Mehrere Millionen Euro Schaden

Brandanschläge in Aachen und Köln: Polizei fasst Poco-Erpresser

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Feuerwehrleute bekämpfen am 1. Juni den Poco-Brand in Aachen.

[Update 15.35 Uhr] Köln - Nach zwei Großbränden in Lagerhallen des Möbel-Discounters Poco hat die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis einen 43-jährigen Verdächtigen festgenommen. Er soll versucht haben, das Unternehmen um eine Millionensumme zu erpressen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 43-Jährigen vor, Lagerhallen in Köln und Aachen angesteckt und anschließend Erpresserbriefe an das Unternehmen geschickt zu haben. Darin soll er einen einstelligen Millionenbetrag gefordert und mit weiteren Bränden gedroht haben, falls Poco nicht zahle.

Vom Lager des Möbel-Discounters blieb nichts übrig.

Gegen den Mann am Mittwochabend festgenommenen Mann wurde Haftbefehl wegen räuberischer Erpressung und schwerer Brandstiftung erlassen. Der 43-Jährige bestreite die Taten und verweigere derzeit jede Aussage, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung habe die Polizei Brandbeschleuniger gefunden, hatte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Donnerstag berichtet.

Schaden in Höhe von fünf Millionen Euro

Außerdem hätten die Ermittler Hinweise entdeckt, dass der 43-Jährige der Verfasser der Erpresserbriefe sein könnte. Der Gesamtschaden beider Brände liegt Bremer zufolge bei rund fünf Millionen Euro. Der Verdächtige soll am 22. Mai eine rund 2000 Quadratmeter große Lagerhalle in Köln angezündet haben. Einige Tage danach sei bei Poco ein erstes Erpresserschreiben eingegangen, sagte Bremer.

Die Feuerwehr in Aachen kämpfe stundenlang gegen den Brand.

Das Unternehmen habe darauf die Polizei eingeschaltet. Bei einer fingierten Geldübergabe sei ein anderer Mann festgenommen, aus Mangel an Beweisen aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Polizei ermittelt weiter, ob der Mann an der Erpressung beteiligt gewesen ist. Am vergangenen Montag ging in Aachen eine weitere Lagerhalle von Poco in Flammen auf.

Der Brand griff von der 7000 Quadratmeter großen Halle auf weitere Gebäude in dem Gewerbegebiet über. Auch nach diesem Brand ging bei Poco ein Erpresserschreiben ein, zudem erhielt die Firma einen anonymen Anruf. An der Lösung des Falls waren zeitweise bis zu 200 Ermittler beteiligt. - dpa

Quelle: wa.de

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