchen verschiedenste Probleme auf - Bugs, fehlende Bestätigungen und zweite Impftermine, keine Antworten auf Mails oder überlastete Telefonleitungen. Wir haben mit Gesundheitsministerium und Kassenärztlichen Vereinigungen gesprochen und die Fragen und Antworten zur Anmeldung der Corona-Impfung und den Terminen im Impfzentrum gesammelt.

Update vom 27. Januar, 14.21 Uhr:  „Die ersten zwei Tage der Impf-Terminvergabe in NRW waren turbulent“, meldet die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Das ist positiv ausgedrückt, Server und Hotline waren mit den Zugriffen überfordert und in vielen Fällen nicht zu erreichen. Die KVWL nennt jetzt konkrete Zahlen: In den ersten Stunden gab es rund 700 Zugriffe pro Sekunde auf die Plattform zur Online-Terminvergabe. Die Folge waren technische Störungen.

NRWs Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sich heute im Landtag zum Terminvergabe-Start geäußert: „Es ist doch lebensfremd zu glauben, dass das gut geht, wenn alle gleichzeitig zum Hörer greifen.“ 

Probleme bei der Impfvergabe: Wer einen Ersttermin hat, bekommt auch die zweite Impfung

An den ersten beiden Tagen sind laut Laschet etwa 275.000 Impfberechtigte mit Terminen versorgt worden. Und die KVWL gibt jetzt Entwarnung: Wer nur einen Ersttermin hat, aber noch keinen für die zweite Impfung, muss sich keine Sorgen machen: Den Zweittermin gibt es allerspätestens beim Besuch des Impfzentrums zur ersten Spritze. Sie müssen selbst nichts mehr machen.

Update vom 27. Januar, 10.16 Uhr: Das Anmeldeverfahren zur Corona-Impfung bleibt auch am dritten Tag einigermaßen chaotisch. Reihenweise berichten Leser unserer Redaktion in Soest, sie bekämen (teils nach etlichen und stundenlangen Versuchen, die Hotline zu erreichen) die Auskunft, alle Impftermine seien vergeben.

Update vom 26. Januar, 17.53 Uhr: Die Vergabe der Corona-Impftermine klappt bei vielen Bürgern nicht reibungslos. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und die Kassenärztliche Vereinigung haben sich zum Vergabe-Chaos geäußert. Laumann gab ein Versprechen ab.

Update vom 26. Januar, 15.45 Uhr: Eine Leserin hatte unserer Redaktion gemeldet, dass sie nur den ersten von zwei erforderlichen Impfterminen online buchen konnte - was bei ihr für Verunsicherung sorgte. Eine Nachfrage unserer Redaktion bei Heike Achtermann, Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe ergab, dass das kein Grund zur Beunruhigung sein sollte. Aufgrund der Überlastung des Systems sei es einigen Personen genau so ergangen. „Aber jeder, der den ersten Termin bekommen hat, bekommt dann auch den zweiten“, sagte Achtermann im Gespräch mit unserer Redaktion.

Wer das so erlebt habe, müsse nichts weiter tun. Die KVWL werde sich melden - allerspätestens beim ersten Termin im Impfzentrum bekomme man auch seinen zweiten Termin. Hintergrund ist, dass eine Zweitimpfung nötig ist, damit der Impfstoff seine volle Wirksamkeit entfalten kann.

