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Siebenstelliger Sachschaden nach Brand in Holzverarbeitungsfirma: Ursache weiter unklar

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Von: Dirk Grein, Jona Wiechowski

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Ein Bagger des THW Olpe wurde nachalarmiert. Dieser entfernte herabgestürzte Dachelemente der Halle.
Ein Bagger des THW Olpe wurde nachalarmiert. Dieser entfernte herabgestürzte Dachelemente der Halle. © Feuerwehr Plettenberg

Nach dem Großbrand in einem holzverarbeitenden Betrieb in Rönkhausen am Sonntagvormittag gibt es weitere Details.

(Update, 30. Mai, 17.09 Uhr) Nach dem Großbrand wird in Richtung Brandstiftung ermittelt. Das berichtete die Pressestelle der Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung. Den Sachschaden beziffert sie „im unteren siebenstelligen Bereich“.

Interessant sind die Ermittlungen in Richtung Brandstiftung vor dem Hintergrund, dass bereits im März 2021 im gleichen Betrieb eine mit Holzspänen gefüllte Lagerhalle komplett niedergebrannt war. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben damals, dass es sich um Brandstiftung handelte.

Mit einem Ergebnis der aktuellen Ermittlungen wird frühestens in der nächsten Woche gerechnet, hieß es von der Polizei.

(Update, 29. Mai, 18.35 Uhr) Die Rauchschwade, die am Sonntagvormittag über dem Dorf aufstieg, ließ nichts Gutes erahnen: Zum wiederholten Mal ist in einem holzverarbeitenden Betrieb in Rönkhausen ein Brand entstanden. Dieser hat Auswirkungen auf den Bahnverkehr.

Rönkhausen - Die Polizei konnte am Sonntag noch keine Angaben zu Brandursachen und Schadenshöhen machen. Wie in solchen Fällen üblich sei der Betrieb beschlagnahmt worden: Nach Beendigung der Löscharbeiten sollen Brandsachverständige ihre Arbeit aufnehmen. Mit ersten Ergebnissen sei frühestens am Montag zu rechnen, teilte die Polizei auf Nachfrage mit.

Die Ergebnisse des Messzuges des Kreises Olpe liegen indes bereits vor: Bei den ausgewerteten Luft- und Wasserproben sind keine bedenklichen Werte festgestellt worden; eine Gefährdung für Mensch, Tier und Natur bestehe demnach nicht.

Für die Nachlöscharbeiten wurde ein Bagger des THW angefordert, der unter anderem das Brandgut auseinanderziehen sollte. Außerdem musste die Dachhaut geöffnet werden, um weitere mögliche Glutnester zu eliminieren.

Nach ersten Erkenntnissen vor Ort soll das Feuer in einer Halle ausgebrochen sein, in der Holzhackschnitzel hergestellt werden. Die Alarmierung bei den Einsatzkräften der Polizei ging um 10.46 Uhr ein. Die Ursache für das Feuer ist zunächst unklar.

Teile des Dachs stürzten ein.
Teile des Dachs stürzten ein. © Jona Wiechowski

Der Brand hatte Auswirkungen auf den Bahnverkehr: Die Bundespolizei hatte eine vorübergehende Streckensperrung angeordnet. Laut Störungsstelle der Bahn endeten und begannen die Züge aus Richtung Siegen Hauptbahnhof kommend in Finnentrop. Aus Richtung Hagen Hauptbahnhof endeten und begannen die Züge zurzeit in Plettenberg. Inzwischen ist die Sperrung zumindest einseitig aufgehoben, der Bahnverkehr rollt wieder an der Einsatzstelle vorbei. Streckenposten der Bahn sind im Einsatz.

Erstmeldung: Die Feuerwehr ist mit einem entsprechend großen Aufgebot ausgerückt, um den Brand zu bekämpfen. Mehr als 150 Einsatzkräfte sind vor Ort. Unter anderem wurde überörtliche Hilfe der Plettenberger Feuerwehr angefordert, die mit einer Drehleiter und der Löschgruppe Eiringhausen vor Ort ist. Da die Halle bei Eintreffen der Feuerwehr in Vollbrand stand, ist mit einem längeren Löscheinsatz zu rechnen.

Zurzeit ist ein Messzug der Feuerwehr Olpe unterwegs. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Daher bittet die Feuerwehr die Anwohner darum, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Bevölkerung sei auch über die Warn-App Nina informiert worden.

Der Brand in der Halle ist indes nach rund zwei Stunden Löscharbeiten im Griff, wie Plettenbergs Feuerwehrsprecherin Lisa Vedder berichten kann. Mehrere Trupps hätten die Flammen mit C-Rohren bekämpft. Drehleitern aus Plettenberg und Bamenohl kommen zum Einsatz. Im Gebäude wurden mehrere Gasflaschen gesichert, die nun gekühlt werden.

Die Feuerwehr bei Löscharbeiten an einem holzverarbeitenden Betrieb in Rönkhausen.
Die Feuerwehr bei Löscharbeiten an einem holzverarbeitenden Betrieb in Rönkhausen. © Jona Wiechowski

In dem Rönkhauser Betrieb hatte es bereits Anfang des Jahres gebrannt.

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