Arbeiter nach Stromschlag mit 10 000 Volt schwer verletzt

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An dieser Stelle kam es zu dem schweren Unfall.

PLETTENBERG - Zu einem schrecklichen Arbeitsunfall kam es am Dienstag bei Arbeiten am Kreisverkehr in Plettenberg vor der Firma Rasche. Ein vom Energieversorger Mark E beauftragtes Subunternehmen nahm Installationsarbeiten an der 10 kV-Leitung vor, als es plötzlich einen grellen Lichtblitz gab.

Nach Mitteilung von Polizei-Pressesprecher Norbert Pusch sollte ein 33-jähriger Elektriker aus Kamen eine Muffe an der 10-kV-Stromleitung anbringen, die zu diesem Zeitpunkt eigentlich abgeschaltet sein sollte. Aus bislang ungeklärten Gründen war die Starkstromleitung aber noch am Netz, als der Mitarbeiter an der Muffenverbindung arbeitete. Dabei kam es gegen 8.38 Uhr zu einen Stromschlag mit 10 000 Volt, der nach Informationen unserer Partnerzeitung Süderländer Tageblattbei dem Elektriker zu Verbrennungen zweiten Grades an Gesicht und Armen führte.

Der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 8 flog den durch einen Stromschlag schwer verletzten Elektriker zur Schwerstbrandverletztenstation des Klinikums Dortmund-Nord.

Die sofort alarmierten Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache verständigten unmittelbar nach dem Eintreffen den ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 8", der sich gerade auf dem Rückflug zur Station in Lünen befand. Die Besatzung änderte daraufhin sofort das Ziel und flog innerhalb von zwölf Minuten Plettenberg an. Nahezu zeitgleich mit dem Helikopter erreichte der Rettungswagen mit dem Schwerstverletzten das Krankenhaus, wo der 33-Jährige für den Flug in das Klinikum Dortmund-Nord vorbereitet wurde. Dort wurde er auf die sogenannte Schwerstbrandverletztenstation eingewiesen - eine Intensivstation, die auf solche Verletzungen spezialisiert ist. Nach Polizeiangaben wurde der Mann in ein künstliches Koma versetzt und schwebt weiter in Lebensgefahr.

Durch den heftigen Stromschlag fiel auch das Umspannwerk in Siesel kurzzeitig aus, was laut Mark-E-Pressesprecher Andreas Köster nur höchst selten vorkommt. Zuletzt sei vor zehn Jahren ein Mitarbeiter bei einem ähnlichen Unfall verletzt worden. An der Unfallstelle nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf und auch das Amt für Arbeitsschutz und die Berufsgenossenschaft verschafften sich gestern ein Bild. Angeschmorte Leitungen und ein geschwärzter Spannungsprüfer verwiesen auf den Ort des Geschehens. Durch den Stromschlag flogen geschmolzene Kupferteile durch die Luft und beschädigten umstehende Autos und Teile der Fassade. "Das ist alles leicht zu verschmerzen. Unsere Hauptsorge gilt dem Unfallopfer", hieß es vor Ort. - ged

Quelle: wa.de

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