Von Dienstag auf Mittwoch bislang kälteste Nacht des Winters

NRW bibbert - und es bleibt weiter klirrend kalt!

[Update] Soest/Lüdenscheid - Minus 16 Grad auf dem Kahlen Asten: So kalt wie in der vergangenen Nacht war es bisher in NRW im gesamten Winter nicht. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete, wurden aber auch im Flachland erneut Minusrekorde gemessen. Wann geht es endlich wieder bergauf mit den Temperaturen?

Schon in den beiden Nächten zuvor waren Kälterekorde aufgestellt worden. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete, wurden am Mittwochmorgen auch im Flachland Minusrekorde für diesen Winter gemessen. "Es war noch einmal etwas kälter als in der Nacht auf Dienstag", sagte ein Sprecher des DWD. 

Im Bergland lagen die Temperaturen zwischen minus 10 bis minus 18 Grad, im Flachland und am Rhein zwischen minus 8 und minus 13 Grad. Kälter wird es nun aber wohl erstmal nicht, in der Nacht zum Donnerstag soll es voraussichtlich etwas milder werden. "Es wird nicht mehr ganz so kalt", sagte ein DWD-Sprecher.  

Diese Tipps gegen den Dauerfrost sollten Sie kennen!

Trotzdem werde es voraussichtlich immer noch Werte zwischen minus 8 und minus 10 Grad geben. Am Donnerstag bringe ein einziehendes Tiefdruckgebiet erste Niederschläge. Dann kann es sehr glatt werden.

So bleibt Ihr Auto im Winter fit

Brrrrr! Auch für das Auto ist der Winter ganz schön hart. Wissenswertes bei Eis und Schnee erfahren Sie hier.

Waschen und einmal Föhnen, bitte! Bei Minustemperaturen in die Waschstraße fahren ist kein Problem, anschließend ein Trockenprogramm wählen.

Bei Schneematsch, Salz und Eis ist das noch wichtiger als im Sommer, wenn Vogelkot und Lindenstaub dem Lack zusetzen.

Vorwäsche: Eis und grobe Verschmutzungen vom Blech zu spülen. Ohne die Vorwäsche drohen Kratzer im Lack.

Streusalz und Dreck haben es auf die Karosserie und Lack abgesehen. Denn Rost liebt die Mixtur aus Feuchtigkeit, Salz und Straßenschmutz.

Die Leistungsfähigkeit von Autobatterien nimmt bei tiefen Temperaturen stark ab. Das Dilemma: Gerade im Winter wird zum Motorstart besonders viel Power gebraucht. Das schaffen nur fitte Batterien.

Starthilfe: Um die Elektronik vor gefährlichen Spannungsspitzen zu schützen, sollten vor dem Abnehmen des Überbrückungskabels möglichst viele elektrische Geräte im Pannenfahrzeug eingeschaltet werden.

Schieben ist nur bei Benzinern ohne Automatik möglich. Vorwärts schieben, zweiten Gang einlegen, zünden und dabei gleichzeitig Gas treten und dann die Kupplung kommen lassen. Vorsicht kann dem Kat schaden.

Frostschutzmittel in der Kühlflüssigkeit überprüfen. Kühlmittelanteil? Im Zubehörhandel oder an Tankstellen gibt es Frostschutzprüfer.

Wenn das Kühlwasser ist eingefroren ist, Motor auf keinen Fall starten! Die Wasserpumpe sitzt fest und ein Motorschaden droht.

Reifendruck spätestens nach 14 Tagen oder vor längeren Fahrten kontrollieren und laut Herstellerangaben einstellen.

Gummilippen vorsichtig von der Scheibe heben. Auf keinem Fall mit Gewalt. Manchmal ist es besser die Wischer mit etwas Frostschutzmittel zulösen.

Für ausreichend Frotzschutzmittelkonzentrat an Bord sorgen.

Mit Handfeger und Besen bekommt man ein Auto flott.

Standheizung ist prima. Doch auch im Winter die Klimaanlage einschalten: Sie entzieht der Luft Feuchtigkeiut und sorgt für klare Scheiben.

Um Unfälle zu vermeiden, ist auf angemessene Winterbereifung zu achten. Ist es dann doch zu einem Unfall gekommen, muss die Stelle gesichert werden. Dabei empfehle sich das Tragen einer Warnweste.

Schneeketten müssen aufgezogen werden, wenn es durch Beschilderung vorgeschrieben wird. Fahrzeuge mit Allradantrieb müssen dann an mindestens zwei Rädern einer Antriebsachse Ketten aufziehen, sonst droht dem Fahrer ein Verwarnungsgeld von 20 Euro.

Der ADAC empfiehlt im Winter immer einen Eiskratzer, Handschuhe, eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe sowie einen Türschloss-Enteiser dabei zu haben.

