Gefährliche Substanz verwendet

Kriminelles Duo will Geldautomaten in Bochum sprengen - nach der dritten Tat klicken die Handschellen

An einem solchen Geldautomaten der Postbank bissen sich die beiden Täter in Bochum gleich zweimal die Zähne aus.
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An einem solchen Geldautomaten der Postbank bissen sich die beiden Täter in Bochum gleich zweimal die Zähne aus.

Erst hatten sie kein Glück und dann kommt ihnen auch noch die Polizei auf die Schliche: Ein kriminelles Duo hat in Bochum dreimal versucht, Geld und Schmuck zu erbeuten - und ist dreimal gescheitert. 

  • Pech für zwei mutmaßliche Täter in Bochum
  • Sie scheitern dreimal beim Versuch, Geld und Schmuck zu erbeuten
  • Intensive Ermittlungen brachten die Polizei auf ihre Spur

Bochum - Die Polizei Bochum hat einem Mann das Handwerk gelegt, der in den letzten Wochen, zusammen mit einem Komplizen, mehrere Einbrüche im Einkaufszentrum RuhrPark begangen haben soll. Dabei stellte sich das mutmaßliche Täter-Duo nach Angaben der Behörde aber nicht sonderlich geschickt an. 

Wie 24VEST.de* berichtet, hatten sich die beiden Männer als erstes Ziel ihres Beutezugs am Donnerstag (5. Juni) ein Juweliergeschäft im RuhrPark ausgesucht. Gegen 2 Uhr nachts versuchten sie, dort die Schaufensterscheibe einzuschlagen, um an die Schmuckstücke in der Auslage zu kommen. Doch der Alarm in dem Laden löste aus und schreckte die Täter offenbar so auf, dass sie unverrichteter Dinge mit Mountainbikes in Richtung "Medi-Therme" flohen.

Einbruch im RuhrPark Bochum: Sprengung geht schief - Täter flüchten ohne Beute

Kläglich scheiterte auch ihr Versuch am Sonntag (14. Juni), gegen 2.35 Uhr, einen Geldautomaten in der Postbank-Filiale im RuhrPark durch Einleitung und Zündung von Gas zu sprengen, um das darin befindliche Geld mitgehen zu lassen. Denn die Sprengung ging schief, und wieder nahmen die Täter ohne Beute Reißaus - diesmal zu Fuß in Richtung der Fußgängerbrücke am Lütkendorpweg. 

Am Dienstag (23. Juni), gegen 1.50 Uhr, versuchten die beiden Kriminellen einmal mehr ihr Glück in der Postbank im RuhrPark - aber erneut vergeblich. Diesmal wollten sie auf Nummer sicher gehen und richtigen Sprengstoff einsetzen, um den dortigen Geldautomaten zu zerstören. 

In diesem grünen Trinkbecher befand sich der sichergestellte Sprengstoff - eine weiße Substanz.

Polizei in Bochum: Weißes Pulver ist hochgefährlicher Sprengstoff

Aber das in einem Trinkbecher mitgebrachte, hochgefährliche weiße Pulver kam erst gar nicht zum Einsatz. Denn das maskierte Duo wurde gestört und flüchtete vor Eintreffen der alarmierten Polizei - die auch in der Nachbarstadt Gelsenkirchen* wegen einer anderen Straftat eingreifen musste - durch die RuhrPark-Passage in Richtung der hinteren Parkplätze. Die eingetroffenen Beamten stellten den Sprengstoff sicher und entsorgten ihn anschließend.

Im Anschluss an die dritte Tat startete die Polizei eine Fahndung nach den zwei Tätern, die jetzt offenbar von Erfolg gekrönt war. Zumindest teilweise: Denn nach intensiver Ermittlungsarbeit im Bochumer Kriminalkommissariat 13 nahmen die Beamten am Freitag (10. Juli), gegen 14.20 Uhr, einen dringend tatverdächtigen Bochumer (20) fest - in einer Wohnung im Stadtteil Gerthe. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft - die einem anderen Fall schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Chef-Gynäkologen der Paracelsus-Klinik in Marl* erhebt - erließ das Bochumer Amtsgericht bereits einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten. Die Ermittlungen bezüglich des zweiten Tatverdächtigen dauern an. (op) *24VEST.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks

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