Fremdverschulden wird ausgeschlossen

Mann stirbt bei Brand im MK - Polizei stellt schon nach einem Tag die Ermittlungen ein

Toter bei Brand in Herscheid-Reblin
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Feuerwehr und Polizei waren in Herscheid-Reblin im Einsatz.

Bei einer mutmaßlichen Explosion oder Verpuffung ist am Samstag ein Mann aus Lüdenscheid in Herscheid-Reblin ums Leben gekommen. Die Kriminalpolizei erklärte bereits am Montag, die Ermittlungen einzustellen.

Herscheid - Alles deute auf einen Suizid hin, erklärte Polizeisprecher Marcel Dilling am Montagvormittag. Fremdverschulden werde ausgeschlossen. Es stehe fest, dass sich der Mann das Leben genommen hat.

Hinweis der Redaktion: Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. Wir machen eine Ausnahme, wenn der Fall öffentlich Aufmerksamkeit erregt hat und andere Menschen betroffen waren wie zum Beispiel in diesem Fall durch den Einsatz der Feuerwehr. Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, z.B. bei der Telefonseelsorge, Telefon (08 00) 1 11 01 11.

Ausgangsmeldung von Samstag: Im Anbau eines Wohnhauses im Ortsteil Reblin ist ein Mann am Samstagnachmittag ums Leben gekommen. Offenbar hatte es dort eine Explosion oder eine Verpuffung gegeben. Zeugen hatten von einem lauten Knall berichtet.

Die Herscheider Wehr wurde gegen 16.30 Uhr mit dem Alarmstichwort „Feuer 2 - mehrfache Menschenrettung“ nach Reblin gerufen. Dort fanden die Einsatzkräfte den leblosen Mann vor, für den sie nichts mehr tun konnten. Ein offenes Feuer gab es nicht, wohl aber Rauchentwicklung, die die Wehrleute mit Lüftungsmaßnahmen bekämpften.

Zwei weitere Personen wurden von Notarzt und Rettungsdienst verletzt ins Krankenhaus gebracht. Darunter ein Mann, der als Ersthelfer das Opfer noch wiederbeleben wollte, doch seine Hilfe kam zu spät. Der Ersthelfer habe selbst Schnittverletzungen erlitten, so die Polizei.

Ein unklarer Todesfall ist immer Sache der Kriminalpolizei. Deren Bereitschaftsdienst, die Kriminalwache, beginnt an der Einsatzstelle mit den Ermittlungen und stellt die Weichen: Ihre ersten Erkenntnisse entscheiden darüber, ob möglicherweise die Kriminaltechnik oder Spezialisten für Tötungsdelikte die weiteren Ermittlungen übernehmen. Dies ist in Reblin wohl nicht der Fall, was zumindest den Anschein erweckt, dass nicht von Fremdverschulden ausgegangen wird.

Obgleich Sachschäden bei einer solchen Tragödie mehr als nachrangig sind, wurden diese im Polizeibericht auch erwähnt. Sie wurden allerdings nicht genauer beschrieben.

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