Bundespolizei stoppt Schalke-Fans mit Pyrotechnik

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Die bei der Bundespolizei gelagerten "Fundstücke" der Fangruppe.

GELSENKIRCHEN - Beamte der Bundespolizei haben am Wochenende am Gelsenkirchener Bahnhof eine offenbar neue Fangruppe der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 gestoppt. Sie war mit Sprengkörpern, Sturmhauben und Rauschmitteln unterwegs.

Wie am Montagmittag mitgeteilt wurde, wollte die neunköpfige Gruppe - offenkundig eine neue Fangruppierung der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 - am Samstagmorgen mit dem Zug von Gelsenkirchen zum Spiel ihres Teams gegen den KFC Uerdingen nach Wanne-Eickel reisen. Fankundige Beamte der Bundespolizei wurden auf die im Hauptbahnhof "auffällig agierende Gruppe" aufmerksam. Hierbei fiel insbesondere ein 21-jähriger Mann aus Wesel mit einer braunen Plastiktasche auf.

Da jüngst mehrfach schon auf der Anreise von Fans Pyrotechnik gezündet wurde, durchsuchten die Polizisten die Tasche. Dabei wurden verschiedene verbotene Sprengkörper und zwei Sturmhauben aufgefunden. Zudem war der Weseler im Besitz eines Joints.

Die Gegenstände wurden beschlagnahmt. Gegen den 21-Jährigen leitete die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen Verstöße gegen das Sprengstoff- und Versammlungsgesetz ein. Auch der Besitz des Joints soll "strafrechtliche Beachtung" finden, hieß es.

Die Pyrotechnik wurde der Entschärfergruppe der Bundespolizei übergeben. Nach einer ersten Sichtung sprachen die Spezialisten von einer "nicht unerheblichen Gesundheitsgefahr", die bei einer Detonation der Sprengkörper zum Beispiel im Zug bestanden hätte.

Es sei nicht auszuschließen, dass "diese neue Gruppierung die Begegnungen der zweiten Mannschaft bewusst aufsucht, um Pyrotechnik zu benutzen, ohne der erhöhten Gefahr ausgesetzt zu sein durch starke Polizeipräsenz erkannt zu werden", heißt es in der Mitteilung.

Die Ermittlungen dauern an. - WA

Quelle: wa.de

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