Termine für Corona-Impfung in NRW - Probleme beim Download von Dokumenten

Wie berichtet, waren die Probleme bei der Anmeldung für die Impftermine ganz verschieden gelagert. Eine weitere Leserin berichtete uns, dass sie aufgefordert wurde, im Portal des jeweiligen Impf-Kandidaten Dokumente herunterzuladen, die zwingend zum Termin mitgebracht werden müssten. Dazu gehören demnach der Aufklärungsbogen, ein Fragebogen und die Terminbestätigung. Doch dann das Problem der Frau: „Klickt man den Button an, so heißt es, dass die Bereitstellung bis zu 5 Minuten dauern kann. Dummerweise dauert sie inzwischen 24 Stunden und es tut sich nichts.“

Auch in dieser Frage will Heike Achtermann beruhigen. „Der Aufklärungsbogen und weitere Dokumente stehen auch auf unserer Internetseite bereit.“ Der Download ist also auch möglich, wenn die Bereitstellung über besagten Button nicht funktioniert. Achtermann empfiehlt allen Impfwilligen, sich die Unterlagen in Ruhe durchzulesen. „Dann kann man sich schon mal Gedanken machen, was man den Arzt vor der Impfung im Impfzentrum noch fragen möchte.“ Wer unsicher ist, etwa weil er keine Terminbestätigung erhalten hat, kann im Zweifel unter der Hotline 0800/11611702 (Westfalen) bzw. 0800/11611701 (Rheinland) nachfragen. Nach Angaben von Achtermann sei die Chance am Dienstag gut, durchzukommen. Dranbleiben und weiter versuchen lohne sich.

Termine für Corona-Impfung in NRW - laut KVWL wird jeder Berechtigte einen Termin bekommen

Eine Leserin, die eine Registrierung vorgenommen hatte, dann aber keinen Impftermin vereinbaren konnte, fragte sich: „Wie kann das sein?“ Nach Achtermanns Antwort kann das nur auf einen technischen Fehler zurückgehen. „Es gibt noch Termine“, sagt sie. Und es kämen jeden Tag neue hinzu. Auch in dem Fall lohne sich das Dranbleiben. Die IT sei dabei, die Online-Anmeldung zu optimieren, die Technik so auf den Weg zu bringen, dass sie nicht so schnell zusammenbricht wie etwa am Montag.

Das Problem eines weiteren Lesers, dass dessen E-Mail-Adresse nicht mehrfach (für seine eigene Anmeldung sowie für die seiner Frau) verwendet werden konnte, kann Achtermann nicht nachvollziehen. Eine solche Einschränkung gebe es lediglich für Handynummern. Pro Handynummer können täglich Termine für drei Personen ausgemacht werden, erklärt Achtermann. Danach sei es für die jeweilige Handynummer erst am Folgetag wieder möglich.

Termine für die Corona-Impfung in NRW: Heute wieder Probleme mit Server und Hotline

Update vom 26. Januar, 14.31 Uhr: Noch immer ist es schwierig, einen Termin für eine Corona-Impfung zu erhalten. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KNVO) hat nun bekannt gegeben, dass sie im Vorfeld eine Entzerrung der Termine wollte, um den Ansturm zu verhindern. „Wir können bestätigen, dass wir gegenüber dem NRW-Gesundheitsministerium für eine Aufteilung des Aufrufs in kleinere (Alters-)Gruppen plädiert haben, damit nicht so viele Impfberechtigte auf einmal mehr oder weniger gleichzeitig versuchen, an einen möglichst frühen Termin zu gelangen“, erklärte ein Sprecher der KVNO heute gegenüber der dpa.

Beim Start der Terminvergabe für die Corona-Impfungen an die insgesamt etwa eine Million Menschen über 80, die im eigenen Haushalt wohnen, waren am Montag die Anmelde-Webseiten und Hotlines überrannt worden. Am ersten Tag wurden bis 17.00 Uhr laut Gesundheitsministerium für gut 122.000 Menschen ab 80 Jahren Impftermine in NRW vergeben. Allein bei der KVNO wurde nach deren Angaben am Montag mehr als 36 Millionen Mal auf die Online-Terminvergabe zugegriffen.

Update vom 26. Januar, 10.20 Uhr: Nachdem wir am Dienstagmorgen Erfolge bei der Anmeldungen von Impfterminen vermelden konnten, scheinen Server und Website jetzt wieder überlastet. Mehrere Leser melden, dass es ihnen nicht möglich ist, telefonisch oder digital ihre Eltern und Großeltern für die Corona-Impfung anzumelden. Die Hotline sei nicht erreichbar und die Website zeigt nach der ersten Anmeldung Fehlermeldungen an.

