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Terrorverdacht an Essener Schulen: SEK-Einsatz bei weiterem Jugendlichen

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Die Polizei hat einen Anschlag auf eine Schule in Essen verhindert. Ein Richter hat einen Haftbefehl gegen den Schüler (16) erlassen. Es gab einen weiteren SEK-Einsatz.

Update vom 17. Mai, 9.34 Uhr: Im Zusammenhang mit dem vereitelten mutmaßlichen Terroranschlag in einem Essener Gymnasium hat die Polizei einen jungen Erwachsenen kurzzeitig festgenommen. Eine Spezialeinheit der Polizei stürmte eine Wohnung in einem Hochhaus und führte einen weiteren Jugendlichen ab. Dabei seien Waffen gefunden worden, die aber nach jetzigem Ermittlungsstand nicht scharf gewesen seien. Er befinde sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß, sagte ein Sprecher der Essener Polizei.

StadtEssen
Fläche210,3 km²
Bevölkerung583.109 (2019)

Terrorverdacht an Essener Schulen: SEK-Einsatz bei weiterem Jugendlichen

Update vom 16. Mai, 17.54 Uhr: Nach einem vereitelten mutmaßlichen Terroranschlag in einem Essener Gymnasium hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Dies geschehe wegen der besonderen Bedeutung des Falls, teilte die Behörde am Montag mit. Ein 16-jähriger Schüler steht im Verdacht, einen rechtsextremistisch motivierten Terroranschlag an seiner Schule vorbereitet zu haben. Dabei sollten Lehrer sowie eine größere Anzahl von Schülern getötet werden.

SEK-Einsatz in Mehrfamilienhaus in Essen
Drei Beamte eines Spezialeinsatzkommandos gehen in der Nähe ihres Einsatz im Zusammenhang mit dem vereitelten mutmaßlichen Terroranschlag in einem Essener Gymnasium, bei dem eine Person kurzzeitig festgenommen worden ist. © Justin Brosch/dpa

Update vom 14. Mai, 18.05 Uhr: Trotz der aktuellen Ausnahmesituation heißt es für die Schüler des Abschlussjahrgangs des Gymnasiums in Essen am Montag: Die Abschlussprüfungen stehen an. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, wird von dem Zeitplan für die Abitur-Prüfungen nicht abgewichen. Generell startet der Unterricht erst wieder am Dienstag. In der ersten Schulstunde soll es die Möglichkeit geben, sich über den vereitelten Amoklauf auszutauschen. Im Anschluss werden sich die Schüler auf dem Schulhof versammeln, um ein Zeichen des friedvollen Miteinanders zu setzen.

Update vom 13. Mai, 13.44 Uhr: Der Haftbefehl wurde erlassen: Ein Richter hat den 16-jährigen Schüler in Untersuchungshaft geschickt. Der beantragte Haftbefehl sei erlassen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Freitag mit. Dem Jugendlichen wird unter anderem vorgeworfen, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben.

Update vom 13. Mai, 11.21 Uhr: Nach dem mutmaßlich vereitelten Bombenanschlag auf eine Essener Schule haben die Ermittler gegen den 16-jährigen Schüler einen Haftbefehl beantragt.  Ihm wird unter anderem vorgeworfen, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presseagentur mit.

Update vom 13. Mai, 6.34 Uhr: Nach dem Terroralarm in Essen müssen die Ermittler an diesem Freitag entscheiden, ob der verdächtige Gymnasiast einem Haftrichter vorgeführt wird. Sie untersuchen laut Bild auch den Spruch „Kennst du Freitag den 13.? Blutbad am 13.05. mfg Don Bosco“ auf einer Schultoilette, mit dem der Täter möglicherweise den Anschlag ankündigte.

Der Unterricht am betroffenen Don-Bosco-Gymnasium fällt unterdessen auch heute aus. Stattdessen kommen am Vormittag die Lehrerinnen und Lehrer zu einer Konferenz zusammen, an der auch Schulpsychologen teilnehmen. Es gehe darum, das Erlebte aufzuarbeiten. An der benachbarten Realschule findet der Unterricht wieder statt.

Geplanter Anschlag auf Schulen in Essen: Hinweise auf psychische Probleme bei Schüler

Update vom 12. Mai, 17.11 Uhr: Die Polizei hat nach der Durchsuchung der zwei Schulen in Essen endgültig Entwarnung gegeben: Sie hat keinen verdächtigen Gegenstand gefunden. Bei dem Gymnasiasten, bei dem die Polizei Explosivstoffe und Material für einen Bombenbau gefunden hat, gibt es laut NRW-Innenminister Herbert Reul Hinweise auf massive psychische Probleme und Suizidgedanken des Jugendlichen.