Auch eine warme Decke und Proviant sollten bei längeren Fahrten an Bord sein.

Weil die eisigen Temperaturen besonders für Obdachlose gefährlich sind, rückte die Polizei in Aachen am Montagabend zu einem besonderen Einsatz aus. 

So entwickelt sich bei Ihnen das Wetter

Die Beamten seien mit einem Mannschaftswagen zu den bekannten Orten im Stadtgebiet gefahren, an denen sich die wohnsitzlosen Menschen erfahrungsgemäß aufhalten, teilte die Polizei am Dienstag mit. 

Diese hätten das Angebot bei eisigen Minustemperaturen gerne angenommen und könnten auch die kommenden Nächte in der Unterkunft verbringen.

Bereits am Montag hatten verschiedene Städte in Nordrhein-Westfalen mitgeteilt, zusätzliche Unterkünfte für Obdachlose bereitzustellen. Auch in U-Bahn-Stationen in Köln oder Duisburg können hilfebedürftige Menschen nachts unterkommen.

Die ultimativen Reiseziele für die Flucht vor der Kältewelle

Aruba, kleine Antillen

Dominikanischen Republik

Burj-al-Arab, Dubai

El Gouna, Ägypten

Phuket, Thailand

Gran Canaria

Melbourne, Australien

Miami, Florida

Sultan Qaboos Grand Mosque, Oman

Auf den Straßen ist in der Nacht trotz des Winterwetters zunächst ruhig geblieben. Die Polizei meldete bei kaltem, aber trockenem Wetter keine Unfälle. In Hennef verletzten sich zwei Feuerwehrmänner leicht, als sie auf gefrorenem Löschwasser ausrutschten.

Wetter-Weisheiten: Welche Sprüche wirklich stimmen

Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rau. Falsch! Es gibt keinen gesicherten Zusammenhang zwischen einem feuchten Januar und einem trockenen Frühjahr – die Wahrscheinlichkeit liegt gerade mal bei 50 Prozent.

Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß. Stimmt! Allerdings ist dieser Zusammenhang nur sehr schwach. Für den kommenden Sommer hieße das trotzdem: viel Sonne und tropische Temperaturen, denn heuer war’s im Januar weiß und kalt.

Friert es auf Vigilius (31.1.), im Märzen Kälte kommen muss. Volltreffer! Liegen die Temperaturen Ende Januar unter dem Gefrierpunkt, ist es oft auch im März bitterkalt. Heuer gab‘s in München an diesem Tag keinen Frost, der März könnte also mild ausfallen.

Ist der Februar sehr warm, friert man Ostern bis in den Darm. Quatsch! Auch wenn die Wortwahl das Wetter nun sehr anschaulich beschreibt: An dieser Bauernregel ist nix dran.

Scheint an Lichtmess (2.2.) die Sonne heiß, kommt noch sehr viel Schnee und Eis. Richtig! Scheint die Sonne Anfang Februar häufiger als normal, ist es mit einer Wahrscheinlichkeit von über 70 Prozent im Februar und März frostig und kalt. Das liegt an der sogenannten Erhaltungsneigung des Wetters: Bringt ein Hochdruckgebiet Anfang Februar viel Sonne, bleibt das Wetter oft gleich über mehrere Wochen schön.

Felix und Petrus (21./22.2.) zeigen an, was wir 40 Tage für Wetter han. Richtig! In ganz Deutschland stimmt diese Regel in zwei Drittel aller Fälle. Regnet es an diesen Tagen nicht, bleiben auch die kommenden Wochen trocken – gleicher Zusammenhang gilt für die Temperaturen.

Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer lang und heiß. Schön wär’s! Auf einen kalten Februar folgt nicht zwangsläufig ein schöner Sommer – die Wahrscheinlichkeit liegt gerade einmal bei 50 Prozent. Schade eigentlich…

Im März viel Schnee und Regen bringt wenig Sommersegen. Blödsinn! Untersuchungen zeigen keinen Zusammenhang. Man darf also auch nach einem verschneiten März auf einen Super-Sommer hoffen!

Wenn es Kunigunden (3.3.) friert, sie’s noch 40 Nächte spürt. Stimmt nur tendenziell! In Süddeutschland trifft diese Regel mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent zu.

Friert es auf Gertrude (17.3.), der Winter 40 Tage nicht ruht. Stimmt überwiegend! Ist es Mitte März unterdurchschnittlich kalt, bleibt die zweite Märzhälfte zumindest mit einer Wahrscheinlichkeit von um die 60 Prozent kalt.

Wie das Wetter zu Frühlingsanfang (21.3.), ist es den ganzen Sommer lang. Stimmt! Entscheidend sind die Tage um diesen Stichtag. Wahr ist, dass es bei wenig Regen in diesen Tagen in sechs von zehn Sommern niederschlagsarm bleibt. Ist es hier zu warm und sonnig, bleiben Juni und Juli zu fast 70 Prozent schön.