Update vom 26. Januar, 9.28 Uhr: Der Ansturm auf die Terminvergabe für die Corona-Impfung scheint vorbei zu sein. Leser melden uns, dass heute problemlos Termine vereinbart werden können - ohne stundenlange Wartezeit. Am ersten Tag der Terminvergabe waren Server und Hotline zusammengebrochen, es konnten in NRW am Montag 244.300 Termine vergeben werden (Stand: 25.1., 17.00 Uhr).

Termine für Corona-Impfung in NRW heute erhältlich? Wer zwei Personen anmelden will, muss sich an die Hotline wenden

Sie wollen zwei Personen anmelden, aber haben nur eine E-Mail-Adresse? In solchen Fällen muss die Hotline 080011611702 (für den Bereich der KV Westfalen-Lippe, für den Bereich der KV Nordrhein: 080011611701) angerufen werden. Dann können gemeinsame Termine über das Callcenter ausgesucht werden.

Update vom 25. Januar, 22.26 Uhr: Nachdem ein Leser aus Hamm gemeldet hatte, dass die Internetseite zur Vereinbarung von Impfterminen zwar wieder erreichbar sei, allerdings keine Termine mehr zu bekommen seien, meldet eine weitere Leserin kurz nach 22 Uhr, sie habe gerade für beide Eltern Termine bekommen und es sei noch genug frei. Alle, die noch Termine vereinbaren wollen, sollten demnach dranbleiben und es weiter versuchen, sich aber auch ein wenig in Geduld üben. So betonte die Kassenärztliche Vereinigung, dass jeder, der berechtigt sei, auch drankommen werde.

In Nordrhein-Westfalen sind am ersten Tag der Impftermin-Vergabe bis 17 Uhr für gut 122.000 Menschen ab 80 Jahren Impftermine vergeben worden. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Düsseldorf mit. Insgesamt seien 244.300 Termine vergeben worden. Die Terminvergabe im bevölkerungsreichsten Bundesland hatte am Morgen um 8 Uhr begonnen - online und telefonisch. Vor allem am Vormittag hatten viele Menschen wegen eines zu großen Ansturms zunächst keine Termine vereinbaren können.

Termine für Corona-Impfung in NRW: Jeder der berichtigt ist, soll auch drankommen

Eine Ministeriumssprecherin warb um Verständnis: „Wir haben es mit rund einer Million Impfberechtigten zu tun, die aktuell Termine für eine Schutzimpfung vereinbaren können.“ Bei einem so großen Vorhaben könne es trotz intensiver Vorbereitungen und Abstimmungen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen „auch mal ruckeln“. Wahr sei aber auch, dass die Internetseiten und Hotlines erwartungsgemäß dem ersten Ansturm nicht gewachsen gewesen seien. Die Kassenärztlichen Vereinigungen arbeiteten derzeit mit Hochdruck daran, diese Engpässe zu beseitigen. „Deshalb bitten wir alle, die von diesen Engpässen betroffen sind, herzlich um ein wenig Geduld.“ Es gingen keine Impftermine verloren. Jeder, der geimpft werden möchte, werde drankommen, „wenn auch nicht sofort“.

Update vom 25. Januar, 21.57 Uhr: Die Kritik an der Vergabe der Impftermine reißt nicht ab. Nachdem sich Bürger in ganz NRW am Montag mit der Überlastung der Telefon-Hotline und der Internetseiten herumgeärgert haben, ist nach Angaben eines Lesers aus Hamm die entsprechende Internetseite zwar wieder erreichbar - Termine gibt es in Hamm aber offenbar zunächst keine mehr. Je nach Stadt oder Landkreis kann das aber auch anders aussehen - im Kreis Gütersloh etwa waren nach Angaben der Behörden am Nachmittag noch zahlreiche Termine frei (siehe Update 15.44 Uhr).

