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Bagger stürzt von Steilhang der Burg Altena in die Tiefe - Fahrer fast unversehrt

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Von: Simon Stock

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Viele Tonnen Gestein brachen Ende Januar aus dem Burgberg und beschädigten die Vermittlungsstelle der Telekom. Das Gebäude durfte vorerst nicht mehr betreten werden. Inzwischen wurde der Hang laut Telekom-Sprecher Nico Göricke befestigt und abgestützt, sodass keine weiteren Felsstücke nachrutschen können.
An dieser Stelle in Altena stürzte ein 16 Tonnen schwerer Bagger 30 Meter in die Tiefe. Erst im Januar war hier ein Felssturz auf das Telekomgebäude niedergegangen (Foto). © Bender, Thomas

Drama in Altena: Ein 16 Tonnen schwerer Bagger ist 30 Meter in die Tiefe gestürzt und in ein Gebäude unterhalb der Burg gekracht. Der Fahrer hatte unfassbares Glück.

Altena/NRW - In Altena hat sich am Dienstag (30. August) ein dramatischer Arbeitsunfall ereignet. Ein 16 Tonnen schwerer Bagger stürzte bei Geländearbeiten am Steilhang unterhalb der Burg Altena etwa 30 Meter in die Tiefe. Der in dem Stahlkoloss sitzende Arbeiter, ein 23-Jähriger aus Heidelberg, kam wie durch ein Wunder mit nur leichten Verletzungen davon. Nach ersten Schätzungen der Polizei entstand ein Sachschaden von mehreren 100.000 Euro.

StadtAltena
Höhe190 m
Fläche44,29 km²

Altena: Bagger stürzt von Burgberg 30 Meter in die Tiefe

Der folgenreiche Arbeitsunfall ereignete sich gegen 16.35 Uhr. Der Bagger, ein sogenannter Spinnenbagger, war mit einem im Boden verankerten Stahlseil gesichert. Aus bislang ungeklärter Ursache riss dieses Seil. Der Bagger stürzte samt Fahrer etwa 30 Meter den Hang hinunter in Richtung Bachstraße.

Der Fall wurde dadurch abgestoppt, dass sich ein Fuß des Baggers im Umschaltwerk der Telekom verfing - wohl zum großen Glück des Fahrers, denn sonst wäre es noch tiefer hinuntergegangen. Der 23-Jährige konnte sich selbst aus der Kabine befreien und wurde nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen.

Altena: Baggerfahrer wie durch ein Wunder nur leicht verletzt

Feuerwehr Altena, Ordnungsamt und Polizei waren im Einsatz. Das Amt für Arbeitsschutz hat Ermittlungen aufgenommen. Die Unfallstelle wurde von einer Fachfirma gesichert, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern. Die Bergung soll nach Angaben der Polizei in den kommenden Tagen erfolgen. Möglicherweise ist das mit Sperrmaßnahmen auf der Bachstraße verbunden.

An genau dieser Stelle in der Nette hatte es in der Nacht zum 27. Januar 2022 einen schweren Felssturz gegeben. Dabei war das Telekomgebäude stark beschädigt worden. Im Kreis Paderborn stürzte am Dienstag ein Motorschirm-Pilot ab und verletzte sich schwer.

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