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Schrecklicher Fund im Keller: Polizei entdeckt totes Baby in einem Karton

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Von: Olaf Moos

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Ein Absperrband der Polizei an einem Tatort (Symbolbild)
Polizei, Polizeiabsperrung, Tatort (Symbolbild) © Kay Nietfeld/dpa

Erschütternder Fund in Lüdenscheid (NRW): Polizisten fanden im Keller eines Wohnhauses ein totes Baby. Es lag in einem Karton.

Lüdenscheid - Polizisten haben bei einem Einsatz in Lüdenscheid im Sauerland (NRW) einen schrecklichen Fund gemacht. Sie fanden im Keller eines Wohnhauses ein totes Baby. Es lag in einem Karton. Ermittler in Lüdenscheid haben gehen zunächst von einem Kapitalverbrechen aus. Die 43-jährige Mutter des Kindes wurde nach dem Fund der Leiche vorläufig festgenommen. Spezialisten des Polizeipräsidiums Hagen haben die Arbeit aufgenommen.

StadtLüdenscheid
Höhe423 m
Fläche86,73 km²

Über die Hintergründe des Fundes war am Mittwochvormittag (22. Juni) noch wenig zu erfahren. Nach Informationen von come-on.de/Lüdenscheider Nachrichten verschafften sich die Polizeibeamten am Dienstag gegen 19 Uhr Zutritt zu dem Gebäude nahe dem Bräuckenkreuz. Bei der Durchsuchung stießen sie wenig später auf das leblose Mädchen. Die Hagener Polizei bestätigt derzeit lediglich, dass das Neugeborene tot aufgefunden wurde.

Lüdenscheid/NRW: Totes Baby in Keller entdeckt

Am Mittwochvormittag begann die Rechtsmedizin nach Auskunft von Polizeisprecherin Ramona Arnhold damit, den Leichnam zu obduzieren, um Erkenntnisse über die Todesursache zu gewinnen. Noch ist demnach nicht gesichert, ob das Kind einem Verbrechen zum Opfer gefallen oder eines natürlichen Todes gestorben und danach in dem Karton abgelegt worden ist. Auch die Obduktion brachte keinen Aufschluss darüber, ob das Mädchen lebend geboren wurde oder nicht. Die 43-Jährige wurde darauf „mangels eines dringenden Tatverdachts von der Polizei entlassen“, teilt Polizeisprecherin Ramona Arnhold weiter mit.

Wie zu erfahren war, ist die betroffene Familie aus Sicht der örtlichen Polizei bekannt und hatte in der jüngeren Vergangenheit mehrmals für Einsätze gesorgt. Möglicherweise, hieß es weiter, habe es sich um eine ungewollte Schwangerschaft aus einer außerehelichen Beziehung gehandelt – ein mögliches Tatmotiv. Eine Bestätigung durch die Polizei gab es dazu nicht. Auch weitere Details wurden nicht bekannt gegeben. Vor drei Jahren hatte die Polizei MK in Kierspe ein neugeborenes Kind im Müll entdeckt. Wenige Monate später starb in Plettenberg ein einjähriges Kind durch Gewalt seines Pflegevaters.

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