Gefährliche Körperverletzung

Auch Mutter der getöteten Arzu Ö. verurteilt

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Arzu Ö.

DETMOLD - Die Mutter der von ihren Geschwistern getöteten Arzu Ö. aus Detmold ist zu einer einjährigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

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Auch Arzus Mutter wegen Körperverletzung vor Gericht

Das Amtsgericht Detmold hat einen entsprechenden Strafbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung erlassen, den die Angeklagte vor Eröffnung der Hauptverhandlung angenommen hat. Wie die Staatsanwaltschaft Detmold in einer Presseerklärung am Montag mitteilte, hat das Gericht die Gefängnisstrafe auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Der Mord an der 18-jährigen Arzu Ö. hatte im November 2011 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Aus religiösen Gründen war das Mädchen von ihren Geschwistern zuerst entführt und später getötet worden. Grund war eine verbotene Beziehung Arzus. Die Familie Ö. gehört zur Glaubensgemeinschaft der Jesiden. Beziehungen zu Nicht-Jesiden sind ihnen nicht erlaubt.

Der Mutter wurde allerdings nicht eine Beteiligung an dem Mord zur Last gelegt. Sie wurde verurteilt, weil sie im August 2011 dabei war, als ihre Tochter wegen der verbotenen Beziehung von der Familie einige Tage festgehalten und mit einem Stock verprügelt wurde. Zuletzt war der Vater zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er seine fünf erwachsenen Kinder nicht von dem Mord abgehalten hatte. Die Geschwister waren zu lebenslanger Haft sowie Haftstrafen von zehn und fünfeinhalb Jahren verurteilt worden. - lnw

Quelle: wa.de

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