Doch nicht nur die Überlastung hat am Montag zahlreiche Menschen auf die Palme gebracht. So schrieb etwa ein Leser aus Erkrath unserer Redaktion wörtlich: „Impfchaos ist der richtige Begriff.“ Nach zahlreichen Versuchen seit dem frühen Morgen, seine hochbetagten Eltern per Telefon oder Internet anzumelden, sei ihm zumindest die Registrierung online gelungen, doch nach deren Identifikation per Mail werde sie nicht anerkannt, sobald man sich zur Terminwahl anmelden wolle, so der Leser weiter.

Auch am Telefon habe er nicht mehr Glück gehabt, schildert der Mann. „Bei der Hotline meldet mir das Telefon einen Fehler oder die Verbindung wird sofort unterbrochen“.

Termine für Corona-Impfung in NRW: Technische Probleme

Von technischen Problemen berichtet auch eine Leserin aus Hamm. So habe sie für die Terminvergabe nötige Codes über ihr Mobiltelefon erhalten, diese seien aber nur für zehn Minuten gültig gewesen. Das Formular verlangte ihren Angaben nach drei vierstellige Codes, sie habe aber nur zwei erhalten. Das dritte Eingabefeld mit „0000“ zu füllen, habe zum „unerwarteten Fehler“ geführt. Auch telefonisch sei nichts zu erreichen gewesen. „Wer hat sich dieses Verfahren nur ausgesucht?“, fragt die Frau aus Hamm. Ihrer Meinung nach wäre es viel einfacher gewesen, die angeschriebenen Über-80-Jährigen zu bitten, sich zu melden, wenn sie nicht geimpft werden wollen. „Die anderen hätten vom Impfzentrum einen Termin bekommen“, so ihre Idee von einer besseren Impftermin-Vergabe.

Auch Manfred Möller hat fast acht Stunden gebraucht, um für seine Mutter einen Termin zu ergattern - das Protokoll eines Frusttages. Holprig war der Anmelde-Start laut soester-anzeiger.de* auch im Kreis Soest, wie Senioren berichten.

Termine für Corona-Impfung in NRW: Laschet zieht positives Fazit zum Anmelde-Start

Update vom 25. Januar, 16.29 Uhr: Die Anlaufschwierigkeiten beim Impfstart in Nordrhein-Westfalen haben sich am Montag bei unzähligen Menschen bemerkbar gemacht, die sich einen Termin sichern wollten. Wegen des Ansturms von Bürgern waren die Anmelde-Webseiten im Internet und die Telefon-Hotlines überlastet.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat trotzdem ein positives Fazit gezogen: „Der Impfstart ist gelungen“, sagte er in Berlin nach den ersten Online-Sitzungen der neu gewählten CDU-Spitzengremien. „Zehntausende haben heute Termine bekommen.“ Es sei aber von vornherein klar gewesen: „Wenn eine Million Menschen einen Brief bekommen und dann eine Hotline anrufen, dann kann es zu Stauungen kommen. Dann kann es auch zu technischen Problemen kommen.“

Am Anfang habe es Probleme gegeben, räumte Laschet ein. „Es muss auch nicht jeder heute anrufen, es reicht auch noch morgen oder übermorgen.“ Die Termine lägen dann im Februar - „so weit der Impfstoff dann vorhanden ist“.

