Tat vom Januar 2012

Briefbombe mit Herzchen: 5 Jahre Haft für Dortmunder

DORTMUND - Schwarzpulver, Metallkugeln und ein batteriebetriebener Zündmechanismus: Im Januar 2012 hat ein 54-jähriger Dortmunder einem Bekannten eine voll funktionsfähige Briefbombe geschickt.

Dafür ist er am Donnerstag vom Landgericht Dortmund wegen Mordversuchs zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Sprengsatz war nur deshalb nicht detoniert, weil der Empfänger beim Öffnen zufällig den Zünddraht durchtrennt hatte. Auslöser des Briefbombenanschlags war ein erbitterter Streit, bei dem auch frühere Straftaten eine Rolle spielten. Der Angeklagte hatte den Bau der Bombe im Prozess gestanden, eine Mordabsicht jedoch verneint.

Richter Ulf Pennig sprach in der Urteilsbegründung von einer "niederträchtigen Tat". Außerdem attestierte er dem Angeklagten eine "üble Gesinnung". Die Komponenten für den Sprengsatz hatte der Angeklagte über das Internet bestellt. Neben die Adresse hatte er außerdem noch rote Herzchen gemalt, um keinen Verdacht zu erregen. - lnw

Quelle: wa.de

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