Protest: Mehr Zeit für ambulante Altenpflege

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In Essen demonstrierten laut Wohlfahrtsverbänden rund tausend Altenpfleger gegen den Zeitdruck in der häuslichen Pflege und die Sparpolitik der Krankenkassen.

ESSEN - Für höhere Vergütungen in der ambulanten Pflege sind am Mittwoch in Essen nach Angaben der Wohlfahrtsverbände rund tausend Beschäftigte der Altenpflege auf die Straße gegangen. "Denn Geld ist Zeit für die Patienten", sagte Andreas Meiwes, Caritas-Direktor im Ruhrbistum.

"Um weiterhin gute Arbeit leisten zu können, brauchen die ambulanten Pflegedienste mehr Geld von den Krankenkassen. Denn Geld ist Zeit für die Patienten", forderte der Direktor der Caritas im Ruhrbistum, Andreas Meiwes, bevor Hunderte Fußgänger und 400 Fahrzeuge zum hupenden Protestzug durch die Innenstadt zogen.

Nicht selten müssten in einer vierstündigen Pflegedienst-Tour sechzehn und mehr Menschen versorgt werden, beklagte der NRW-Spitzenverband der Freie Wohlfahrtspflege in einer Mitteilung. Der Grund: In den letzten zehn Jahren seien die Kosten häuslicher Dienste um rund 20 Prozent gestiegen, die Krankenkassenvergütungen jedoch nur um 7 Prozent. Die Lücke werde durch eine immer höhere Arbeitsdichte aufgefangen. Der Protestzug durch Essen war Teil einer landesweiten Kampagne, mit der die Wohlfahrtsverbände ihren Forderungen noch bis zum Monatsende Nachdruck verleihen wollen. - dpa

Quelle: wa.de

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