Brücke stürzt auf Autobahn A2 bei Bielefeld

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Die beschädigte Brücke auf der A2 bei Bielefeld. ▪

BIELEFELD ▪ Es ist der Alptraum eines jeden Autofahrers: Auf der vielbefahrenen Autobahn 2 in Bielefeld ist gestern Vormittag nach einem Unfall mit einem Lastwagen eine Fußgängerbrücke auf die Fahrbahn gekracht.

Ein Teil der Brückenteile fiel auf den Kofferraum eines Autos. Die Fahrerin erlitt einen gehörigen Schreck, blieb aber unverletzt. Auch sonst kam niemand zu Schaden. „Es ist ein absolutes Wunder, dass niemand verletzt wurde“, sagte Polizeisprecher Martin Schultz. Allerdings gab es im Großraum Bielefeld bis in die Nacht hinein ein riesiges Verkehrschaos: „Hier geht praktisch nichts mehr“, so Schultz.

Kurz nach 11 Uhr hatte der Fahrer eines Muldenkippers aus Rheda-Wiedenbrück einen verhängnisvollen Fehler begangen. Laut Schultz hatte er versehentlich die Kippmulde seines Fahrzeugs ausgelöst, was nur möglich war, weil er es offenbar vorher versäumt hatte, eine Sicherung zu aktivieren. Direkt unter der stählernen Fußgängerbrücke zwischen den Anschlussstellen Bielefeld-Zentrum und Bielefeld-Sennestadt fuhr die Mulde hoch und riss die Brücke bis zum Mittelstreifen ein. In Fahrtrichtung Dortmund stürzte sie komplett ein. Das Teilstück Richtung Hannover blieb zwar äußerlich völlig unbeschädigt. Später hinzugezogene Statiker stellten aber auch dort große Schäden fest, so dass die Brücke komplett abgerissen werden musste.

Die Abriss- und Bergungsarbeiten dauerten bis spät in die Nacht. Die A2, eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands, blieb daher für Stunden komplett gesperrt. Es bildeten sich Staus bis zu 14 Kilometer in beiden Richtungen.

Wie Polizeisprecher Schultz sagte, war die Fußgängerbrücke in der Vergangenheit schon einmal beschädigt worden: Im Juni 2007 war die Schaufel eines Baggers, der auf einem Tieflader transportiert wurde, gegen die Stahlkonstruktion geprallt. Das beschädigte Brückenteil war Anfang 2008 ausgetauscht worden. ▪ lnw/hd

Quelle: wa.de

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