Terror-Einsatz der Polizei in Iserlohn

Bombendrohung gegen  Moschee: Staatsschutz veröffentlicht neue Details

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Bombendrohung gegen Moschee in der Iserlohner Bergwerkstraße.

[Update 9.55 Uhr] Nach der Bombendrohung gegen die Ditib-Moschee in Iserlohn am Donnerstag prüft der Staatsschutz einen Zusammenhang mit sehr ähnlichen Drohungen in zwei deutschen Großstädten.

Iserlohn - Nach der Bombendrohung gegen die Ditib-Moschee in Iserlohn am Donnerstag prüft der Staatsschutz in Hagen nach Angaben des Hagener Polizeisprechers Ralf Bode von Freitag Zusammenhänge zu der Bombendrohung gegen die Ditib-Zentralmoschee in Köln am Dienstag sowie zu zwei Drohungen gegen Münchner Moscheen ebenfalls am Donnerstag.

"Konkrete Ergebnisse dazu gibt es noch nicht", hieß es. Unbestätigten Informationen zufolge ist der Wortlaut der Droh-Mails in Iserlohn und München identisch. Aus ermittlungstaktischen Gründen würden keine Informationen zum Inhalt der Mail und des Mail-Providers veröffentlicht, hieß es seitens der Polizei. "Wir ermitteln mit Hochdruck und stehen im regen Austausch mit den anderen Behörden", sagte Bode.

Die Drohung gegen die Ditib-Moschee in Iserlohn war nach Angaben des Vorstands gegen 12.20 Uhr eingegangen, aber erst zwei Stunden später aufgefallen. In der Mail sei vor einer am Haupteingang deponierten Bombe gewarnt worden.

Unser Bericht von Donnerstag:

Laut Polizei des Märkischen Kreises ging am Nachmittag eine E-Mail mit einer Bombendrohung für einen bestimmten Zeitpunkt an den Vorsitzenden der Iserlohner Ditib-Moschee in der City-nahen Bergwerkstraße ein. Dass die Ankündigung des unbekannten Mail-Absenders für 16 Uhr galt, bestätigte Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei des Märkischen Kreises, nicht.

Polizei und die nachalarmierte Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Polizei sperrte den Bereich rund um die türkische Moschee ab und evakuierte die Anwohner - laut Polizei eine niedrige zweistellige Zahl. Die Sperrung betraf folgende Straßen: Elisabethstraße, Galmeistraße, Bergwerkstraße. Die Sperrungen sind aufgehoben. Die Anwohner konnten gegen 19.30 Uhr in ihre Wohnungen zurück.

Bombendrohung gegen Moschee in Iserlohn

Die Einsatzleitung lag beim Staatsschutz. Beamte der Polizei Hagen waren vor Ort. Es wurde ein Spezialteam mit Sprengstoff-Hunden - einer aus Krefeld, zwei aus Düsseldorf - angefordert. Das Absuchen der 400 bis 500 Quadratmeter großen Fläche begann gegen 18 Uhr.

Um 19.17 Uhr gab die Polizei per Twitter Entwarnung: "Die Hunde haben nichts gefunden. Die Ermittlungen zu der Droh-E-Mail dauern an." Die Anschlussermittlungen werden vom Staatsschutz in Hagen geleitet.

An der nahe gelegenen Bömberg-Grundschule hatte die Feuerwehr vorsorglich ein Lager eingerichtet. Rettungskräfte betreuten die Betroffenen.

Das Vorgehen der Polizei erinnerte an die Bombendrohung gegen das Iserlohner Finanzamt im Mai 2018.

Erst am Dienstag war bei der Kölner Ditib-Zentralmoschee eine E-Mail mit einer Bombendrohung eingegangen.

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Quelle: wa.de

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