Baby zu Tode geschüttelt - Milde Strafe für jungen Vater

DÜSSELDORF - Ein junger Vater hat in Düsseldorf seine zwei Monate alte Tochter zu Tode geschüttelt. Auch die Intensivmediziner des Uni-Klinikums hatten das Baby, das schwere Hirnschäden durch ein Schütteltrauma davontrug, nicht mehr retten können.

Das Düsseldorfer Amtsgericht verurteilte den 26-Jährigen gestern zu fünf Monaten Haft auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung.

Er hatte auf der Anklagebank unter Tränen gestanden, seine Tochter im Oktober 2010 kräftig geschüttelt zu haben. Er sei besorgt gewesen, weil das Baby in seiner elektrischen Wippe kurz geschrien und dann nach Luft gerungen habe. Der Vater bestritt, dass er das Kind auch mit dem Kopf gegen einen harten Gegenstand geschlagen habe. Zur Tatzeit hatte er allein auf die Kleine aufgepasst.

Zwei Monate hatte das Kind noch gelebt, bis es einen Tag vor Heiligabend 2010 im Kinderhospiz „Regenbogenland“ starb. Ungeklärt blieb ein älterer Rippenbruch des kleinen Mädchens: Es könne sein, dass er früher einmal kräftig zugepackt habe, als ihm das Kind beinahe entglitten sei, sagte der Angeklagte.

Die Mutter des Mädchens hatte in dem Prozess als Zeugin ausgesagt: Die Kleine sei ein Wunschkind auch des Vaters gewesen. Strafmildernd wertete das Gericht, dass sich der Vater nach der Tat bis zum Tod sehr um das Baby gekümmert habe. - dpa

Quelle: wa.de

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