NRW besonders stark betroffen

Die GDL legt eine Pause ein - jetzt streiken die Piloten

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Die GDL legt nach eigener Aussage eine siebentägige Streikpause ein.

DÜSSELDORF - Der bundesweite Bahnstreik hat auch Nordrhein-Westfalen schwer zu schaffen gemacht. In der kommenden Woche könnte es auf den Schienen wieder normal laufen. Dafür wollen die Lufthansa-Piloten streiken.

Nach dem Streikwochenende können Bahnfahrer erst einmal durchatmen. Die Bahn erwartet für Montag eine schnelle Rückkehr zum normalen Fahrplan in Nordrhein-Westfalen. "Wir gehen von einem stabilen Hochlaufen des Berufsverkehrs aus", sagte ein Bahnsprecher am Sonntag in Berlin. Wie nach dem Streik am vergangenen Mittwoch werde der Ersatzfahrplan dafür sorgen, dass die Züge am frühen Montagmorgen an ihren Einsatzbahnhöfen stünden. Zudem hat die Lokführergewerkschaft GDL eine siebentägige Streikpause ab Montag angekündigt.

Wer mit der Lufthansa fliegen will, muss sich dagegen ab Montagmittag auf Behinderungen einstellen.

Wer mit der Lufthansa fliegen will, muss sich dagegen ab Montagmittag auf Behinderungen einstellen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) kündigte einen 35-stündigen Pilotenstreik bei Europas größter Airline an. Er soll von 13 Uhr bis Dienstagabend um kurz vor Mitternacht dauern. Betroffen seien Kurz- und Mittelstreckenflüge aus Deutschland, teilte ein Gewerkschaftssprecher in Frankfurt mit.

Ausstand der Bahn endet am Montag um 4 Uhr

Wie im gesamten Bundesgebiet fuhr am Wochenende in Nordrhein- Westfalen nur ein Drittel der Fernzüge. Zahlreiche Regionalverbindungen hatte die Bahn komplett gestrichen, darunter die Regional-Express-Linie 4 von Aachen nach Dortmund und den RE 7 von Krefeld nach Rheine. Andere vielgenutzte Linien fuhren auf verkürzten Strecken und weniger häufig als üblich. S-Bahnen fielen ganz aus oder fuhren nur im Ein-Stunden-Takt. Der Ausstand sollte am Montagmorgen um 4 Uhr enden.

NRW besonders hart betroffen

Durch das Ende der Herbstferien traf es das bevölkerungsreichste Bundesland am Samstag besonders hart. Lange Schlangen vor den Informationsschaltern der Bahn und die zermürbende Suche nach Ausweichmöglichkeiten waren die Folge. Viele Reisende nutzten Alternativen. Starke Nachfragen nach Mietwagen und Fernbussen waren die Folge.

"Meinfernbus" absolvierte 100 zusätzliche Fahrten

"Meinfernbus" berichtete von mehr als 100 zusätzliche Fahrten am Wochenende.

Nach Angaben einer Sprecherin des Unternehmens "Meinfernbus", waren für das Streikwochenende mehr als dreimal so viele Buchungen wie sonst eingegangen. Durch die hohe Fernbus-Nachfrage stiegen auch die Ticket-Preise. "Meinfernbus" berichtete von mehr als 100 zusätzliche Fahrten am Wochenende.

Kein Chaos rund um die Bundesliga-Spiele

Bei der Anreise zu den Bundesliga-Spielen gab es allerdings nicht das befürchtete Chaos. Offensichtlich hatten sich die Fans gut auf das Streikwochenende vorbereitet und waren Empfehlungen der Vereine gefolgt, per Bus oder Auto zu den Auswärtsspielen zu reisen. So bot Borussia Dortmund auf seiner Homepage ein Forum für Mitfahrgelegenheiten zum Auswärtsspiel beim 1. FC Köln an. - lnw

Quelle: wa.de

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