Mordkommission eingerichtet

Feuer-Drama in Mehrfamilienhaus: Mann verhaftet - Komplize tot

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Die Feuerwehr Schalksmühle rettete einem Mann das Leben. 

Dichter Rauch dringt aus dem Haus, ein Mensch ruft verzweifelt um Hilfe. Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Schalksmühle spielten sich dramatischen Szenen ab. Jetzt hat die Polizei einen 27-jährigen Mann verhaftet. Ein anderer war tot, als die Polizei ihn fand.

  • Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus in Schalksmühle im Sauerland.
  • Die Polizei verhaftete einen 27-jährigen Mann in Halver.
  • Ein weiterer Tatverdächtiger wurde tot aufgefunden.

Update, 19. Dezember: Nach dem Brand am 9. Dezember im Keller eines Mehrfamilienhauses in Schalksmühle-Dahlerbrück ermittelte die Polizei wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Eine eigens eingerichtete Mordkommission beim Polizeipräsidium Hagen ermittelte zwei 27 und 35 Jahre alte Männer als Täter. Das Amtsgericht Hagen erließ gegen beide Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

Der 35-Jährige wurde am vergangen Sonntag (15. Dezember) leblos in seiner Wohnung aufgefunden. Nach den polizeilichen Ermittlungen ist von einem Selbstmord auszugehen.

Der 27-Jährige befand sich auf der Flucht. Er wurde im Zuge der Fahndung am Donnerstagvormittag in Halver festgenommen. Er soll im Laufe des Nachmittags dem Haftrichter vorgeführt werden.

Nachbarn hatten in der Tatnacht Flammen im Keller des Mehrfamilienhauses im Schalksmühler Ortsteil Dahlerbrück bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die barg einen 79-jährigen Hausbewohner und brachte ihn schwer verletzt ins Krankenhaus.

Das ist unsere Berichterstattung zur Tatnacht:

Der Löschzug I der Freiwilligen Feuerwehr Schalksmühle wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag um 1.50 Uhr zum Linscheider Berg alarmiert. Zeugen meldeten dichten Rauch, der aus einem Gebäude drang. 

Vor Ort bestätigte sich diese Meldung. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Person, um Hilfe rufend, am Fenster des ersten Obergeschosses eines Mehrfamilienhauses, während dichter Rauch aus dem Fenster quoll. Die Feuerwehr rettete den Betroffenen sofort über eine Steckleiter. 

Der Patient wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung dem Rettungsdienst übergeben und kam in ein Krankenhaus. Weitere vier betroffene Personen konnten das Gebäude selbstständig verlassen und wurden  untersucht. 

Parallel zur Menschenrettung gingen Angriffstrupps unter Atemschutz in das Gebäude vor. Der Brandrauch hatte sich bereits im gesamten Objekt ausgebreitet. Die Einsatzkräfte kontrollierten daher umgehend den Treppenraum und die weiteren Wohnungen. Im Keller leitete eine andere Gruppe die Brandbekämpfung ein. 

Insgesamt waren vier solcher Angriffstrupps, also acht Feuerwehrmänner, in dem  Haus im Einsatz. Eine Ausbreitung des Brandes auf weitere Teile des Hauses konnte verhindert werden. 

Nachdem gegen 3 Uhr das Feuer gelöscht war, zogen sich die Lüftungsmaßnahmen im Gebäude und die weiteren Aufräumarbeiten noch deutlich länger hin. 

Neben den Löschgruppen Dahlerbrück und Schalksmühle, die mit 30 Einsatzkräften vor Ort waren, waren auch der Leiter der Feuerwehr, das Ordnungsamt, die Polizei und der Energieversorger an der Einsatzstelle. Das Deutsche Rote Kreuz Schalksmühle war ebenfalls mit vier Rettungskräften vor Ort. Weiterhin waren zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug an der Einsatzstelle. 

Zur Schadenshöhe und zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Polizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. 

Die Polizei bittet um Hilfe bei der Suche nach einem Sexualstraftäter. Er attackierte eine Frau in der Lüdenscheider Fußgängerzone.

Quelle: wa.de

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