Nachspeise steht unter Verdacht

Brechdurchfall auch in Hamm und Coesfeld

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[Update 21.15 Uhr] HAMM/MÜNSTER - Plötzlich bekommen Kleinkinder und junge Schüler in Münster Brechdurchfall. Sie gehen in verschiedene Kitas und Grundschulen, essen aber Produkte vom gleichen Lieferanten. Die Ursachensuche läuft. Auch im Kreis Coesfeld und in Hamm seien Fälle aus Schulen gemeldet worden.

Die Brechdurchfall-Erkrankungen von Kindergartenkindern und Schülern in Münster haben sich ausgeweitet. In Münster sind in weiteren Kindergärten und Schulen Kinder erkrankt. Die Zahl der gemeldeten Fälle erhöhte sich bis Freitagmittag auf rund 120, wie ein Stadtsprecher berichtete. Betroffen sind vier Grundschulen und sechs Kindertagesstätten. Auch im Kreis Coesfeld und in Hamm wurden Fälle aus Schulen gemeldet.

Demnach soll in der Lippestadt – so der Stand Freitagabend – eine Schule betroffen sein. Um welche es sich handelt, war nicht in Erfahrung zu bringen.

Das Gesundheitsamt Münster hatte am Donnerstag die Lebensmittelüberwachung eingeschaltet. Der Leiter des Gesundheitsamtes geht nach ersten Hinweisen von einer Übertragung der Krankheit durch eine Gemeinschaftsverpflegung aus. Eine räumliche Nähe der Kinder gibt es nicht. Die betroffenen Grundschulen und Kindergärten liegen in verschiedenen Stadtteilen. Laboruntersuchungen von Essensresten sollen die Ursache ermitteln. Ergebnisse der Analysen sollen erst in der nächsten Woche vorliegen.

"Gefährliche Krankheitsverläufe zeichnen sich nicht ab. Die Infektion verläuft meist harmlos. Teilweise sehen die Eltern nicht einmal Grund, mit ihrem Kind den Arzt aufzusuchen", sagte der Leiter des Gesundheitsamtes, Norbert Schulze Kalthoff, laut Mitteilung. In einem Fall musste ein neunjähriges Mädchen stationär behandelt werden, sein Zustand aber sei nicht kritisch.

Unter Verdacht steht eine Nachspeise aus Quark mit Äpfeln und Zimt, wie die Stadt vermutet. Die betroffenen Kitas und Grundschulen werden von einer Firma mit Essen beliefert. Laut Pressemitteilung kooperiert das Unternehmen bei der Ursachenforschung. - stg/dpa

Quelle: wa.de

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