Dortmund

Bombenentschärfung legt Bahnstrecke lahm

DORTMUND - 1,5 Tonnen Sprengstoff stecken im Weltkriegs-Blindgänger, der am Sonntagmittag in Dortmund entschärft wird. Dementsprechend groß ist der Evakuierungsradius rund um den Fundort im Stadtteil Hörde. 16 500 Anwohner müssen ihre Wohnungen verlassen. Auch wer morgen mit der Bahn nach Dortmund reisen will, muss mit Einschränkungen rechnen.

Das betrifft viele Weihnachtsbesucher, die an den Adventswochenenden aus der ganzen Region nach Dortmund strömen. Störungen gibt es auf den Bahnstrecken zwischen Hagen und Dortmund sowie Soest und Dortmund. Auch die viel befahrene B54 aus Richtung Hagen wird zeitweise gesperrt. Ab 9 Uhr beginnt die Evakuierung, die Entschärfung ist am Mittag geplant. Das müssen Bahn- und Autofahrer beachten:

Die Stadt Dortmund informiert am Wochenende auf ihrer Internetseite fortlaufend über die Auswirkungen der Bombenentschärfung: www.dortmund.de

- Bahnverkehr: Ab 9 Uhr fahren Züge ohne Halt durch das Sperrgebiet. Der Weg zum Hauptbahnhof ist damit frei. Betroffen sind die Volmetalbahn (RB52) aus Lüdenscheid kommend, die Ardeybahn (RB53) aus Iserlohn kommend, der Sauerlandexpress (RB57) aus Bestwig kommend und die Hellwegbahn (RB59) aus Soest kommend. Gegen Mittag soll die Bombe entschärft werden – dann werden die Bahnstrecken komplett gesperrt. Die genaue Uhrzeit ist noch unklar. Bahnfahrer können sich kurzfristig auf der Internetseite der Eurobahn (www.eurobahn.de) informieren.

-Autoverkehr: Eine ähnliche Regelung gilt für die B54. Eine Durchfahrt zwischen Hagen und Dortmund-Zentrum ist auch ab 9 Uhr möglich. Die Ab- und Zufahrten in Hörde sind gesperrt. Während der Entschärfung wird die stark frequentierte Bundesstraße wie auch die Bahnstrecke komplett gesperrt. Autofahrer, die über die A1, A45 oder B1 nach Dortmund fahren, müssen nicht mit Einschränkungen rechnen.

Wann alle Strecken wieder freigegeben werden können, ist nicht vorhersehbar. In der Regel kann der Kampfmittelräumdienst eine knappe Stunde nach Beginn der Entschärfung Entwarnung geben. Der Fund in Dortmund ist allerdings außergewöhnlich: Die Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg, die bei Bauarbeiten auf dem Gelände eines Unternehmens entdeckt worden ist, wiegt 1,8 Tonnen. 16 500 Anwohner werden evakuiert, die Westfalenhalle ist Anlaufstelle für alle, die nicht bei Familie oder Freunden unterkommen oder am Phönixsee spazieren gehen möchten. Das beliebte Ausflugsziel im Dortmund Süden befindet sich nicht im Sperrgebiet.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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