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Blackout: Polizei in NRW bereitet sich auf flächendeckenden Stromausfall vor

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Von: Daniel Schinzig

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Die Angst vor einem Blackout ist groß. Auch die Polizei in NRW ist in Alarmbereitschaft. Es gibt Pläne für den Fall eines flächendeckenden Stromausfalls.

Hamm - Die Polizei in NRW bereitet sich schon seit einiger Zeit auf einen Blackout vor. Das Ziel der Polizei ist es, im Falle eines langanhaltenden, flächendeckenden Stromausfalls alle internen und externen Arbeitsabläufe fortsetzen zu können. Sicherheit und Ordnung sollen auch in diesem Szenario aufrechterhalten werden. Wie genau soll das bewerkstelligt werden?

Blackout in NRW: Polizei bereitet sich auf einen massiven Stromausfall vor

Vor allem soll die Notstromversorgung der Polizei weiter ausgebaut werden. Eigene Tankstellen der Polizei sollen auch bei Stromausfall in Betrieb bleiben, die Treibstoffvorräte sollen aufgestockt werden. Das Innenministerium NRW berichtet, dass der von der Polizei Nordrhein-Westfalen genutzte Digitalfunk zwar über mehrere Rückfallebenen abgesichert sei. Dennoch sind mehr als 100 Satellitentelefone angeschafft worden. Generell sind extra für den Fall eines Blackouts Notfallpläne erstellt worden.

Es geht dabei nicht nur darum, dass die Erreichbarkeit der Polizei bei einem Blackout sichergestellt ist, sondern auch Warnungen und Nachrichten die Bevölkerung erreichen. So können die Menschen sich beispielsweise mit batterie- oder dynamobetriebenen Kurbel-Radios informieren. Damit sich die Bevölkerung bereits jetzt schon auf den Ernstfall vorbereiten kann, kann online ein Quiz gemacht werden.

Außerdem steht der Polizei natürlich noch ein ganz klassisches Mittel zur Verfügung: Die Menschen mit Lautsprecherdurchsagen zu informieren. Das Land NRW hat in den Jahren 2018 bis 2020 insgesamt 25 Feuerwehr-Anhänger mit großen Notstromaggregaten beschafft und im Land stationiert. 75 weitere Notstromaggregate sollen noch angeschafft werden.

Blackout in NRW: Polizei bereitet sich auf den Ernstfall vor

Wichtig: Die allgemeine Zuständigkeit für den Katastrophenschutz liegt aber nicht bei der Polizei, sondern bei den Kreisen und kreisfreien Städten. Diese müssen Bedarfspläne und Risikoanalysen für den Fall eines großen Stromausfalls über längere Zeit erstellen.

Viele Menschen haben Angst, dass es im Winter tatsächlich zu einem Blackout kommen könnte. Kürzlich haben Experten eine Einschätzung dazu abgegeben. Falls der Stromausfall wirklich kommen sollte, hilft auch eine Notfall-Liste mit Lebensmitteln den Menschen, die Situation zu überstehen. (mit dpa)

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