Nach den Sommerferien

An jedem Berufskolleg in NRW: Schüler bekommen spezielles Corona-Impfangebot

Ein Schüler wird gegen das Coronavirus geimpft.
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Schüler an Berufskollegs in NRW sollen nach den Sommerferien spezielle Impfangebote erhalten (Symbolbild).

Nach den Sommerferien soll es an jedem Berufskolleg in NRW spezielle Corona-Impfangebote für Schüler und Beschäftigte geben. Das soll die Impfquote wieder steigern.

Düsseldorf – Fast zehn Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen* sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann* am Mittwoch (4. August) in Düsseldorf* mit. Das entspricht etwa 55 Prozent aller Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands. Um die Impfquote weiter zu steigern, macht die NRW-Landesregierung* allen Schülerinnen und Schülern sowie den Beschäftigten an den Berufskollegs im Land ein spezielles Impfangebot nach den Sommerferien (18. August).

Corona in NRW: Mobile Impfungen am Berufskolleg möglich

„Diese Impfangebote sollen in den 53 nordrhein-westfälischen Impfzentren durch die Kreise und kreisfreien Städte organisiert werden“, erklärt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Auch mobile Impfungen an den Berufskollegs wären dann möglich. Das sollten die Schulen mit den jeweiligen Kreisen abstimmen. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den vielfältigen niedrigschwelligen Aktionen der Impfzentren seit der Woche des Impfens gemacht. Mit dem Impfangebot an Schülerinnen und Schüler und Beschäftigte von Berufskollegs gehen wir nun noch einen Schritt weiter“, sagt Laumann. „Wer sich impfen lässt, leistet einen wichtigen Beitrag, um das Infektionsgeschehen nachhaltig zu hemmen. Diese Chance müssen wir nutzen.“

Corona-Impfung für Schüler am Berufskolleg – wie sieht es an anderen Schulen aus?

Auch Schulministerin Yvonne Gebauer* begrüßt den Vorstoß. „Ich freue mich, dass wir mit gezielten Impfangeboten an den Berufskollegs künftig dazu beitragen können, die Impfquote in der Bevölkerung weiter zu verbessern. Daher ist es gut, dass wir jungen Erwachsenen jetzt die Möglichkeit geben, sich ohne großen organisatorischen Aufwand impfen zu lassen.“ Bei der weiteren Bekämpfung der Pandemie würde es künftig immer stärker auf „solche pragmatischen Angebote ankommen, wie wir sie jetzt mit den mobilen Impfungen an unseren Berufskollegs umsetzen“. Rund 500.000 Schülerinnen und Schüler besuchen in NRW ein Berufskolleg.

Wie es an anderen Schulformen in NRW, mit mehr Schülern und 16 Jahren, aussieht, bleibt indes noch unklar. „Ob weitere besondere Impfaktionen erforderlich* sind, wird fortlaufend geprüft“, sagte das Ministerium auf Anfrage von wa.de*. Erst Ende Juli hatte die NRW-Landesregierung die Impfung von Kindern zwischen 12 und 15 Jahren unter strengen Voraussetzungen freigegeben*, obwohl die Ständige Impfkommission (STIKO) grundsätzlich Kindern unter 18 Jahren nur in Einzelfällen mit bestimmten Vorerkrankungen eine allgemeine Empfehlung für eine Corona-Impfung ausspricht. Danach hatte unter anderem die SPD gefordert, auch mobile Impfteams an weiterführende Schulen zu schicken*

Impfungen gegen Corona bald auch im Jobcenter

Doch nicht nur die Berufskollegs im Land sollen in den Impfprozess einbezogen werden. Auch in den Jobcentern soll es bald Impfmöglichkeiten geben. „Zukünftig bieten die Impfzentren bei Bedarf in den Jobcentern oder auf deren Gelände Impftermine für Kundinnen und Kunden sowie die Beschäftigten an“, so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Auch hier würden nach Absprach mobile Impfmöglichkeiten geschaffen.

„Damit schließen wir eine Angebotslücke und erreichen Menschen, die sich von den bisherigen Angeboten noch nicht angesprochen gefühlt haben“, betont Minister Laumann. Die Impfung müsse so nah wie möglich zu den Menschen kommen, „unkompliziert und bürgernah“, so Laumann. (bs) *24RHEIN und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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