Rund um Essen:

Züge noch mindestens eine Woche mit Verspätung

[Update: 17.00 Uhr] ESSEN - ESSEN - Der Bahnverkehr am Essener Hauptbahnhof bleibt wegen möglicher Bergschäden voraussichtlich noch mindestens eine Woche gestört. Das teilte die Deutsche Bahn am Freitag mit.

In dieser Zeit plant die Bezirksregierung Arnsberg weitere Probebohrungen unter dem Gleisbett, um nach Hohlräumen durch den Bergbau zu suchen. Bis auf weiteres fahren nur Regional- und S-Bahnen den Essener Hauptbahnhof an. IC- und ICE-Züge umfahren Essen, sie halten auch nicht in Bochum und Mülheim/Ruhr. In der Nacht zu Freitag war zur Stabilisierung Beton in einen einsturzgefährdeten Bergbaustollen gepumpt worden. Voraussichtlich bis mindestens Freitag, 29. November, komme es im Großraum Essen zu Beeinträchtigungen, erklärte die Bahn.

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Der Zugverkehr nach Essen war am Freitag weiter eingeschränkt; nur Regional- und S-Bahnen rollten im Schritttempo über die Gleise in den Bahnhof. IC- und ICE-Züge wurden umgeleitet; der Bahnhof war deutlich leerer als an normalen Tagen. Seit Beginn der Störung hatten bis Freitagmorgen nach Angaben der Deutschen Bahn 1014 Züge Verspätung, 355 wurden umgeleitet.

Mit den Probebohrungen am nördlichen Bahndamm, etwa 500 Meter vor dem Bahnhof, soll auch geprüft werden, ob dort illegal Kohle abgebaut wurde. "Hier liegen Flöze, wir wollen wissen, ob die Flöze die Kohle noch haben, oder ob die Kohle abgebaut wurde", sagte Hogrebe. Im Laufe des Freitags soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Der Bergbaustollen, der die Störungen ausgelöst hatte, stammt etwa aus der Zeit um 1840. Entdeckt wurde er im Zuge der Baufelduntersuchung der neuen NRW-Zentrale der Bahn-Tochter Schenker AG. Inzwischen untersucht dort auch der Kampfmittelräumdienst, der Bomben entschärft, eine Verdachtsfläche. "Das ist Routine", sagte ein Sprecher der Bezirksregierung. - lnw

Der WDR hat eine Übersicht über die betroffenen Bahnhöfe und Strecken zusammengestellt.

Quelle: wa.de

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