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Bobbahn-Drama: Es war nicht ihre erste Schussfahrt

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Kerzen und Rosen legten Freunde nach dem tragischen Tod des 25-Jährigen aus Bockum an der Bobbahn nieder.

HAMM - Es war nicht ihre erste heimliche Schussfahrt auf der Winterberger Bobbahn. Mindestens schon einmal zuvor waren die jngen Männer aus Hamm heimlich die 1,6 Kilometer lange Eisbahn für Profi-Sportler mit einem Kinderbob hinuntergerast.

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„Wir haben eine Zeugenaussage dazu, dass es nicht das erste Mal passiert ist“, bestätigte Ludger Rath, Pressesprecher der Polizei im Hochsauerlandkreis die entsprechende Veröffentlichung des WA. Bereits am Sonntag war im Dorf erzählt worden, dass es nicht die erste Erfahrung der Bockumer Freunde mit der 1,6 Kilometer langen Eisröhre gewesen sein soll.

Am Freitagabend hatten sich die vier Freunde auf den Weg nach Winterberg gemacht, um ihren Rodelspaß zu suchen. Gegen 23 Uhr traf die Gruppe in Winterberg ein. Zunächst ging es zu einem Skihang direkt neben der Bobanlage. Mit ihren Kinderbobs und einem Po-Rutscher wagen sich die 25, 26 und 29 Jahre alten Männer auf die Ski-Piste. „Auch das war extrem leichtsinnig und hätte schnell lebensgefährlich werden können“, sagte Rath. Schließlich hätten auf der Piste ebenso Arbeitsgeräte wie zum Beispiel Pistenraupen abgestellt sein können. Auch Eisenstangen von Liften oder Baum-stümpfe hätten im Wege sein können. „Es war eine stockfinstere Nacht. Man konnte nichts sehen.“

Den Verletzten geht es "den Umständen entsprechend gut"

„Den Umständen entsprechend" geht es den zwei Verletzten des Unglücks inzwischen gut, sagte Rath. Lebensgefahr habe nicht bestanden. Beide Männer seien noch nicht vernehmungsfähig. Von ihren Aussagen erhoffe man sich noch genauere Angaben zu dem Geschehen auf der Bobbahn. Doch zuerst müssten die Ärzte grünes Licht für Vernehmungen geben. Der gestorbene 25-Jährige soll am Dienstag obduziert werden. „Bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass jemand anderer als die Geschädigten verantwortlich sind“, sagte Neulken.

Den Bobbahn-Betreibern ist kein Vorwurf zu machen

Rückendeckung bekam die Betreibergesellschaft der Bobbahn. „Ihnen ist nach bisherigen Erkenntnissen kein Vorwurf zu machen“, sagte der für Presseauskünfte in Arnsberg zuständige Oberstaatsanwalt Thomas Poggel auf WA-Anfrage. Die Bahn sei „ordnungsgemäß abgesichert“ gewesen. - dfb

Quelle: wa.de

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