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Kein Freitesten mehr bei Infektion: NRW kippt Corona-Regel

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Von: Sven Schneider

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Wer sich in NRW mit Corona infiziert, muss für fünf Tage in Quarantäne. Das Freitesten, um die Isolation verlassen zu können, fällt nun weg.

Hamm - Die Corona-Pandemie ist in Deutschland beinahe in Vergessenheit geraten. Weihnachtsmärkte, Sportveranstaltungen und Versammlungen können zumeist ohne Testpflicht besucht werden. Dennoch ist die Ernüchterung groß, sollte der Corona-Test ein positives Ergebnis anzeigen. Zum 30. November 2022 werden nun die Quarantäne-Regeln in Nordrhein-Westfalen angepasst, die das Verlassen der Isolation deutlich vereinfachen.

Freitesten nach Corona-Quarantäne in NRW: Testpflicht wird abgeschafft

Fünf Tage lang müssen Menschen in NRW, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, weiterhin in Quarantäne. Wie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) nun mitteilte, dürfe man diese ab dem 30. November 2022 nach eben jenen fünf Tagen automatisch verlassen, ohne ein negatives Testergebnis vorweisen zu müssen. In einigen Bundesländern wird gar das Ende der Isolation angestrebt.

Damit kippt die Landesregierung die bisherige Testpflicht zur Freitestung. „Nach wie vor halte ich die Isolierung von infizierten Personen zum gegenwärtigen Zeitpunkt für erforderlich“, ließ sich der abwesende NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zitieren und verwies zugleich auf die bevorstehende kalte Jahreszeit, in der die Grippewelle wieder anrollt. Laumann höchstselbst nahm am Mittwoch an der Debatte im Landtag wegen einer Corona-Infektion nicht teil.

Wie ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage mitteilte, arbeitet der 65-Jährige von zu Hause aus. Für Laumann ist es bereits die zweite Corona-Infektion. Er sei nicht schwerer erkrankt, sondern habe Erkältungssymptome. Gemäß der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission hatte Laumann sich Mitte Oktober das vierte Mal impfen lassen.

Freitesten in NRW entfällt: Diese Regeln gelten nun bei einem positiven Corona-Test

„Die Isolierung kann dabei helfen, Infektionen zu verhindern und Belastungen unseres Gesundheitssystems zur reduzieren“, so Laumann weiter. Nach wie vor gelte die Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI), sich erst dann aus der Isolierung nach einer Corona-Infektion zu begeben, sollte ein negatives Testergebnis vorliegen. Dabei handelt es sich allerdings, anders als zuvor, nicht um eine Testpflicht.

Grundsätzlich gilt:

Sonderregelungen gibt es hingegen für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, für die ein Tätigkeitsverbot bis zur Vorlage eines negativen Corona-Testergebnisses gilt.

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