Hält St. Ruprecht (28.3.) den Himmel rein, so wird es auch im Juli sein. Stimmt! Scheint dann die Sonne, ist der Juli mit über 72 Prozent Wahrscheinlichkeit sonniger als normal. Schlechtes Wetter um den 28.3. bringt mit 60-prozentiger Sicherheit auch einen trüben Juli.

Gibt’s im April mehr Regen als Sonnenschein, wird warm und trocken der Juni sein. Stimmt überwiegend nicht! Lediglich im Osten der Republik trifft die Regel in sechs von zehn Jahren zu. Prinzipiell ist aber kaum ein Zusammenhang zwischen April- und Juniwetter nachgewiesen.

Wenn’s viel regnet am Amantiustag (8.4.), ein dürrer Sommer folgen mag. Stimmt nur für den Süden! Hier liegt die Wahrscheinlichkeit für einen trockenen Sommer sogar zwischen 70 und 80 Prozent, wenn es Anfang April mindestens doppelt so viel geregnet hat wie üblich.

Auf einen nassen Mai folgt ein trockener Juni. Stimmt nur für den Süden! Im Großteil Deutschlands folgen auf einen nassen Mai genauso oft feuchte wie trockene Monate, in Ostdeutschland stimmt sogar das Gegenteil.

Das Wetter am Siebenschläfertag (27.6.), sieben Wochen bleiben mag. Stimmt! Diese bekannte Regel trifft vor allem dann zu, wenn man als Datum den 7. Juli hernimmt – das ist nämlich nach der Kalenderreform der wahre Siebenschläfertag. Am meisten trifft die Regel für uns im Süden zu. Dieser Tag ist übrigens der Gedenktag für die Sieben Schläfer von Ephesus und Lostag für Bauernregeln und hat nichts mit dem Nagetier zu tun.

Gießt’s an St. Gallus (16.10.) wie ein Fass, wird der nächste Sommer nass. Stimmt nicht! Hier besteht kein nachweisbarer Zusammenhang. Wieder einmal trifft die Bauernregel am ehesten für den Süden Deutschlands zu.

Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Stimmt! Durchschnittlich folgt in fast sieben von zehn Fällen auf ein kaltes Fest ein zu warmer Februar. Heuer an Weihnachten war’s in München mit Temperaturen knapp über null Grad relativ mild, der Frühling lässt noch auf sich warten.

Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Stimmt! Durchschnittlich folgt in fast sieben von zehn Fällen auf ein kaltes Fest ein zu warmer Februar. Heuer an Weihnachten war’s in München mit Temperaturen knapp über null Grad relativ mild, der Frühling lässt noch auf sich warten.

Warnung: Eisflächen nicht betreten!

Auszubildende der Feuerwehr Bochum nahmen jetzt beispielsweise an einer Eisrettungs-Übung teil (hier geht es zum Video). 

Die Feuerwehr weist auf die trotz der frostigen Temperaturen noch viel zu dünnen Eisdecken auf stehenden Gewässern hin. Es bestehe Lebensgefahr beim Betreten. - dpa

Kälteste Nacht des Jahres

Auto auf einer Landstraße im winterlich verschneiten Landkreis Holzminden. Schnee und Eis haben in Deutschland einen teilweise chaotischen Montagmorgen verursacht. Foto: Julian Stratenschulte

"Hoch Hartmut bringt mindestens bis Anfang März den zweiten Spätwinter", erklärte ein DWD-Sprecher. Hier streut ein Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung eine vereiste Straße ab. Foto: Paul Zinken

Wieder im Einsatz: Eine Frau räumt mit einem Schneeschieber ihre Einfahrt im mecklenburgischen Pokrentt. Foto: Jens Büttner

Die Kältewelle setzt sich voraussichtlich in den kommenden Tagen fort. Foto: Jens Büttner

Vereistes Ufer der Elbe vor der Dresdner Altstadt. In der Nacht zum Montag gab es landesweit strengen Frost zwischen minus 15 und minus 10 Grad - besonders in Thüringen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Kahnert

Hier gehört er hin. Verschneite Berge an der deutsch-österreichischen Grenze im Berchtesgadener Land. Foto: Lino Mirgeler

In Rom hat Schneefall das öffentliche Leben lahmgelegt. Die italienische Hauptstadt zeigte sich am Montagmorgen mit einer Schneedecke überzogen. Rechts ist das Nationaldenkmal Vittorio Emanuele II zu sehen. Foto: Alessandra Tarantino/AP

Schneegestöber auf der London Bridge. Auch die britische Hauptstadt zeigt sich im blütenweißen Gewand. Foto: Steve Parsons/PA Wire

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