Termine für Corona-Impfung in NRW: Webseiten und Telefon-Hotline überlastet

Update vom 25. Januar, 15.44 Uhr: Dass es bei der Vergabe der Impftermine für die Über-80-Jährigen Schwierigkeiten gibt, zeigt auch eine Mitteilung des Kreises Gütersloh mit Zahlen aus dem Kreis eindrucksvoll. „Stand 14 Uhr erst 194 Termine von 10.400 vergeben“, ist diese überschrieben. Der Kreis Gütersloh bestätigt die Probleme auf der Website und mit der Telefon-Hotline. „Die vergleichsweise niedrige Zahl resultiert aus der Überlastung der Buchungssysteme. Dadurch sind die Impfwilligen häufig nicht durch gekommen beziehungsweise bekamen im Internet Meldungen wie ‚kein Impftermin mehr frei‘.“

Der Kreis will in diesem Zusammenhang etwas klarstellen: Termine im Impfzentrum Kreis Gütersloh seien noch reichlich frei. Der Kreis Gütersloh bittet darum, es weiterhin auf einem der beiden Anmeldewege zu versuchen. Der Anmeldeprozess werde sich nach und nach entzerren. Durch einen großen Ansturm seien sowohl die telefonische Anmeldung der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116117 als auch die Online-Anmeldeseite unter www.116117.de stark überlastet.

Der Kreis Gütersloh teilt für seinen Zuständigkeitsbereich auch einige Hintergrund-Informationen zur Zahl der freien Termine mit: „Frei geschaltet hat das Impfzentrum zunächst Impftermine für die Erstimpfung bis zum 19. März, Zweitimpfungen kann man sogar bis zum 4. April buchen. Die Zahl der frei geschalteten Termine richtet sich nach der Zahl der vom Land NRW zur Verfügung gestellten Impfdosen: Für die ersten acht Wochen kalkuliert die Leitung des Impfzentrums mit rund 228 pro Tag. Es sind also bereits über 10.000 Impftermine freigeschaltet. So bald neue Lieferzusagen des Landes eingegangen sind, werden weitere Impftermine frei geschaltet.“

Termine für die Corona-Impfung in NRW: Server der Website und Telefon-Hotline nicht zu erreichen

Update vom 25. Januar, 14.29 Uhr: Die Server der Website und die Telefon-Hotline für einen Impftermin waren zum Start der Terminvergabe kaum zu erreichen. Aber auch über zusätzliche Probleme sprechen unsere Leser. So wurde, obwohl es nicht angekündigt war, die Versichertennummer benötigt - eine besondere Schwierigkeit für Privatversicherte und Angehörige, die ihre Großeltern oder Eltern anmelden wollen.

Auch ist der Vorgang selbst kompliziert: Zunächst wird für den Zugang ein Pin versendet, dann erhalten die Nutzer Vermittlungscodes für die Impftermine. Diese müssen dann ausgewählt werden, doch der Abstand zwischen zwei Impfterminen ist unklar.

Ein Leser berichtet, dass der Impfstoff von BioNTech einen Mindestabstand zwischen den Impfungen von 21 Tagen habe, der von Moderna von mindestens 28 Tagen. Es sei jedoch nicht herauszufinden, welche Impfung gespritzt wird. Viele Leser haben nach mehreren Stunden die Anmeldung frustriert abgebrochen.

Update vom 25. Januar, 12.09 Uhr: Die Kassenärztlichen Vereinigungen bestätigten, dass Server und Hotline überlastet sind. Aktuell gebe es erhebliche Verzögerung bei der Terminbuchung für Corona-Impfungen.. „Es wird unter Hochdruck an der Beseitigung der Engpässe gearbeitet“, heißt es. „Alle, die die Möglichkeit haben, einen Termin zu einem späteren Zeitpunkt zu buchen, sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.“

Update vom 25. Januar, 11.39 Uhr: Termine können nach Informationen einer Leserin nicht mehr vergeben werden. Nachdem sie versuchte seit 8 Uhr heute Morgen versuchte einen Impftermin für ihre Mutter online zu vereinbaren, wurde ihr nun telefonisch eine Absage mitgeteilt. Man könne aufgrund technischer Probleme keine Termine für Corona-Impfungen mehr vergeben. In einigen Tagen sei das wieder möglich.

