Autowerkstatt: Wer die Wahl hat, hat die Qual

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Bis das Auto in den Händen einer guten Werkstatt ist, kann es dauern.

Bei der Wahl der Kfz-Werkstatt hat jeder Autobesitzer andere Vorlieben: Der Erste bevorzugt die alteingesessene Vertragswerkstatt, der Zweite wählt die freie Konkurrenz und der Dritte die deutschlandweite Kette. Lesen Sie hier die Unterschiede.

Die Vertragswerkstatt

Die markengebundene Werkstatt gehört meist zu einem Autohaus. Die Mechaniker sind auf die jeweiligen Modelle geschult und die Werkzeuge auf dem aktuellen Stand. Die Software der Diagnose-Computer ist in der Regel die neueste Version. Durch den direkten Draht zum Auto-Hersteller kann die Werkstatt meist auch ungewöhnliche Probleme schnell lösen. Das hat seinen Preis. Im Vergleich sind gebundene Kfz-Werkstätten oft teurer als die freie Konkurrenz. Allerdings stehen sie für Qualität. Das beweist auch der ADAC-Werkstatttest von 2010.

Die freie Werkstatt

Kostenbewusste Autofahrer wählen gerne freie Werkstätten. Hier arbeiten meist wenige gewiefte Mechaniker, die sich um Modelle aller Hersteller kümmern. Sie nutzen auch mal günstigere oder gebrauchte Alternativen statt der teuren Originalteile. Die Anschaffung von Spezialgeräten einzelner Auto-Hersteller ist für diese Werkstätten oft zu teuer. Bei außergewöhnlichen Problemen verweisen sie darum auch mal auf die Vertragswerkstatt. Sie setzen auf Mundpropaganda und sind darum meist nur auf Empfehlung oder über entsprechende Seiten im Internet zu finden. Die Herstellergarantie bleibt übrigens auch bei der Wartung durch eine freie Werkstatt erhalten.

Die Werkstattkette

In Industriegebieten schießen Kfz-Werkstätten der großen Filial-Ketten wie Pilze aus dem Boden. Sie sind praktisch für jeden schnell erreichbar und reparieren Autos aller Marken. Durch Festpreisangebote für bestimmte Arbeiten bieten sie Sparpotential. Auch der Einbau von günstigen Ersatzteilen schont den Geldbeutel des Kunden. Doch im aktuellen Test des ADAC zeigt sich, dass die Mechaniker der Ketten nicht immer alle Fehler finden. Das ist ärgerlich und manchmal sogar gefährlich. Werkstattketten haben wie freie Werkstätten das Problem, für ungewöhnliche Probleme nicht immer ausreichend ausgerüstet zu sein. Dazu ist die Vielfalt und Komplexität der Autos zu groß.

   

Tipps zur Auswahl einer guten Werkstatt

Egal, ob Sie sich für eine Vertragswerkstatt, die Filiale einer Kette oder für die freie Kfz-Werkstatt entscheiden – schon beim ersten Kontakt können Sie erkennen, ob es sich um ein seriöses Unternehmen handelt:

  • Sie erhalten eine Kopie des Reparaturauftrages. Ein Mitarbeiter bespricht mit Ihnen die einzelnen Punkte und notiert Ihre Wünsche.
  • Die Werkstatt ist sauber und aufgeräumt. Es liegen keine ausgedienten Ersatzteile herum. Wenn Sie nicht in die Werkstatt gelassen werden, ist das ein schlechtes Zeichen.
  • Nach der Reparatur bespricht ein Mitarbeiter mit Ihnen alle auf der Rechnung aufgeführten Posten. Eventuell zeigt er Ihnen sogar die ausgebauten Teile und erklärt, warum sie ausgetauscht werden mussten.
  • Werden unvorhergesehene Arbeiten nötig, fragt die Werkstatt erst um Ihre Erlaubnis. So wird die Rechnung nicht unerwartet teurer.
  • Die Werkstatt kümmert sich darum, wenn Sie einen Leihwagen brauchen, ruft ein Taxi oder fährt Sie zur nächsten Bus- oder Bahnhaltestelle.

Quelle: wa.de

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