Bundespräsident lobt Freiwilligendienste

+

BAD OEYENHAUSEN - Bundespräsident Joachim Gauck hat die große Zahl der Freiwilligen in sozialen und ökologischen Diensten als ermutigendes Zeichen für die Gesellschaft gelobt. Es mache ihn glücklich, Menschen zu treffen, die freiwillig und ohne Profitdenken solche Aufgaben übernähmen.

Gespräche mit Menschen, die sich einsetzen: Der Bundespräsident hat sich für einen Besuch in Ostwestfalen das Thema Freiwilligendienste vorgenommen. Mehr als hundert "Bufdis" traf er hier - und sprach ihnen ein dickes Lob aus.

Der Bundespräsident wollte zum Thementag "Freiwilligendienste und soziales Lernen" am Dienstagnachmittag auch die Von Bodelschwinghschen Stiftungen in Bielefeld-Bethel besuchen. Derzeit leisten mehr als 100 000 Menschen in Deutschland Freiwilligendienste, davon 50 000 im Bundesfreiwilligendienst und 50 000 weitere im Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahr. Dafür bekommen sie ein Taschengeld von etwa 300 Euro monatlich.

Begleitet wurde Gauck von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Sie denke derzeit nicht daran, ein Pflichtjahr für junge Menschen einzurichten. Derzeit gebe es mehr Bewerber als Stellen in den Freiwilligendiensten. Das sei auch eine finanzielle Frage.

"Es sind solche Begegnungen, die mich total glücklich machen", sagte der Bundespräsident. Am Vortag habe er mit dem belgischen Königspaar gegessen, am Abend mit dem Kabinett. "Davor musste ich einen Minister entlassen, das war nicht so lustig."

Die rund 120 jungen Leute besuchen in einem Bildungszentrum in Bad Oeynhausen ein begleitendes Seminar zu ihrem Dienst. Die Teilnehmer berichteten, wie viel Kraft und positive Energie aus ihrer Arbeit komme. Die 19-jährige Anna Sophie Wichmann, die im Krankenhaus arbeitet, sprach von einem schönen Gefühl, wenn die Patienten sie lobten. Und Luisa Götting, die ihren Dienst in einer Förderschule mit behinderten Schülern leistet, sagte: "Wenn die einen anlächeln, dann ist das das Schönste, was es gibt." - dpa

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare