Chemie-Unfall im Alu-Werk Unna

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Symbolfoto

[Update 17:45] UNNA - Im Aluminiumwerk Unna hat es am Donnerstagmorgen einen Chemie-Unfall gegeben. In einer Beizanlage ereignete sich eine ungeplante chemischen Reaktion, bei der Nitrosegase frei gesetzt worden sind. Eine Gefährdung für die Bevölkerung besteht nicht. 14 Mitarbeiter sind vorsorglich in Krankenhäuser gebracht worden.

Die ersten Informationen, nach denen es im Alu-Werk eine Reaktion mit Salpeersäure gegeben hat, sind nun bestätigt. Laut Pressemitteilung der Stadt kam es beim Beizvorgang von Aluminium-Probestücken zu einer unvorhergesehenen Reaktion mit der zum Beizen genutzten verdünnten Salpetersäure, die dann letztlich zur Freisetzung der Gase führte.

Nitrosegase können eine Ätz- und Reizwirkung auf die Atemorgane haben. Ein spezielles Erkundungsfahrzeug der Feuerwehr habe daher unmittelbar nach dem Vorfall Luftmessungen rund um das Werk durchgeführt. Dabei wurden keine erhöhten Schadstoffwerte außerhalb des Werksgeländes festgestellt, so dass keine Gefährdung für die Bevölkerung bestand.

Alle in der Nähe der Anlage befindlichen Mitarbeiter wurden laut Mitteilung detailliert über mögliche Gesundheitsrisiken informiert. Darüber hinaus wurden 14 Mitarbeiter vorsorglich zur Beobachtung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Zur genauen Ursache des Unfalls können noch keine Angaben gemacht werden, da im Aluminiumwerk die identischen Prozesse seit vielen Jahren ohne Störungen in Altanlagen durchgeführt werden. Die genaue Ursachenermittlung könne laut Pressemitteilung der Stadt unter Umständen einige Tage dauern.

Die Unnaer Feuerwehr war mit 21 Fahrzeugen und 70 Feuerwehrleuten im Einsatz. Dazu kamen noch zahlreiche Mitarbeiter und Helfer des Rettungsdienstes, des DRK und des Fernmeldedienstes. Gegen 16.30 Uhr wurde der Einsatz beendet und die Fertigungsbereiche wieder frei gegeben, heißt es abschließend.

Quelle: wa.de

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