Zwei Personen ins Krankenhaus gebracht

Kellerbrand in Marsberg: Schwierige Einsatzbedingungen für die Feuerwehr

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[Update 10.13 Uhr] Marsberg - Bei einem Kellerbrand in Marsberg sind am späten Montagabend zwei Personen verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden. Das Feuer brach gegen 23 Uhr im Keller eines Mehrfamilienhauses aus noch unbekannter Ursache aus. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war nötig, um den Brand zu bekämpfen und anwesende Hausbewohner aus dem Gebäude zu retten.

Wie die Feuerwehr mitteilt, wurde zuerst der Löschzug Marsberg sowie der Rettungsdienst zu einem Wohnungsbrand in die Oestersraße in Marsberg alarmiert. An der Einsatzstelle wurden die Einsatzkräfte mit sehr starker Rauchentwicklung aus einem Mehrfamilienhaus konfrontiert, in dem insgesamt 13 Bewohner gemeldet sind. "Dicker Rauch trat aus Kellerfenstern aus und hatte sich bereits ins Treppenhaus und darüber liegende Wohnungen ausgebreitet", berichtet Feuerwehr-Sprecher Ralph Pohle. Aufgrund der vorgefundenen Lage wurden zusätzlich die Löschgruppen aus Obermarsberg und Erlinghausen nachalarmiert. Der Rettungsdienst war mit drei Fahrzeugen vor Ort.

Vor Ort richteten die Einsatzkräfte zuerst den Fokus auf die Menschenrettung: Unter schwerem Atemschutz drangen mehrere Feuerwehrleute in das Gebäude ein, um das Treppenhaus und die darin befindlichen Wohnungen abzusuchen. Mit einem Hochdrucklüfter wurde diese Maßnahme unterstützt, um das Treppenhaus zu entrauchen. "In kurzer Zeit konnten die sechs anwesenden Hausbewohner gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Zwei Personen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Marsberger Krankenhaus gebracht werden", erklärt Ralph Pohle. Die weiteren gemeldeten Personen waren zum Zeitpunkt des Einsatzes nicht anwesend, wie sich schnell herausstellte.

Feuer schnell unter Kontrolle

Unter schwerem Atemschutz musste auch die Brandbekämpfung im Keller des Gebäudes vorgenommen werden. Das Feuer hatte sich bereits auf den gesamten Keller ausgebreitet. Starke Rauch- und Hitzeentwicklung machte es den Einsatzkräften sehr schwer, zum Brandherd vorzudringen. Daher wurden auch von außen Strahlrohre zur Brandbekämpfung eingesetzt. Zeitweise waren fünf Atemschutztrupps, also zehn Einsatzkräfte, gleichzeitig zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Gebäude. "Glücklicherweise hatten die Einsatzkräfte das Feuer schnell unter Kontrolle, der Brand blieb auf den Kellerbereich begrenzt", schildert Pohle. Nach etwa eineinhalb Stunden konnten die ersten Einsatzkräfte ihre Löschangriffe zurückbauen.

Insgesamt forderte der Einsatz einen sehr hohen Personal- und Gerätebedarf: Insgesamt etwa 70 Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Energieversorger und Ordnungsamt waren mit 14 Fahrzeugen an dem Einsatz beteiligt. Ein sehr hoher Bedarf bestand darüber hinaus an Atemschutzgeräteträgern und Atemschutzgeräten: Mehr als zehn Trupps mussten während des Einsatzes unter Atemschutz vorgehen. Diese konnten von allen alarmierten Einheiten gestellt werden. Auch die Atemschutzwerkstatt des Löschzugs Marsberg musste an der Einsatzstelle tätig werden. 

Geleitet wurde der Einsatz vom Marsberger Löschzugführer Michael Zinkhöfer. Die Kriminalpolizei begann noch vor Ort mit den Ermittlungen zur Brandursache. Aufgrund der starken Verrauchung konnten die Hausbewohner nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich noch bis in die frühen Morgenstunden hin.

Quelle: wa.de

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