Auf dem Weg zum Krankenhaus

B63 als Kreißsaal: Baby am Straßenrand geboren

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Ingo und Svenja Wandt mit Baby Lennart.

HAMM - Der kleine Lennart kam im Eiltempo auf die Welt: Weil es Svenja und Ingo Wandt aus Bönen nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus schafften, wurde ihr drittes Kind am Donnerstagabend am Straßenrand geboren - ohne ärztliche Hilfe auf dem Grünstreifen der B 63 in Hamm.

Mit dem Krankenwagen ging es für das Neugeborene und seine Eltern anschließend ins Evangelische Krankenhaus Hamm.

Als Svenja Wandt am Donnerstag erste Geburtswehen spürte und diese im Drei-Minuten-Takt folgten, war sicher: Lange dauert es nicht mehr. Panik habe sie nicht gehabt, so die 29-jährige. „Nur ein bisschen Angst.“ Der Kreißsaal wurde informiert, „holt mich am Eingang mit einem Rollstuhl ab“, bat die werdende Mutter. Da gingen die Wandts noch davon aus, rechtzeitig vor der Geburt da zu sein.

An der Werler Straße, knapp fünf Kilometer vor dem EVK, dann der absolute Notfall: Vom Beifahrersitz half Ingo Wandt seiner Frau in den Grünstreifen – da war schon der kleine Kopf zu sehen. Seine Fleecejacke wurde kurzerhand zur Decke umfunktioniert. Nur wenig später, um 19.20 Uhr, lag Lennart in den Armen seiner Mutter. „Dass es so schnell geht, damit haben wir nicht gerechnet.“

Hier kam Lennart zur Welt.

Autofahrer sahen eine Frau im Grünstreifen liegen, drei Männer fuhren zur Seite und riefen den Krankenwagen. Im RTW durchtrennte ein Rettungsassistent die Nabelschnur. Svenja und Ingo Wandt bedauern, nicht zu wissen, um wen es sich bei diesen drei Männern genau handelte – dankbar sind sie ihnen sehr.

Lennart wiegt 3255 Gramm, ist 50 Zentimeter groß, sein Kopfumfang beträgt 35 Zentimeter. Ein gesunder Junge. Vermutlich am Sonntag oder Montag geht es zurück nach Hause nach Bönen. - cs

Quelle: wa.de

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