Bielefelder Blitzer: Über 35 Millionen für Stadtkasse

BIELEFELD - Der Blitzer am Bielefelder Berg hat schon eine Million mal ausgelöst. Er dürfte bald noch einträglicher werden. Denn künftig können alle Raser aus EU-Ländern verfolgt werden.

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Der berüchtigte Blitzer auf der A2 am Bielefelder Berg ist zwar bundesweit bekannt, dennoch klingelt es fast ungebremst in der Stadtkasse. Seit dem Arbeitsbeginn am 8. Dezember 2008 hat die Anlage mehr als eine Million Mal geblitzt, bestätigte das Ordnungsamt am Donnerstag einen Bericht des "Westfalen-Blatts". Die Radaranlage gilt als eine der bundesweit erfolgreichsten.

Mehr als 550.000 Verfahren wurden eingeleitet und spülten 35,4 Millionen Euro in die Stadtkasse. Ein Drittel fließt allerdings in Technik und Verwaltung, sagte Ulrich Höner vom Ordnungsamt der Nachrichtenagentur dpa.

Und die Einnahmen dürften noch steigen. Bislang konnten nur deutsche, niederländische und österreichische Raser zur Kasse gebeten werden. Viele Fahrer aus den anderen Ländern, vor allem aus Osteuropa seien mit Tempo 170, 180 - 100 ist hier erlaubt - vorbeigefahren "in dem Bewusstsein, dass wir sie nicht belangen können". Seit November sei eine neue EU-Richtlinie in Kraft, die die Verfolgung in allen EU-Ländern ermöglichen soll.

Die Zahl der Temposünder sei in den fünf Jahren kaum gesunken, sagte Höner. Allerdings nehme die Zahl der krassen Verstöße mit Führerscheinentzug ab. Prominente Temposünder, die Einspruch gegen ihren Bescheid einlegten und deren Fall damit öffentlich wurde, sind Dressur-Olympiasiegerin Isabelle Werth, der Maler Markus Lüpertz, der gleich zweimal mit seinem Maserati erwischt wurde, der Sänger Peter Maffay und "Tatort"-Kommissarin Simone Thomalla.

Einige der Fotos seien sehr kurios, erzählte Höner. Dazu zählte der 14-Jährige, der seine alkoholisierten Eltern nach Hause fuhr, ein großer Plüsch-Teddy auf dem Beifahrersitz und eine nackte Frau auf dem Schoß des Fahrers. - lnw

Quelle: wa.de

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