„Gleichwohl sind Ausländerhass, Antisemitismus und die Verherrlichung des Nationalsozialismus mit Nichts zu entschuldigen“, sagt der Innenminister der Deutschen Presse-Agentur. Der Schüler „steht unter dem dringenden Verdacht, einen Anschlag geplant zu haben.“

Anschlag auf Schulen in NRW verhindert: Schüler hat Rohrkörper mit Nägeln präpariert

Update vom 12. Mai, 15.25 Uhr: Die Wohnung des tatverdächtigen Essener Schülers ist mit einem Sprengstoffhund der Polizei durchsucht worden. Ein Polizei-Hundeführer nahm die Wohnung im Stadtteil Borbeck am Donnerstagnachmittag zunächst allein und danach für etwa zehn Minuten mit einem auf das Aufspüren von Sprengstoff spezialisierten Polizeihund in Augenschein. Weiteres verdächtiges Material wurde offenbar nicht mehr gefunden.

Zuvor hatten die Ermittler bereits Explosivstoffe und Material für einen Bombenbau in der Wohnung gefunden, in der der 16 Jahre alte Verdächtige mit seinen Eltern lebt.

Ein Polizist mit Spürhund geht in das Wohnhaus des Tatverdächtigen in Essen.
Ein Polizist mit Spürhund geht in das Wohnhaus des Tatverdächtigen in Essen. © Fabian Strauch/dpa

Update vom 12. Mai, 14.09 Uhr: Bei dem tatverdächtigen Essener Schüler sind Explosivstoffe und Material für einen Bombenbau gefunden worden, aber kein zündfähiger Sprengsatz. Das betonte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bei seinem Statement am Donnerstagmittag.

Anschlag auf Schulen in NRW geplant: Schüler hat Rohrkörper mit Nägeln präpariert

Die Polizei habe bei dem Zugriff in der Wohnung des Schülers 16 Rohrkörper gefunden. An einigen dieser Rohrkörper seien Uhren angebracht worden, einige seien von außen mit Nägeln präpariert. Außerdem hätten die Beamten zusammengemischte Explosivstoffe gefunden, die wahrscheinlich zum Befüllen dieser Rohrkörper vorgesehen gewesen seien, sagte der Minister.

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, hat sich am Donnerstag zum Fall geäußert. Die Polizei hat bei einem 16 Jahre alten Schüler in Essen Material für eine Bombe zur Planung eines Anschlags entdeckt. Das Material sei funktions-, aber nicht einsatzfähig gewesen, sagte Reul (CDU).
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, hat sich am Donnerstag zum Fall geäußert. Die Polizei hat bei einem 16 Jahre alten Schüler in Essen Material für eine Bombe zur Planung eines Anschlags entdeckt. Das Material sei funktions-, aber nicht einsatzfähig gewesen, sagte Reul (CDU). © Federico Gambarini/dpa

„Inwieweit dieses Material wirklich funktionstüchtig gewesen wäre, ist Gegenstand kriminaltechnischer Untersuchungen.“ Das bisher sichergestellte Material sei „funktions-, aber nicht einsatzfähig“. Daneben seien eine selbstgebaute Schusswaffe und eine Armbrust mit Pfeilen sichergestellt worden.

Anschlag auf Schulen in NRW geplant: Generalstaatsanwaltschaft übernimmt den Fall

Update vom 12. Mai, 13.59 Uhr: Gegen den festgenommenen 16 Jahre alten Schüler aus Essen wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Die für Terrorismus zuständige Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen, teilten Sprecher der Behörde und des NRW-Innenministeriums am Donnerstag mit.

Update vom 12. Mai, 12.02 Uhr: Der 16 Jahre alte Schüler, der sich in Polizeigewahrsam befindet, soll eine Liste von Menschen geführt haben, die er hasst und angeblich umbringen wollte, berichtet RTL News.

„Die Durchsuchungen der Wohnung und der Schulen dauern noch an. Aktuell werden die Ermittlungen mit Hochdruck fortgeführt“, erklärte die Polizei zu den Maßnahmen in den Schulen und am Wohnort des Verdächtigen, der nahe dem Gymnasium in Essen-Borbeck liegt.

Fest steht, dass die Essener Polizei bei der Durchsuchung auch Speere und andere Stichwaffen sichergestellt hat, zuvor wurden bereits Bomben, Armbrüste und andere Waffen gefunden.

Anschlag auf Schulen in NRW geplant: Stamp (FDP) spricht von „Nazi-Terroranschlag“

Update vom 12. Mai, 11.20 Uhr: Nach Angaben von NRW-Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) ist in Essen ein mutmaßlicher Nazi-Terroranschlag verhindert worden. Das teilte Stamp am Donnerstag (12. Mai) via Twitter mit. „Das können wir weder bestätigen noch dementieren wir“, sagte eine Polizeisprecherin in Essen der Deutschen Presseagentur.

