Dramatische Szenen im Lennetal / Fahrer aus Lüdenscheid

Regionalzug kracht in Auto - Promille-Fahrer rettet sich im letzten Moment

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[Update] Nachrodt-Wiblingwerde - Dramatische Szenen am Bahnübergang Helbecke im Lennetal: Zwei Männer blieben mit ihrem Auto auf den Gleisen stecken und retteten sich, kurz bevor ein Zug in ihr Auto krachte.

Donnerstag, Weiberfastnacht, 22.52 Uhr im Lennetal: Ein 40-jähriger Lüdenscheider kam mit seinem VW Golf von der B236, wollte den Bahnübergang Helbecke queren und anschließend nach rechts auf den Helbecker Weg abbiegen. Dabei bog er nach Angaben der Polizei zu früh ab und blieb mit seinem Auto im Gleisbett hängen.

Er versuchte sich aus seiner Lage zu befreien, als sich die Schranken schlossen und ein Zug der Linie RB91 näherte. Fahrer und Beifahrer (42 Jahre/aus Esens/Niedersachsen) flüchteten aus dem Auto und liefen hinter die Schranke. Von dort aus sahen sie, wie der der Regionalzug trotz eingeleiteter Notbremsung in den Golf krachte. Der Zug kam nach Angaben der Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde erst etwa 200 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen.

Unfall auf dem Gleis: Regionalzug kracht gegen Auto

Im Personenzug befanden sich neben dem Triebwagenführer und dem Zugbegleiter noch 21 Fahrgäste, darunter ein drei Monate altes Baby und ein kleines Kind, sowie ein Hund. Sie blieben alle unverletzt. Fahrer und Beifahrer des Autos wurden medizinisch versorgt. Der Beifahrer wurde mit der Notärztin ins Krankenhaus nach Letmathe gebracht. Der Lokführer erlitt einen Schock.

Es entstanden nach ersten Schätzungen rund 100.000 Euro Sachschaden.

Die Fahrgäste wurden von Feuerwehrleuten durchs Gleisbett bis zum Bahnübergang begleitet. Dort hatten die Kräfte wegen des starken Regens ein Zelt aufgebaut. Darin warteten die Fahrgäste bis zum Eintreffen der Taxis, die die Personen nach Hause fuhren. Im Gegensatz zum zerstörten VW blieb die Regionalbahn fahrbereit. Schnell kam ein Ersatzfahrer, der den Zug weiterfuhr.

Fahrer aus Lüdenscheid war angetrunken

Beim Golf-Fahrer aus Lüdenscheid bestätigte sich der Verdacht auf Alkoholkonsum. Der erste Test war deutlich positiv, Sicherstellung des Führerscheins und Entnahme einer Blutprobe waren die Folge. Die Polizei hat ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet.

Aufgrund der Meldung "Zug gegen PKW, eingeklemmte Person" wurden neben dem Rettungsdienst auch die Feuerwehr, die Landespolizei, die Bundespolizei und der Notfallmanager der Deutschen Bahn alarmiert. Gegen 1.15 Uhr wurde die Einsatzstelle an den Notfallmanager der Bahn übergeben. - eB

Quelle: wa.de

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