Bundesweit aktive Bande von Spielhallen-Einbrechern gesprengt

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38 Taten in Deutschland werden der Bande aus den Niederlanden zur Last gelegt.

MÜNSTER - Die Staatsanwaltschaft und Polizei Münster haben am Mittwoch von einem großen Fahndungserfolg berichtet: Eine offenbar sechsköpfige Einbrecherbande aus den Niederlanden, die bundesweit 38 Spielhallen heimgesucht haben soll, sitzt hinter Schloss und Riegel.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt es, dass die Polizei bereits am 3. November im Bereich der sogenannten Emslandautobahn A31 und der B54 im Münsterland drei mit europäischem Haftbefehl gesuchte Spielhalleneinbrecher nach einer erneuten Tat in Geislingen/ Baden-Württemberg festgenommen habe.

"Ein weiterer Täter stellte sich am Tag darauf bei der Polizei in Hengelo/Niederlande. Ein fünftes Mitglied der Tätergruppe befindet sich bereits seit wenigen Tagen wegen zahlreicher Wohnungseinbrüche in den Niederlanden in Untersuchungshaft", heißt es.

Es bestehe dringender Tatverdacht, dass die insgesamt sechsköpfige niederländische Tätergruppe im Alter von 23 bis 37 Jahren seit Herbst 2013 bundesweit mindestens 38 Einbrüche in Spielhallen begangen habe.

Die Einbrecher hätten tagsüber die Spielhallen ausspioniert und seien nachts zurückgekehrt. Sie hätten stets die Eingangstüren zerstört und sich auch von Alarmanlagen nicht abschrecken lassen. Die Gesamtbeute aus den Spielautomaten, deren Verbleib ungeklärt ist, soll bei insgesamt über 300.000 Euro liegen.

Auf Nachfrage konnte Oberstaatsanwalt Heribert Beck von der Staatsanwaltschaft Münster nicht konkret sagen, wo die Tatorte im Einzelnen liegen. Das liege daran, dass ihm die entsprechenden Akten nicht vorlägen. Wie viele Taten sich daher auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen beziehen, ist unbekannt.

Die Auswertung von Videoaufzeichnungen in den Spielhallen und Zeugenaussagen hatten die Ermittler auf die heiße Spur gebracht. Für die Ermittlungskommission "Flipper" war demnach schnell klar, dass fünf der Täter in den Niederlanden wohnten und nur für die Einbrüche nach Deutschland einreisten. Einer der Täter lebe im Kreis Borken.

"Nach und nach konnte der Bande die Vielzahl an Taten nachgewiesen werden. In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft in den Niederlanden erwirkte die Staatsanwaltschaft Münster bereits vor der Festnahme europäische Haftbefehle. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicher", heißt es abschließend in der Pressemitteilung. - eB

Quelle: wa.de

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