Zahlreiche Städte und Kreise betroffen

Ausgangssperre in NRW: aktuelle Corona-Regeln zu Uhrzeit, Ausnahmen und Arbeitnehmer

In NRW kommt es im Zuge der Corona-Notbremse des Bundes zu zahlreichen Ausgangssperren. Worauf die Bürger jetzt achten müssen und welche Ausnahmen es gibt.

Dortmund/Berlin - Der Start des neuen Corona*-Infektionsschutzgesetzes dürfte die einzige Verwirrung bleiben. Das Gesetz tritt heute (Freitag, 23. April) in Kraft. Faktisch gilt es aber erst ab Samstag (24. April). Doch was kommt jetzt auf Deutschland und NRW* zu? Und vor allen Dingen - was ist beim Thema Ausgangssperren zu beachten?

BundeslandNRW
Inzidenz181 (Freitag, 23. April)
Neuinfektionen6.940 (Freitag, 23. April)

Ausgangssperre in NRW: Neues Corona-Infektionsschutzgesetz gilt ab Samstag (24. April)

Das neue Infektionsschutzgesetz* beendet das bundesländerübergreifende Durcheinander bei den Corona-Regeln. Wenn ein Kreis oder eine Stadt an drei Tagen hintereinander eine Corona-Inzidenz von über 100 hat (§ 28b Infektionsschutzgesetz), treten die neuen Regeln in Kraft (alle News zu Corona in NRW* bei RUHR24).

Es gilt eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. Der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung oder einer Unterkunft ist untersagt. Doch was gilt in NRW und Deutschland im Detail?

Ausgangssperre in NRW: Für Bürger gelten wichtige Regeln und Ausnahmen

Es gibt die eine oder andere Ausnahme, wann Bürger ihre Wohnungen verlassen dürfen. Es ist zum Beispiel trotz ab 22 Uhr geltender Ausgangssperre erlaubt, bis 0 Uhr Spazieren oder Joggen zu gehen. Zudem gelten folgende Ausnahmen, bei denen man die Wohnung oder das Haus verlassen darf

  • Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,
  • berufliche Tätigkeiten sowie die An- und Abreise auf direktem Weg, unaufschiebbare Tätigkeiten im beruflichen Umfeld,
  • Arzt- und Tierarztbesuche - Notdienste,
  • Hilfe von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
  • Begleitung und Betreuung von Personen, die sich in akuter Lebensgefahr befinden,
  • Versorgung von Tieren - Gassi gehen ist erlaubt, sollte aber nur in Ausnahmefällen zwischen 22 Uhr und 5 Uhr stattfinden.

Bürger in NRW sollten jedoch darauf achten, ob die Städte individuelle Allgemeinverfügungen auf den Weg gebracht haben. So ist es in Köln beispielsweise nicht erlaubt zwischen 22 Uhr und 0 Uhr joggen zu gehen, wie die Rheinische Post meldet.

Die Ausgangssperre betrifft allerdings nicht das Privatgrundstück. Es ist erlaubt, dass Bürger in NRW nach 22 Uhr in den Garten gehen. Die angepassten Corona-Regeln treten am Freitag (23. April) in Kraft, gelten allerdings erst ab Samstag (24. April). Das hat in der NRW-Großstadt Dortmund im Zuge der neuen Kita-Regeln* für Verwirrung gesorgt.

Ausgangssperre in NRW: Es gilt auch die Corona-Regel des Nachtreiseverbots

Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr gilt auch ein sogenanntes Nachtreiseverbot. Es ist für die Bürger in NRW und Deutschland - in den Kreisen und Städten mit einer Inzidenz von über 100 an drei Tagen in Folge - verboten, sich in Fahrzeugen, sowohl in Autos als auch im Öffentlichen Verkehr, aufzuhalten. Die Ausnahmen: Medizinische Notfälle und Wege zur Arbeit. Bei Missachtung droht ein Bußgeld von 250 Euro.

Doch welche Kreise und Städte müssen im Bundesland NRW mit einem Eintreten des Corona-Infektionsschutzgesetzes rechnen? Das heißt: Wo hat es in den vergangenen drei Tagen eine Inzidenz von über 100 gegeben? Lediglich der Kreis Coesfeld (92,9) und Höxter (73,4) liegen noch unter einer Inzidenz von unter 100 (Stand 23. April).

Münster (106,6) hatte am Donnerstag (22. April) noch eine Inzidenz von unter 100. Für die restlichen Kreise und Städte in NRW wird ab Samstag (24. April) eine Ausgangssperre gelten. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jonas Güttler/dpa

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