Gebäude in Evingsen einsturzgefährdet

Ein Toter und ein Schwerstverletzter nach Explosion in Einfamilienhaus in Altena 

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Altena - Ein Toter und ein Schwerverletzter - so lautet die bittere Bilanz nach einem Hausbrand in Evingsen, der sich  am späten Mittwochvormittag ereignete. Das Haus ist nun unbewohnbar und einsturzgefährdet.

Der Dachstuhl war nach einer Explosion in Brand geraten. Die Nachbarn waren verschreckt, rechneten aber nicht mit Menschen in diesem Haus, das als abbruchbereit und unbewohnt galt.

Mittlerweile ist die Hagener Mordkommission mit dem Fall betraut, teilte Polizeisprecher Marcel Dilling mit. Der Leichnam ist vom Bestatter abgeholt und der Gerichtsmedizin in Dortmund übergeben worden. Wie die Menschen in das Haus gekommen waren und wie es zu der Explosion hatte kommen können, ist noch nicht klar.

Explosion in Einfamilienhaus in Altena-Evingsen - Dachstuhl steht in Flammen

Nachbarn hatten nach der Explosion im Dachbereich des Hauses eine Person in das Gebäude in der Straße Zur Roleye hineinlaufen sehen, die wenig später unter Schmerzensschreien wieder hinausgelaufen sei. 

Beim Eintreffen des Rettungswagens sei es zu Verständigungsschwierigkeiten gekommen, da der schwerverletzte Mann nicht der deutschen Sprache mächtig gewesen sei. Auf die Frage, ob sich weitere Personen in dem Haus befunden hätten, habe er genickt.

Feuer entwickelte sich rasend schnell zum Großbrand

Der Schwerverletzte wurde per Rettungshubschrauber in ein Duisburger Klinikum gebracht. Eine Bergung der zweiten Person im Haus war während des Löscheinsatzes noch nicht möglich. 

Das Feuer hatte sich rasend schnell seinen Weg bis ins Erdgeschoss gesucht und sich zum Großbrand entwickelt. Auch die Drehleiter musste zum Löschen genutzt werden.

Die Opfer wurden noch nicht identifiziert

Nach Beendigung der Löscharbeiten wurde das Haus sofort der Polizei übergeben, die nun nach Ursachen forscht: Der Verstorbene ist noch nicht zweifelsfrei identifiziert, auch die schwerverletzte Person hat noch keine abschließend geklärte Identität. 

Das Gebäude ist schwer beschädigt, nicht mehr bewohnbar und einsturzgefährdet. Die Ermittlungen zur Brandursache sind aufgenommen worden. Hierfür ist auch eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Hagen im Einsatz. 

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei ist für sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung dankbar und bittet um Zeugenhinweise unter der Rufnummer 91990 (Wache Altena). Nachbarn des Hauses wurden durch das Rote Kreuz betreut auf einem eigens eigerichteten Versorgungsplatz. 

Nicht nur der Dachstuhl brannte komplett aus. Das Feuer hatte sich seinen Weg ins Erdgeschoss gebahnt.

Auch ein Notfallseelsorgeteam hatte sich sehr rasch formiert und kümmerte sich einfühlsam um alle Anwesenden, die Trost und Zuspruch benötigten. Um zu verhindern, dass die Ruine einstürzt, wurde der Gibel noch gestern abgerissen.

Es ist der zweite Großeinsatz in Altena nach dem großen Waldbrand am Hegenscheid, der am Dienstagabend ausbrach.

Alles Infos zum Waldbrand hier

Quelle: wa.de

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