Charmeoffensive für den Biber in der Eifel

HÜRTGENWALD - Wenn Biber an fremden Bäumen nagen, ist es oft ein Ärgernis. Am Donnerstag wurde eine Charmeoffensive für den Nager gestartet, der in NRW vor allem in der Eifel lebt.

Die Biologische Station Düren, Zoos und Museen entwickeln ein Angebot, damit vor allem Kinder mit ihren Eltern den Biber hautnah erleben können. Die Beobachtung von Bibern, der Blick auf Bauten und Dämme oder der Versuch, einen Biberdamm zu bauen - das soll das manchmal konfliktbeladene Verhältnis zwischen Mensch und Tier entschärfen. Das Projekt war Gewinner im Tourismuswettbewerb "Erlebnis NRW" des Landes. In der Eifel lebt die größte Biber-Population des Landes.

Biber gelten zwar als Sympathieträger. Aber wenn sie Obstbäume fällen, Wasserrohre verstopfen und durch ihre Dämme Wege überfluten, gibt es Ärger, wie der Biber-Experte Lutz Dalbeck sagte. In solchen Fällen schlichten im Kreis Düren seit zwei Jahren vier sogenannte Biberberater, die der Biologischen Station angegliedert sind.

Das neue Erlebnis-Projekt bietet nach Angaben der Station die Chance für Verständnis und mehr Nachsicht. Als Hauptlebensraum in NRW könne sich die Nordeifel als "Biberland" positionieren. Projektpartner sind unter anderem das Zoologische Forschungsmuseum Alexander König (Bonn), der Zoologische Garten (Köln) und das Wasserinformationszentrum Eifel. Ein Grundangebot zum Thema Biber gebe es bei der Biologischen Station schon jetzt, sagte Dalbeck.

Rund 100 Jahre nachdem der Biber fast ausgerottet war, leben den Angaben zufolge rund 400 Biber in NRW. Neben der Eifel gewinnt der Niederrhein als Lebensraum an Bedeutung. Und an der Erft beginnt die Ausbreitung jetzt langsam. - lnw

Quelle: wa.de

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