Archäologen finden seltene Schachfigur bei Detmold

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DETMOLD - Bei Grabungsarbeiten auf der Falkenburg bei Detmold haben Forscher eine überraschende Entdeckung gemacht. In einem Gebäude, das vermutlich das erste Wohnhaus des Burgherrn Bernhard II. zur Lippe war, fanden sie eine zehn Zentimeter hohe Schachfigur, die einen Bischof darstellt.

Diese Figur wurde im 12. Jahrhundert aus einem Röhrenknochen geschnitzt und „gehört zu den extrem seltenen, bildlichen Schachfiguren aus dieser Zeit“, sagte gestern Grabungsleiter Hans-Werner Peine in Detmold. „Solche Grabungsfunde lassen sich für ganz Europa an einer Hand abzählen.“ Die Detmolder Ausgrabungsstätte ist eines der größten Burgenforschungsprojekte in Westfalen. Seit 2004 untersucht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Internet: www.lwl.org) gemeinsam mit dem Lippischen Landesmuseum die Burg der Edelherren zur Lippe. Im nächsten Jahr wollen die Archäologen das jüngste Pallasgebäude und die Wehrgebäude an den Burgtoren genauer unter die Lupe nehmen.

Quelle: wa.de

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