Bergbau löst Erdbeben im nördlichen Ruhrgebiet aus

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Symbolbild

[UPDATE][ HALTERN - Im nördlichen Ruhrgebiet hat am Samstag die Erde gebebt. Ursache war der Bergbau. Ob es Schäden gab, ist noch unklar. 20 Anrufe gingen bei der Bergschadens-Meldestelle ein.

Ein durch den Bergbau ausgelöstes Erdbeben hat am Samstag kurz das nördliche Ruhrgebiet erschüttert. Größere Schäden wurden zunächst nicht bekannt. Beim Service-Center Bergschäden des Bergwerksbetreibers RAG seien bis Sonntagmittag 20 Anrufe eingegangen, sagte ein Unternehmenssprecher. Gemeldet worden sei etwa die Vergrößerung eines Risses an einem Wohnhaus.

Das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam meldete ein Beben mit einer Stärke von 3,5 auf der Richterskala. Die Erschütterung ging nach RAG-Angaben vom Kohleabbau des Bergwerks Auguste Victoria bei Haltern-Lippramsdorf/Eppendorf aus. Dort werde in einer Tiefe von rund 1300 Metern Kohle abgebaut. Ende des Jahres soll der Abbau an dieser Stelle eingestellt werden. Die Erschütterung sei gegen 12.35 Uhr sehr deutlich zu spüren gewesen, sagte der Sprecher weiter. Es sei in dieser Region eine der stärksten Erderschütterungen seit vielen Jahren gewesen.

Das im Auftrag des Bergbaus von der DMT (Deutsche Montantechnologie) betriebene Messnetz habe bei der sogenannten Schwinggeschwindigkeit einen Höchstwert von 35 Millimetern pro Sekunde registriert. "Das ist ein relativ dicker Wert", sagte der Sprecher weiter. Detaillierte Auswertungen der Überwachungsstationen dauerten noch an.

"Das Bergwerk bittet die Anwohner um Verständnis für die aufgetretenen Belästigungen", hieß es in einer Mitteilung. Durch den Bergbau ausgelöste Beben spüren die Bewohner der Region mehrmals im Jahr. In Haltern-Lippramsdorf hatte es im Dezember vergangenen Jahres ein Beben der Stärke 3,0 gegeben. - lnw

Quelle: wa.de

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