Termine für Corona-Impfung in NRW: Probleme mit Hotline und Server zum Start heute

Mehrere Leser von wa.de melden Probleme bei der Anmeldung zur Impfung. Sowohl online als auch telefonisch gibt es Schwierigkeiten. Die Server brechen unter der Last zusammen - und die Telefon-Hotline ist entweder nicht zu erreichen, oder die Angehörigen und Senioren landen in langen Warteschlangen.

Auch Programmierfehler treten auf der Website auf. So berichtet ein Leser, dass er wohl einen ersten Impftermin anmelden konnte, jedoch die zweite Impfung nicht angemeldet werden kann, weil das Programm eine Fehlermeldung ausspielt, er sei nicht zum ersten Termin angemeldet.

Terminvergabe für Corona-Impfung: Sind schon alle Termine ausgebucht?

Wer sich online zur Impfung anmelden möchte, muss sich durch mehrere Seiten kämpfen und erhält schließlich einen Pin per SMS. Mit diesem können dann die Vermittlungscodes für die beiden Impftermine (die erste und zweite Impfung) freigeschaltet werden. Sucht man dann nach einem Termin, kann es wieder zu einem Fehler „Syntax Error“ kommen.

Sind jetzt (Stand 25. Januar, 11.09 Uhr) schon alle Termine ausgebucht? Zumindest die Anzeige bei der Impf-Terminvergabe online lässt darauf schließen. Noch ist aber unklar, ob es sich um einen Fehler der Website handelt oder ob wirklich schon alle Termine weg sind.

Start der Impf-Terminvergabe: Die Internetseiten sind nicht erreichbar, die Hotline überlastet.

Durch die zusätzlich ab heute geltenden neuen Corona-Regeln, die für mehr Menschen im Homeoffice sorgen, sind die Internetverbindungen in NRW eh einer besonderen Belastung ausgesetzt.

Anmeldestart zur Corona-Impfung: So können Sie sich anmelden - zumindest theoretisch

Wenn Sie auf die Website kommen oder noch abwarten: Hier sind die wichtigsten Informationen zum Start der Terminvergabe in NRW. Geimpft werden die Über-80-Jährigen ab dem 8. Februar in den Impfzentren.

Anmeldung zur Corona-Impfung in NRW: Wie bekomme ich einen Termin?

Am besten vereinbaren Sie den Termin online unter www.116117.de. Allerdings ist die Anmeldung erst seit 8 Uhr möglich, die Server sind überlastet. Im Rheinland sollen die Bürger auch unter termin.coronaimpfung.de einen Termin vereinbaren können. Anmelden kann man sich auch, wenn man den offiziellen Info-Brief nicht erhalten haben sollte.

Anmeldung zur Corona-Impfung in NRW: So funktioniert die Anmeldung per Telefon

Sie können sich auch telefonisch zur Impfung anmelden. Menschen in Westfalen wählen die Rufnummer 0800-116 117 02. Wer im Rheinland lebt, tippt die 0800-116 117 01. Die Anrufe sind kostenfrei. Die Leitungen sind von 8 Uhr bis 22 Uhr besetzt.

Wer am Telefon einen Impftermin vereinbart, hält am besten Stift und Papier bereit, um die Daten zu notieren. Es werden zwei Termine im Abstand von etwa drei Wochen vergeben. Den ersten für die Erstimpfung, den zweiten für die zweite Impfung. Erst die zweite Impfung gewährleistet den Impfschutz.

Corona-Impfung in NRW: Angehörige können Termine für Senioren vereinbaren

Die Terminvereinbarung können auch Angehörige oder Vertrauenspersonen übernehmen. Zu beachten ist: Zunächst können nur Menschen, die schon über 80 Jahre alt sind, einen Impftermin erhalten. Alle anderen müssen noch warten.

Sie brauchen einen Termin, um in einem Impfzentrum gegen Corona geimpft zu werden. Wer ohne Anmeldung auftaucht, wird abgewiesen. - *soester-anzeiger.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Cedric Nougrigat

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