Blitz-Marathon in NRW:

Ein Potpourri der Kuriositäten

DÜSSELDORF - Viele Autofahrer werden aufatmen. Der Blitz-Marathon ist vorbei. Früh war er angekündigt und jeder konnte sich darauf einstellen. Und doch waren wieder reichlich Raser unterwegs, die in die Falle fuhren. Nachfolgend eine Zusammenfassung der Kuriositäten dieser Polizeiaktion.

Unrühmliche Spitzenreiter

Der Spitzenreitern unter den geblitzen Raser war eine Frau aus Lünen, die mit 145 statt erlaubten 80 Stundenkilometer fotografiert wurde. Auf der A 31 schoss eine Mutter mit Kind im Auto mit 109 Stundenkilometer durch eine Baustelle, in der nur 60 km/h erlaubt war.

Dumm gelaufen

Ein Autofahrer wurde trotz Erinnerungszettel am Lenkrad geblitzt. Auf der Bundesstraße 51 in der Eifel war der Mann etwas zu schnell unterwegs und muss jetzt ein Verwarngeld zahlen. Erstaunt waren die Polizeibeamten, als sie die Gedankenstütze des Mannes auf dem Lenkrad entdeckten. Ein Zettel mit der Aufschrift "Blitzer!!" klebte gut sichtbar an der Lenksäule. Genutzt hat es nichts.

Weil er anscheinend andere Autofahrer vor einem Radarwagen warnen wollte, ist ein 31-jähriger Dortmunder aufgefallen. Das Kuriose: Der Mann hatte nach Polizeiangaben keinen Führerschein. Und da seine Frau als Beifahrerin die Fahrzeughalterin war, haben jetzt beide Ärger. Da der Mann mit Warnblinklicht an der Messstelle vorbeifuhr, waren die Beamten erst auf ihn aufmerksam geworden.

In Iserlohn wurde ein Fahrer geblitzt, der sich nicht an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit hielt - er selbst hatte um die Messungen an dieser Stelle gebeten. In Recklinghausen hielten Jungen und Mädchen aus einem Kindergarten ein Transparent hoch: "Wir fordern: Runter vom Gas."

(Fahrer-) Nächstenliebe lohnt sich nicht

War es ein Akt der Nächstenliebe? Gelohnt hat es sich nicht. Ein Autofahrer wollte andere Fahrer vor einem Radarwagen warnen. Deshalb ist der 31-jähriger Dortmunder der Polizei beim dritten Blitz-Marathon aufgefallen. Der Mann hatte keinen Führerschein, wie die Polizei in Dortmund am Mittwoch mitteilte. Und da seine Frau als Beifahrerin die Fahrzeughalterin war, haben beide jetzt Ärger mit der Polizei. Da der Mann mit Warnblinklicht an der Messstelle vorbeifuhr, waren die Beamten erst auf ihn aufmerksam geworden. Als Grund nannte er ein Versehen, er habe eigentlich die Lüftung anmachen wollen. Bei der Überprüfung fehlte dann eine gültige Fahrerlaubnis. - dpa

...und hier noch eine seriöse Bilanz:

Die Polizei hat beim sogenannten Blitz- Marathon in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen rund 30.000 Autofahrer mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt. Insgesamt seien in beiden Ländern mehr als 820.000 Fahrzeuge kontrolliert worden, teilte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Donnerstag in Düsseldorf mit. 338 Autofahrer hätten die zulässige Höchstgeschwindigkeit so stark überschritten, dass ihnen ein Fahrverbot drohe. Der schnellste Raser sei auf der Autobahn bei Düsseldorf mit 176 statt der erlaubten 60 Stundenkilometer gemessen worden. Als Strafe erwarteten ihn 680 Euro Bußgeld, drei Monate Fahrverbot und vier Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und auch in den Niederlanden hatte seit Mittwochmorgen rund um die Uhr umfangreiche Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

Quelle: wa.de

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