Update vom 12. Mai, 10.29 Uhr: Ein Amoklauf an den beiden Essener Schulen konnte wohl verhindert werden, weil ein Jugendlicher im Vorfeld die Polizei informiert hat. Die Bild berichtet, dass der Mitschüler die Beamten gewarnt habe, dass der 16-Jährige ein Blutbad am Don Bosco Gymnasium in Essen geplant habe.

Anschlag auf Schulen in NRW geplant: SEK-Einsatz bei Schüler - Bomben gefunden

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Gymnasiasten soll demnach neben einer selbstgebauten Waffe, Armbrüsten und verschiedenen Bomben auch ein rechtsradikales Manifest gefunden worden sein, in dem der Schüler (16) ausländerfeindliches Gedankengut niedergeschrieben hat. Die Polizei gehe bislang von einem Einzeltäter aus. Über mögliche Komplizen ist nichts bekannt. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) will sich am Mittag zu dem Fall äußern.

Polizeieinsatz an zwei Schulen in Essen
Polizei steht vor dem Don-Bosco-Gymnasium. In Essen ist die Polizei an zwei Schulen in größerem Umfang im Einsatz. Derzeit laufe ein größerer Polizeieinsatz am Don-Bosco-Gymnasium in Essen-Borbeck, schrieb die Polizei auf Twitter. © Markus Gayk/picture alliance/dpa/TNN

[Erstmeldung] Essen - Großer Polizei-Einsatz am Donnerstagmorgen (12. Mai) an zwei Schulen in Essen (NRW). Offenbar wurde ein Amoklauf eines 16-jährigen Schülers verhindert, wie die Bild berichtet. Die Polizei ermittelt wegen möglicherweise geplanter Straftaten. Der Jugendliche befindet sich aktuell in Polizeigewahrsam.

Essen/NRW: Verhinderte SEK Bomben-Anschlag auf Schulen?

Demnach habe ein schwer bewaffnetes Spezialeinsatzkommando am frühen Morgen gegen 4.20 Uhr ein Haus im Essener Stadtteil Borbeck gestürmt und einen Schüler des nahe gelegenen Don Bosco Gymnasiums überwältigt. In der Wohnung, so Bild, habe die Polizei neben Armbrüsten und einer selbstgebauten Waffe auch mehrere Rohr-Bomben, darunter eine sehr gefährliche Nagelbombe, gefunden.

Die Polizei bestätigte den SEK-Einsatz - und dass es sich bei dem „Tatverdächtigen um einen 16-jährigen deutschen Schüler des Don-Bosco-Gymnasiums handelt“. Eine Polizeisprecherin sagte: „Es ist glücklicherweise nichts passiert an den Schulen. In welche Richtung es womöglich gegangen wäre, wird nun ermittelt.“ Zu Bomben äußerte sie sich nicht. Für einen Fund von Sprengmitteln spricht allerdings, dass ein Sprengstoffspürhund und die Spurensicherung vor Ort im Einsatz sind, wie die WAZ berichtet.

Der Tatverdächtige sei aktuell Schüler des Gymnasiums und habe zuvor die Realschule besucht. „Wir haben Hinweise erhalten, dass in der Schule eine Straftat geplant war“, hieß es auf der Homepage des Gymnasiums. „Um die Schule auf Beweismittel hin zu untersuchen, mussten wir heute in Absprache mit der Polizei den Zugang zur Schule sperren.“

Essen: Polizei-Einsatz an Don-Bosco-Gymnasium

„Derzeit läuft ein größerer Polizeieinsatz am Don-Bosco-Gymnasium in Essen-Borbeck“, hatte die Polizei am Morgen zunächst auf Twitter geschrieben. Kurz darauf berichtete sie via Kurznachrichtendienst: „Der Polizeieinsatz betrifft auch die Realschule am Schloss Borbeck. Beide Schulen bleiben heute zunächst geschlossen.“

In der katholischen Don-Bosco-Schule mit knapp 800 Schülern hieß es lediglich, es laufe ein Einsatz. Weitere Informationen könne man nicht geben. Auf der Homepage unterrichtet das Gymnasiums die Familien um 07.20 Uhr: „Eilmeldung. Die Schule muss leider heute ausfallen. Begründungen kommen später.“ (mit dpa)

Die niederländische Polizei hat Helfer einer Bande festgenommen, die es auf Geldautomaten abgesehen hat - überdurchschnittlich oft in NRW.

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