Caritas und Diakonie kaufen ökologisch und sozial ein

+
Caritas und Diakonie in NRW wollen künftig nur noch Produkte kaufen, die bestimmte ökologische und soziale Standards einhalten. ▪

WESTFALEN ▪ Schulterschluss über Konfessionsgrenzen: In einem Modellprojekt wollen Einrichtungen von Caritas und Diakonie den Einkauf von Produkten und Dienstleistungen konsequent an ökologischen und sozialen Standards ausrichten. Entwickelt wurde das Projekt „Zukunft einkaufen“ vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen in Schwerte; die Bundesstiftung Umwelt schießt 400 000 Euro zu.

„Wer kauft, entscheidet mit, wie Weichen für die Zukunft gestellt werden: ob Wälder abgeholzt, ausbeuterische Löhne gezahlt oder das Klima geschützt und Armut gelindert werden kann“, betonte der Präses der Evangelischen Landeskirche, Alfred Buß. Das gelte etwa für Großeinrichtungen der Diakonie: „Sie können Märkte beeinflussen.“ Neben Energie und Lebensmitteln soll ein Schwerpunkt im Kauf von Textilien und Pflegeprodukten liegen. Mit 850 000 Mitarbeitern in 350 000 Einrichtungen gehören Caritas und Diakonie zu den größten Arbeitgebern. Sie kaufen jährlich für 48 Milliarden Euro ein.

MANFRED BRACKELMANN

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare