"Belastung für Reisende hoch"

Lokführer-Streik in NRW: Bahn zieht Bilanz

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Der Lokführerstreik hat NRW stark betroffen

DÜSSELDORF - Der nächtliche Streik der Lokführer hat den Bahnverkehr in NRW besonders stark getroffen. "Die Belastung für die Reisenden war schon hoch", sagte eine Bahnsprecherin am Mittwoch.

Obwohl der Streik um 6 Uhr am Mittwochmorgen beendet wurde, waren tausende Bahnreisende im Berufsverkehr bis in die Mittagsstunden betroffen. Erst dann fuhren die Züge wieder im Takt. Besonders in Mitleidenschaft gezogen war nach Angaben der Deutschen Bahn der S- und Regionalbahnverkehr.

Von 21 Uhr am Dienstagabend hatten die Lokführer neun Stunden lang die Arbeit niedergelegt. Am Bahnhof in Minden strandeten am Dienstagabend etwa hundert Zugpassagiere auf dem Weg nach Berlin. Die Fahrgäste wurden schließlich mit einer Bahn nach Hannover gebracht und von dort mit Bussen nach Berlin gefahren.

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Die Bundespolizei in Dortmund und Münster berichtete am Mittwoch, es habe keine Zwischenfälle mit gestrandeten Reisenden gegeben. Auch die Bahn berichtete, an den Bahnhöfen sei es ruhig geblieben. "Die Reisenden haben sich offensichtlich auf den Streik eingestellt", sagte die Sprecherin. Gestrandete Reisende hätten Taxischeine erhalten.

Bundesweit fielen allein im Nahverkehr mehr als 2500 Züge aus. Am Arbeitskampf hatten sich nach Angaben der Deutschen Bahn rund 90 Prozent der Lokführer beteiligt.

Die Lokführer fordern fünf Prozent mehr Geld und eine um zwei Stunden verkürzte Wochenarbeitszeit. Die Gewerkschaft der Lokomotivführer will außerdem auch für das übrige Personal im Zug verhandeln, also etwa für Zugbegleiter und Speisewagen-Mitarbeiter. -dpa

Quelle: wa.de

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